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Abschied von der letzten Trambahn: Wiedersehen macht Freude
Lokales 8 05.09.2015

Abschied von der letzten Trambahn: Wiedersehen macht Freude

Mit der Abschaffung der Tram schwand vor 51 Jahren ein besinnlicher Rest der Zeit vor 1914 dahin. Mit ihrer Wiederkehr im September 2017 soll die Straßenbahn unserem Stadtbild einen neuen Look verpassen.

(AH) - Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Verschwinden aus dem Verkehrsbild der Stadt Luxemburg erlebt die Tram im September 2017 in Luxemburg eine Wiedergeburt. Denn bereits in zwei Jahren dürfte es zum ersten Mal wieder heißen: Bitte einsteigen! Dabei ist es erst auf den Tag genau 51 Jahre her, dass die letzte Trambahn im Großherzogtum ihre letzte Reise antrat. 

Lange wurde über sie diskutiert, nun warten alle gespannt auf ihre Wiederkehr. Im Herbst 2017 soll der erste Abschnitt der neuen Trambahn zwischen der LuxExpo und der Roten Brücke in Betrieb gehen, bis 2018 will man die Oberstadt durchquert haben. Auch wissen wir schon, wie unsere neue Straßenbahn aussehen soll, die ab 2017 über das Kirchberg-Plateau zirkulieren wird. Ihre Farben: Türkis, hellgrün, gelb, violett, nachtblau. Ihr Look: Edel, frisch, geradlinig. Ihre Maße: 2,65 breit, 45 Meter lang.

89 Jahre war die 
alte Tram im Dienst

Mitte Mai dieses Jahres war bekannt geworden, dass der spanische Hersteller Caf („Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles“) die Fahrzeuge für die hiesige Tram liefern wird. Gemeinsam mit einem Designer und zwei Künstlern hat der spanische Hersteller ein Modell geschaffen, das sich harmonisch ins Stadtbild der luxemburgischen Hauptstadt einfügen soll. Am 5. September 1964 – im Zuge der Modernisierung und Verkehrsentwicklung – musste damals die altbewährte Tram nach 89 Dienstjahren den Autobussen weichen. 34 Trambahnen und 22 Anhänger fuhren zwischen 1875 und 1964 durch die Stadt Luxemburg. In der Zeit ihres Bestehens hat die Tram ungefähr 62,5 Millionen Kilometer zurückgelegt und rund 397,6 Millionen Fahrgäste transportiert.

„Speziell konzipiertes Design“ für die neue Tram

Mit ihrer Abschaffung schwand vor 51 Jahren ein besinnlicher Rest der Zeit vor 1914 dahin. Mit ihrer Wiederkehr im September 2017 soll die Straßenbahn unserem Stadtbild mit ihrem „speziell konzipierten Design“ einen neuen Look verpassen und für eine Verbesserung des Modalsplit sorgen. Bei einer Frequenz von drei bis sechs Minuten soll die Tram bis zu 10 000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung befördern können. In Kirchberg wird die Tram, wie bereits bekannt, über begrünte Gleise verkehren, in der Oberstadt fährt sie ohne Oberleitungen. Insgesamt wurden 21 Wagen zum Preis von 83 Millionen Euro bestellt.


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