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Abriss der Gaszentrale „Terre Rouge“: Der Gigant kommt weg
Lokales 21 10.01.2016 Aus unserem online-Archiv

Abriss der Gaszentrale „Terre Rouge“: Der Gigant kommt weg

Lokales 21 10.01.2016 Aus unserem online-Archiv

Abriss der Gaszentrale „Terre Rouge“: Der Gigant kommt weg

Seit Monaten laufen die Abrissarbeiten an der Gaszentrale „Terre Rouge“. Jetzt wird das Schrumpfen des Bauwerkes auch nach außen hin sichtbar.

(L.E.) - Seit zehn Monaten laufen die Abrissarbeiten an der früheren Gaszentrale „Terre Rouge“. Doch erst nach und nach wird das Schrumpfen des gigantisch anmutenden Bauwerkes nach außen hin sichtbar.

Bis 1997 wurde in dem 40 Meter hohen Klotz, dank drei 22 Meter hohen Öfen, Energie für die angrenzenden Stahlwerke geliefert. „So eine Baustelle, das kommt nur alle zehn Jahre mal vor“, hatte Valentin Zoller von der mit der Sanierung betrauten Firma Depolux im Mai 2015 dem „Luxemburger Wort“ gegenüber gesagt.

Unter anderem mussten geschätzte 500 Tonnen Asbest beseitigt werden, ehe mit dem eigentlichen Abriss begonnen werden konnte. Dies erklärt auch, wieso der Abriss erst jetzt von vielen Anwohnern richtig wahrgenommen wird.

Zu den abzutransportierenden Materialien gehören aber neben Asbest auch rund 7 000 Tonnen Stahl, die in den Öfen der Stahlwerke Differdingen und Belval wiederverwendet werden.

Das Gebäude steht übrigens auf dem „Crassier Terre-Rouge“, also einer sehr alten Schlackenhalde, die neben dem Gebäude – wie auf dem Foto unten links gut sichtbar ist – bereits teils wieder abgetragen wurde, um die Schlacken wiederzuverwerten. Auch dies wird dazu beitragen, dass nach Abschluss der Arbeiten die Skyline von Esch/Alzette nachhaltig verändert sein wird.

Die folgende Galerie mit LW-Archiv-Bildern aus dem April 2015 zeigt die Zentrale, als der Abriss gerade begonnen hatte:



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