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Ab 3. April: Mehr Züge zwischen Lothringen und Luxemburg
Lokales 11.02.2016

Ab 3. April: Mehr Züge zwischen Lothringen und Luxemburg

Laut SNCF nutzen 30.000 Passagiere täglich die Linie Nancy - Luxemburg.

Ab 3. April: Mehr Züge zwischen Lothringen und Luxemburg

Laut SNCF nutzen 30.000 Passagiere täglich die Linie Nancy - Luxemburg.
Foto: Lex Kleren
Lokales 11.02.2016

Ab 3. April: Mehr Züge zwischen Lothringen und Luxemburg

Kerstin SMIRR
Kerstin SMIRR
Die französische Eisenbahngesellschaft SNCF baut ihr Angebot insbesondere für französische Grenzpendler aus. Zu Stoßzeiten werden mehr Züge fahren.

(ks/sow) - Seit Jahren beschweren sich französische Grenzpendler über überfüllte und unpünktliche Züge in Richtung Luxemburg. Verschärft wurde das Problem Ende vergangenen Jahres, als Frankreich Grenzkontrollen durchführte und viele Autofahrer auf den Zug umstiegen.

Nun reagieren die SNCF: Ab dem 3. April führt sie den Taktfahrplan ein, bis 29. August soll er vollständig umgesetzt werden.

Dies bedeutet, dass mehr Züge zwischen Luxemburg und Lothringen verkehren werden. Zwischen Thionville und Luxemburg werden in den Stoßzeiten sechs Züge pro Stunde fahren. 2015 waren es vier bis fünf.

Bahnhöfe wie Metz-Nord und Woippy werden besser angebunden. Die Umstiegszeiten für Fahrgäste aus Forbach und St. Avold in Metz werden verkürzt. Ab Hagondange werden morgens im Berufsverkehr fünf Züge pro Stunde in Richtung Luxemburg fahren. Die gleiche Frequenz ist bei der Rückfahrt am Abend vorgesehen.

30.000 Reisende pro Tag zwischen Nancy und Luxemburg

Laut SNCF nutzen 30.000 Passagiere täglich die Linie Nancy - Luxemburg. Die Hälfte aller Zugreisenden der regionalen TER-Züge in Lothringen sind somit auf dieser Achse unterwegs. "Die Linie Thionville - Luxemburg ist die unpünklichste in ganz Lothringen", gibt Jacques Weil, Direktor der SNCF in dieser Region, zu. "Die Züge sind überfüllt und wir müssen Maßnahmen ergreifen, um auf dieses Problem zu reagieren."

Auch die CFL arbeiten daran, das Angebot zu verbessern. Ab 2020 sollen Züge mit 1.000 Sitzplätzen eingeführt werden. Zwischen Bettemburg und Luxemburg-Stadt wird die Trasse auf vier Gleise ausgebaut. Am hauptstädtischen Bahnhof werden zwei Bahnsteige hinzukommen.


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