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A6: Der erste Tag mit Tempo 90
Lokales 2 Min. 03.06.2019 Aus unserem online-Archiv

A6: Der erste Tag mit Tempo 90

Die 30 dynamische Schilderbrücken wiesen die Verkehrsteilnehmer über eine Strecke von 28 Kilometern auf die dreistündige Geschwindigkeitsbegrenzung hin.

A6: Der erste Tag mit Tempo 90

Die 30 dynamische Schilderbrücken wiesen die Verkehrsteilnehmer über eine Strecke von 28 Kilometern auf die dreistündige Geschwindigkeitsbegrenzung hin.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 03.06.2019 Aus unserem online-Archiv

A6: Der erste Tag mit Tempo 90

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Die Geschwindigkeitsbegrenzung im morgendlichen Berufsverkehr wird durchwachsen gewertet. Für eine erste Bilanz ist es aber noch zu früh.

Schneller als 90 km/h soll es morgens an Werktagen (Montag bis Freitag) zwischen 6.15 und 9.15 Uhr auf der A6 Richtung Kirchberg nirgends vorangehen. Zumindest nicht während der Testphase, die am Montag startete und bis zum 12. Juli dauert.

Nach einem ersten Probieren ist nicht jeder Autofahrer dem neuen Konzept gegenüber positiv gestimmt. „Es lief genauso wie immer, nur etwas langsamer“, so die Einschätzung eines Autofahrers der am Montag gegen 7.15 Uhr die A6 in Richtung Kirchberg nutzte. Viele hätten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten. Und an manchen Abschnitten, wo man sonst mit mehr als 100 km/h fahren konnte, ging es jetzt eben nur noch mit 90 voran.


Lok , Autobahn A6 , Autobahn nach Belgien , Testphase mit Geschwindigkeitsbeschränkung auf 90 Km/h in den Spitzenzeiten von 6.15 Uhr bis 9.15 Uhr  , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
A6: Tempo 90 morgens im Berufsverkehr
Die Testphase ist lanciert. In den kommenden Wochen soll sich zeigen, ob der Verkehr nun besser fließt. Es ist der erste Schritt eines Gesamtkonzeptes.

Ein anderes, ebenfalls subjektives Bild dann kurz vor 9 Uhr. Die Autolawine rollt gemächlich. Mit fast exakt 90 km/h. Die meisten Verkehrsteilnehmer halten sich an die Begrenzung. Nahtlos reihen sich die auffahrenden Autos ein. Kein exzessives Beschleunigen ist notwendig, um sich auf der Überholspur zwischen zwei Fahrzeugen einzureihen. Natürlich war gegen 9 Uhr ein Großteil des Berufsverkehrs bereits passiert.

Dass, wie mancher Autofahrer annimmt, an diesem Montag, kurz nach den Schulferien, weniger Verkehr war als sonst, kann nicht bestätigt werden. „Es war gleich viel Berufsverkehr wie an einem gewöhnlichen Montag“, berichtet Ralph Di Marco, Pressesprecher bei Ponts et chaussées.

Polizei führte Geschwindigkeitskontrollen durch

Mit dem ersten Testtag sei man generell sehr zufrieden. Beim Contrôle et information du trafic sur les autoroutes (CITA) wurde jedenfalls beobachtet, dass die Menschen sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 90 km/h zu halten schienen, respektive konnte festgestellt werden, dass nicht so viele Überholmanöver durchführt wurden.

Die Polizei führte gegen 8 Uhr Geschwindigkeitskontrollen in Höhe der Ausfahrt Garnich durch. Ob und wie viele Verkehrsteilnehmer sich nicht an die Begrenzung hielten, konnte die Pressestelle der Polizei am Montag jedoch nicht mitteilen.


Stau auf der A6 ist zu Stoßzeiten Alltag. Die Herabsetzung der Geschwindigkeit morgens und abends während der Woche soll nun Abhilfe schaffen.
Ein neues Konzept für die Autobahn A6
Mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung und der Möglichkeit die Pannenspur zu Stoßzeiten zu nutzen, soll der Verkehr auf der Autobahn A6 in Zukunft besser fließen.

Für eine sachliche Bilanz reicht eine solche dreistündige Beobachtung jedoch nicht. Noch dazu war der erste Tag nicht repräsentativ, da es kurz nach 7 Uhr zu einer Störung auf der Strecke gekommen war. Wie der Automobile Club um 7.09 Uhr mitteilte, hatte ein Lastwagen zwischen der belgischen Grenze und der Auffahrt Steinfort eine Panne und blockierte die rechte Fahrspur. Erst eine Stunde später, um 8.07 Uhr, gab es Entwarnung.

Entgegen diverser Behauptungen haben alle dynamischen Schilderbrücken auf der Strecke funktioniert. Probleme gab es lediglich am Morgen mit den Kameras der A6, die auf cita.lu einzusehen sind. Ursache war ein technisches Problem, welches keinen Einfluss auf die Testphase hatte.


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