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77-Jähriger stirbt elf Monate nach Trierer Amokfahrt
Lokales 25.10.2021
Rückfall nach Reha-Aufenthalt

77-Jähriger stirbt elf Monate nach Trierer Amokfahrt

Bei der Amokfahrt in Trier waren zunächst fünf Menschen getötet worden.
Rückfall nach Reha-Aufenthalt

77-Jähriger stirbt elf Monate nach Trierer Amokfahrt

Bei der Amokfahrt in Trier waren zunächst fünf Menschen getötet worden.
Foto: Oliver Dietze/dpa
Lokales 25.10.2021
Rückfall nach Reha-Aufenthalt

77-Jähriger stirbt elf Monate nach Trierer Amokfahrt

Der Mann kehrte erst vor kurzem aus der Reha zurück. Seine Ehefrau war bei der Amokfahrt im Dezember 2020 tödlich verletzt worden.

(dpa) - Fast ein Jahr nach der Amokfahrt in Trier gibt es ein sechstes Todesopfer. Ein damals schwer verletzter 77-Jähriger starb am vergangenen Freitag, wie die Stadtverwaltung am Sonntag in Abstimmung mit den Hinterbliebenen mitteilte. Er war der Witwer einer unmittelbar bei der Amokfahrt am 1. Dezember 2020 getöteten 73-jährigen Frau. „Der Ehemann hat jetzt fast ein Jahr um sein Leben gekämpft“, sagte Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) am Montag vor Journalisten. Er habe lange Zeit in Kliniken verbracht und habe erst kürzlich eine Reha beendet.

„Sein größter Wunsch war, seine Gattin zu beerdigen“, sagte Leibe, der an der Beisetzung teilgenommen hat. Trotz seines Schicksals habe es der Witwer geschafft, den Teilnehmenden Mut zu machen und ihnen geraten, ihr Leben zu leben. Man habe gemerkt, dass es sein letztes Ziel gewesen sei, an der Beerdigung teilzunehmen. Kurz darauf sei er wieder in die Klinik gekommen und gestorben. 

Sein größter Wunsch war, seine Gattin zu beerdigen.

Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD)

Leibe sagte, er habe die Angehörigen kennengelernt als eine Familie, „die wirklich zusammengestanden ist“. Er kündigte an, die Stadtratssitzung an diesem Montag (25. Oktober) mit einer Schweigeminute für den Verstorbenen zu beginnen.


Wolfram Leibe (SPD) bei der Gedenkveranstaltung am Tag nach der Tat vor der Porta Nigra. Im HIntergund die Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz Malu Dreyer und Leibes Vorgänger Klaus Jensen.
Wolfram Leibe: "Die Anteilnahme in Trier ist riesig"
Triers Oberbürgermeister spricht anderthalb Wochen nach der Amokfahrt über seine Eindrücke, mögliche Verwendungszwecke für das Spendenkonto und die Frage nach der Sicherheit in Innenstädten.

Bei der Amokfahrt waren zunächst fünf Menschen getötet worden. Zudem wurden viele Menschen verletzt. Ein Mann war mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angefahren. Als mutmaßlicher Täter steht seit dem 19. August 2021 ein Deutscher vor dem Landgericht Trier. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vorerst fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor.


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