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750.000 Euro Strafe für das Töten eines Wolfes
Lokales 23.02.2022
Animal protection

750.000 Euro Strafe für das Töten eines Wolfes

Noch immer machen sich Wölfe in Luxemburg rar.
Animal protection

750.000 Euro Strafe für das Töten eines Wolfes

Noch immer machen sich Wölfe in Luxemburg rar.
Foto: LT archive
Lokales 23.02.2022
Animal protection

750.000 Euro Strafe für das Töten eines Wolfes

Die letzte Sichtung des Raubtiers in Luxemburg erfolgte im Januar. Seine Tötung kann allerdings sehr teuer werden.

(jwi) - Das größte Raubtier aus der Familie der Hunde ist nach einem Jahrhundert Abwesenheit in der Großregion wieder auf dem Vormarsch. Doch wer die streng geschützte Tierart tötet oder verletzt, wird mit einer hohen Geldstrafe bestraft - und sogar das Einsitzen hinter Gitter ist möglich. 

Der letzte Wolf, welcher im Januar gesichtet wurde.
Der letzte Wolf, welcher im Januar gesichtet wurde.
Foto: privat

Bis zu 750.000 Euro und eine Gefängnisstrafe zwischen acht Tagen und sechs Monaten sieht das Gesetz vor, so Umweltministerin Carole Dieschbourg am Mittwoch in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Marc Goergen (Piraten).  


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Eigentlich hätten sie mit einer Pirschjagd geschossen werden sollen. Jetzt vertraut die Forstverwaltung auf die Jagdpächter.

Wölfe seien in den letzten Jahren immer wieder in Luxemburg gesichtet worden, nachdem sie seit dem 15. Jahrhundert in weiten Teilen Europas systematisch verfolgt und ausgestorben waren. Zuletzt wurde am 11. Januar im Norden des Landes ein einsamer Wolf gesichtet.

Nicht der Jäger ist des Wolfs größter Feind

Doch entgegen der landläufigen Meinung seien nicht die Jäger die Hauptbedrohung für den Wolf, sondern die Autofahrer. Laut Ministerin sollte man bei einem Unfall mit einem Wolf, das Tier bei einem leichten Aufprall laufen lassen oder die Polizei zu rufen, wenn es ernsthaft verwundet ist.

Die Wahrscheinlichkeit dafür sei allerdings gering. Seit dem 11. Januar wurden in Luxemburg keine Wölfe mehr gesichtet. Zudem können sie sich in unbewohnten Gebieten aufhalten - und diese machen mehr als 10 Prozent der Gesamtfläche des Landes aus.


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