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70. Jahrestag der Zwangsrekrutierung in Luxemburg
Lokales 11 2 Min. 31.08.2012

70. Jahrestag der Zwangsrekrutierung in Luxemburg

Lokales 11 2 Min. 31.08.2012

70. Jahrestag der Zwangsrekrutierung in Luxemburg

Vor 70 Jahren hat Gauleiter Gustav Simon, der Vertreter der Nazi-Okkupanten in Luxemburg, in den Ausstellungshallen in Limpertsberg die Zwangsrekrutierung tausender junger Luxemburger angeordnet. Zahlreiche Gäste waren der Einladung der „Fédération des Enrôlés de Force, Victimes du Nazisme“ gefolgt, um der Opfer zu gedenken.

von Diane Lecorsais

Vor 70 Jahren hat Gauleiter Gustav Simon, der Vertreter der Nazi-Okkupanten in Luxemburg, in den Ausstellungshallen in Limpertsberg die Zwangsrekrutierung tausender junger Luxemburger angeordnet. Zahlreiche Gäste waren der Einladung der „Fédération des Enrôlés de Force, Victimes du Nazisme“ gefolgt, um der Opfer zu gedenken. Darunter auch Erzbischof Jean-Claude Hollerich und Premierminister Jean-Claude Juncker.

Um der Opfer der Zwangsrekrutierung zu gedenken, hatten sich auf Einladung der „Fédération des Enrôlés de Force – Victimes du Nazisme“ (Fedef) am Donnerstag zahlreiche Menschen an den Ort begeben, an dem sich das Schreckliche vor genau 70 Jahren zugetragen hatte.

Im Beisein von Staatsminister Jean-Claude Juncker, Erzbischof Jean-Claude Hollerich, Erny Lamborelle, Präsident der Fedef, des hauptstädtischen Bürgermeisters Xavier Bettel, zahlreicher Ehrengäste und Zeitzeugen wurde am Eingang der alten Ausstellungshallen eine neue Gedenkplatte eingeweiht, die dafür sorgen soll, dass jener schreckliche Tag nie in Vergessenheit gerät.

Staatsminister Jean-Claude Juncker bezeichnete die Zwangsrekrutierung als „einmaliges Kriegsverbrechen“, mittels welchem versucht worden sei, ein ganzes Volk in die Knie zu zwingen. Er erinnerte daran, dass sämtliche Familien Luxemburgs in irgendeiner Form betroffen waren. Die Erinnerung aufrechtzuerhalten und an die folgenden Generationen weiterzugeben sei eine Pflicht – und ein Versprechen.

Fedef-Präsident Erny Lamborelle dankte den zahlreichen Gästen für ihre Anwesenheit. „Eure Präsenz beweist nicht nur Sympathie und Interesse, sondern auch Anerkennung und Respekt für die Zwangsrekrutierten“, so der Präsident der Zwangsrekrutierten-Vereinigung. Anschließend betonte er, wie wichtig es sei, in den Schulen stärker auf die Geschehnisse während des Zweiten Weltkriegs einzugehen.

„Es ist extrem wichtig, dass nie vergessen wird, wie weit der Mensch gegangen ist“, unterstrich in diesem Sinne auch der hauptstädtische Bürgermeister Xavier Bettel, der die Anbringung der neuen Gedenkplatte als „Selbstverständlichkeit“ bezeichnete.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich segnete das neue Denkmal vor den vielen erschienenen Gästen. „Wir wollen Gott dafür danken, dass wir heute in einem Europa leben, in dem Frieden herrscht“, so der Erzbischof Im Anschluss an die Zeremonie fand in der Limpertsberger Saint-Joseph-Kirche eine feierliche Messe statt. Zelebriert wurde sie von Abbé André Heiderscheid.

Das "Luxemburger Wort" wird in seiner Samstagsausgabe nocheinmal im Detail auf die Gedenkfeiern anlässlich des 70. Jahrestags der Zwangsrekrutierung, des Generalstreiks und der Zwangsumsiedlungen eingehen.

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