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60-Jähriger muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen ins Gefängnis
Lokales 23.10.2019

60-Jähriger muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen ins Gefängnis

Die Frist, um gegen das Gerichtsurteil Berufung einzulegen, beträgt 40 Tage.

60-Jähriger muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen ins Gefängnis

Die Frist, um gegen das Gerichtsurteil Berufung einzulegen, beträgt 40 Tage.
Foto:Gerry Huberty
Lokales 23.10.2019

60-Jähriger muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen ins Gefängnis

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Vier Jahrzehnte liegen zwischen dem Angeklagten und dem Opfer. Die Richter fällten nun in dem Vergewaltigungsprozess ihr Urteil.

Bis zum Ende der Gerichtsverhandlung bestritt Jean-Paul B., den Jugendlichen vergewaltigt zu haben. Die Richter schenkten allerdings den Schilderungen des Opfers Glauben und verurteilten den heute 60-Jährigen in erster Instanz zu einer Haftstrafe von sieben Jahren.

Der Angeklagte musste sich Anfang Oktober vor Gericht verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, das damals 14-jährige Kind einer befreundeten Familie im August 2017 vergewaltigt zu haben.

Eine psychologische Gutachterin hatte keine Zweifel an den Aussagen des Opfers. Kognitiv sei der Jugendliche damals auf dem Stand eines Fünf- bis Sechsjährigen gewesen. Er sei nicht in der Lage gewesen, eine solch komplexe Geschichte zu erfinden.


60-Jähriger wegen Vergewaltigung eines 14-Jährigen angeklagt
Mehr als vier Jahrzehnte liegen zwischen dem Angeklagten und dem Opfer: Der Mann schickte dem Jungen SMS mit sexuellen Inhalten. Im August 2017 soll er ihn dann vergewaltigt haben.

Im Zuge der Ermittlungen wurden zudem 182 Textnachrichten sichergestellt, die zwischen den beiden ausgetauscht wurden und zum Teil eindeutig sexuelle Inhalte hatten.

Erklärungsversuche

Vor Gericht hatte der Angeklagte erklärt, er habe mit diesen Nachrichten seinen eigenen Sohn schützen wollen. Das Opfer habe mit dem Sohn eine sexuelle Beziehung eingehen wollen. Das habe Letzterer aber nicht gewollt. Jean-Paul B. habe die Nachrichten verschickt, um das Opfer von seinem Sohn abzulenken.


Gericht - Prozesser - Photo : Pierre Matgé
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Dem damals 14-Jährigen und seinen Eltern sprachen die Richter ein Schmerzensgeld von insgesamt 8.000 Euro zu. Alle Parteien haben 40 Tage Zeit, um gegen das Urteil aus erster Instanz Berufung einzulegen.


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