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50 Kilo Sprengstoff gestohlen: Luxemburger in Trier verurteilt
Lokales 03.07.2019 Aus unserem online-Archiv

50 Kilo Sprengstoff gestohlen: Luxemburger in Trier verurteilt

Bei der Sicherung des Sprengstoffs am 30. Januar 2019 sperrten Polizei und Feuerwehr den Ortskern von Igel weiträumig ab.

50 Kilo Sprengstoff gestohlen: Luxemburger in Trier verurteilt

Bei der Sicherung des Sprengstoffs am 30. Januar 2019 sperrten Polizei und Feuerwehr den Ortskern von Igel weiträumig ab.
Foto: Harald Tittel/dpa
Lokales 03.07.2019 Aus unserem online-Archiv

50 Kilo Sprengstoff gestohlen: Luxemburger in Trier verurteilt

Zwei Luxemburger und zwei Deutsche sind am Mittwoch in Trier wegen des Diebstahls von rund 50 Kilogramm Sprengstoff verurteilt worden.

(str) - Das ging schnell: Nachdem die deutsche Polizei Ende Januar in einem Mehrfamilienhaus im deutschen Grenzort Igel ein größeres Sprengstoffdepot ausgehoben hatte, sind am Mittwoch nun zwei Luxemburger und zwei Deutsche von einem Jugendschöffengericht in Trier zu Jugend- und Bewährungsstrafen verurteilt worden.


Die Polizei sperrte die Zufahrt zu einem Mehrfamilienhaus, in dem in einem Keller Sprengstoff gefunden wurde.  Nach einem Sprengstofffund in Rheinland-Pfalz sind Polizei und Feuerwehr in einem nächtlichen Großeinsatz.
Sprengstoff in Igel: Zwei Luxemburger in U-Haft
Im Keller eines Wohnhauses im deutschen Grenzgebiet entdeckt die Polizei ein Depot mit hochgefährlichem Sprengstoff. Zum Vorschein kommt auch eine selbst gebaute Bombe. Unter den Tatverdächtigen sind zwei Luxemburger.

Wie "Volksfreund.de" berichtet, haben alle vier Angeklagten im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt. Ihr Motiv sei Nervenkitzel gewesen. Sie hatten bei mehreren Einbrüchen rund 50 Kilogramm Industriesprengstoff aus den Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerken (TKDZ) in Wellen gestohlen. Zwei der Beschuldigten hatten zudem im Anschluss mit dem Sprengstoff experimentiert und dabei eine nicht an den Diebstählen beteiligte Frau in Gefahr gebracht. 

Bewährung für drei Angeklagte

Das Urteil der Richter lag bereits am frühen Nachmittag vor. Drei der Angeklagten wurden laut "Volksfreund" zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt, der vierte zu einer Geldbuße. Der jüngste Angeklagte, ein 19-jähriger Deutscher, wurde so zu 21 Monaten und ein bei der Tat 21-jähriger Luxemburger zu 12 Monaten Jugendarrest verurteilt. Der Vollzug der Strafen wird zur Bewährung ausgesetzt.

Strafaufschub kommt auch einem 22-jährigen Deutschen zugute, der nach Erwachsenenstrafrecht zu zwölf Monaten Freiheitsentzug verurteilt wurde. Dem vierten Beschuldigten, einem ebenfalls 22-jährigen Luxemburger, war lediglich Hausfriedensbruch vorgeworfen worden. Seine Verurteilung zu einer Geldstrafe von 44 Tagessätzen von zehn Euro gilt als durch die Untersuchungshaft abgegolten. 

50 Kilo Sprengstoff beschlagnahmt

Der Fall nahm am 30. Januar 2019 seinen Ursprung. An diesem Abend hatte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei die Kellerräume eines Mehrfamilienhauses im Ortskern von Igel durchsucht. Dabei waren, wie das Polizeipräsidium Trier damals mitteilte, große Mengen an hochgefährlichem Sprengstoff und wohl auch ein betriebsbereiter selbst gebauter Sprengsatz sichergestellt worden. 

Auch in Luxemburg gab es an zwei Orten in diesem Zusammenhang Hausdurchsuchungen. Bei einer davon, in der Rue Paul Faber in Grevenmacher, wurde ein Kilogramm Sprengstoff sichergestellt. 


In der rue Paul Faber in Grevenmacher wurden die Beamten fündig.
Igeler Bombenbauer: Sprengstoff auch in Grevenmacher
Nach dem Sprengstofffund in Igel wurde Haftbefehl gegen die drei Tatverdächtigen erlassen. Zudem wurde ein weiterer Mann festgenommen. In seiner Wohnung in Grevenmacher wurden Sprengstoff sowie 1.000 Meter Zündschnur gefunden.

Die beschlagnahmten Explosivstoffe sowie weiteres Sprengzubehör konnten den Einbrüchen aus dem Jahr 2018 in Wellen zugeordnet werden. 

Laut "Volksfreund" verzichteten die Verurteilten am Mittwoch auf Rechtsmittel. Somit ist der Urteilsspruch rechtsgültig. 


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