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4 500 neue Häuser für Taifun–Opfer
Lokales 06.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Rotes Kreuz zieht Bilanz

4 500 neue Häuser für Taifun–Opfer

Die neuen Häuser wurden robuster und sturmtauglicher gebaut.
Luxemburger Rotes Kreuz zieht Bilanz

4 500 neue Häuser für Taifun–Opfer

Die neuen Häuser wurden robuster und sturmtauglicher gebaut.
Foto: Luxemburger Rotes Kreuz
Lokales 06.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Rotes Kreuz zieht Bilanz

4 500 neue Häuser für Taifun–Opfer

Vor einem Jahr wütete der Taifun „Haiyan“ mit bis zu 379 Stundenkilometern auf den Philippinen und hinterließ einen Ort der Verwüstung. Das Luxemburger Rote Kreuz zog am Mittwoch Bilanz über sein Wiederaufbauprojekt von 4 500 Häusern auf der Insel Samar.

(AH) - Vor einem Jahr wütete der Taifun „Haiyan“ mit bis zu 379 Stundenkilometern auf den Philippinen und hinterließ einen Ort der Verwüstung. Das Luxemburger Rote Kreuz zog am Mittwoch Bilanz über sein Wiederaufbauprojekt von 4 500 Häusern auf der Insel Samar.

„Am 8. November 2013 wurden 16 Millionen Menschen von einem der stärksten jemals gemessenen Wirbelstürme der Welt getroffen. Vier Millionen Einwohner der philippinischen Inselgruppen wurden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und über eine Million Häuser wurden zerstört. Das Luxemburger Rote Kreuz investierte eine Million Euro in die Wiederaufbauarbeiten und Hilfsleistungen für die Opfer der Sturmkatastrophe“, erklärt Marc Crochet, beigeordneter Generaldirektor des Luxemburger Roten Kreuzes.

250 000 Euro aus dem Reservefonds stellte es dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und dem Philippinischen Roten Kreuz zur Verfügung, um die Betroffenen mit Hilfsmitteln zu versorgen. In den ersten drei Monaten nach der Katastrophe wurden Spendengelder in Höhe von 50 000 Euro sowie 200 000 Euro des Luxemburger Kooperationsministeriums für die Finanzierung materieller Hilfe gewährt.

„Das Wiederaufbauprojekt des Luxemburger Roten Kreuzes auf der Insel Samar konnte durch die großzügigen Spenden (400 000 Euro) der Luxemburger Bevölkerung finanziert werden. In den vergangenen zehn Monaten wurden dort 4 500 Häuser für 25 000 Menschen neu aufgebaut“, unterstreicht Marc Crochet.

Zwei Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben auf der Insel Samar die Wiederaufbauarbeiten koordiniert. In 35 Dörfern der Insel wurden stabilere und wetterfestere Unterkünfte geschaffen. „Die Bedingungen, unter denen gearbeitet wurde, waren teils sehr schwierig. Zu den Bergdörfern führten oft keine Straßen hoch und das Material musste mit Pferden transportiert werden. Es dauerte manchmal mehrere Tage, um das Baumaterial zu beschaffen und es zur Insel zu bringen. Die Teams mussten geschult werden und selbstständig arbeiten können. Den freiwilligen Helfern und Einwohnern stellten sich also zahlreiche Herausforderungen“, erklärt Antje Mengel, Projektleiterin der Wiederaufbauarbeiten auf der Insel Samar. Solche Hilfsprojekte von humanitären Hilfsorganisationen sind alleine kaum zu bewältigen. In diesem Zusammenhang macht das Luxemburger Rote Kreuz einen Aufruf an alle professionellen Fachleute der Baubranche, um sie für eine Zusammenarbeit in Katastrophengebieten zu mobilisieren.