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37 Prozent weniger Délits de grande vitesse
Lokales 06.02.2019

37 Prozent weniger Délits de grande vitesse

37 Prozent weniger Délits de grande vitesse

Lokales 06.02.2019

37 Prozent weniger Délits de grande vitesse

Im Jahr 2018 standen insgesamt 1.501 Raser als Wiederholungstäter vor Gericht. 2016 hatten noch gut 2.400 einen Termin beim Richter.

(str) -  In den letzten drei Jahren ist die Zahl der sogenannten Hochgeschwindigkeitsdelikte drastisch gesunken. Wurden 2016 noch 2.400 solcher Straftaten festgestellt und geahndet, waren es zwei Jahre später, im Jahr 2018, nur noch 1.501. Das entspricht einem Rückgang von immerhin 37 Prozent. 

Das geht aus der Antwort des Ministers für Mobilität und Innere Sicherheit, François Bausch, auf eine parlamentarische Frage der DP-Abgeordneten André Bauler und Carole Hartmann hervor. Während die Zahl der festgestellten Straftatbestände zwischen 2016 und 2017 deutlich zurückging, bleibt sie seit 2017 auf einem konstanten Niveau.

2016 war auch das Jahr, in dem die automatisierten Radargeräte auf Luxemburger Straßen eingeführt wurden. In einer ersten Bilanzpressekonferenz einen Monat nach der Einführung war damals bekannt gegeben worden, dass innerhalb von 28 Tagen insgesamt 1.182 Délits de grande vitesse festgestellt wurden. Den nun vorgelegten Zahlen nach bedeutet das, dass knapp die Hälfte der in jenem Jahr festgestellten Hochgeschwindigkeitsdelikte binnen der ersten Tage nach der Einführung der Radarblitzer festgestellt wurde.

Ein Délit de grande vitesse liegt dann vor, wenn ein Autofahrer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 50 Prozent und mindestens 20 km/h überschreitet – und binnen drei Jahren bereits einmal wegen einer hohen Geschwindigkeitsübertretung (Contravention grave) gebührenpflichtig verwarnt wurde.

Als eine Contravention grave bezeichnet der Gesetzgeber beispielsweise eine Geschwindigkeitsübertretung, bei welcher der Autofahrer innerorts mit mehr als 65 km/h, auf einer Landstraße mit mehr als 110 km/h oder auf einer Autobahn mit mehr als 155 km/h unterwegs war.

Ein Délit de grande vitesse hat den Verlust von sechs Führerscheinpunkten und somit den sofortigen Führerscheinentzug zur Folge. Zudem erwartet den Fahrer ein Gerichtsverfahren.


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