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"25 Jahre Lëtzebuerg Weltkulturerbe": Auf Ideenfang
Lokales 2 Min. 03.07.2019 Aus unserem online-Archiv

"25 Jahre Lëtzebuerg Weltkulturerbe": Auf Ideenfang

Nach der Aufnahme der Altstadt auf die Liste des Weltkulturerbes sind in der Hauptstadt Projekte wie der Wenzel-Rundweg, der Rosengarten oder die Unesco-Promenade realisiert worden.

"25 Jahre Lëtzebuerg Weltkulturerbe": Auf Ideenfang

Nach der Aufnahme der Altstadt auf die Liste des Weltkulturerbes sind in der Hauptstadt Projekte wie der Wenzel-Rundweg, der Rosengarten oder die Unesco-Promenade realisiert worden.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 03.07.2019 Aus unserem online-Archiv

"25 Jahre Lëtzebuerg Weltkulturerbe": Auf Ideenfang

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Seit dem 17. Dezember 1994 gehört die Altstadt von Luxemburg zum Weltkulturerbe. Ein Jubiläum, das bis Ende 2020 gefeiert wird - doch nicht ohne die Öffentlichkeit.

Am 17. Dezember 1994 wurde die Altstadt von Luxemburg mit dem Unesco-Label ausgezeichnet und auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Ein Jubiläum, das in der Hauptstadt gebührend gefeiert werden soll. Doch auch, wenn bereits feststeht, dass die Feierlichkeiten sich vom 17. Dezember diesen Jahres bis zum 17. Dezember 2020 erstrecken, können bis dato lediglich einige wenige Programmpunkte genannt werden.

Dies aus gutem Grund: „Durch das Unesco-Label sind wir nicht nur verantwortlich dafür, unser Kulturerbe zu schützen, sondern dieses auch bestmöglich zur Geltung zu bringen. Und dies ist nur durch das Einbeziehen der Bürger möglich“, erklärte Simone Beck, Vorsitzende der nationalen Unesco-Kommission am Mittwochnachmittag beim offiziellen Start der Vorbereitungen zu „25 Jahre Lëtzebuerg Weltkulturerbe“.

Um dies zu ermöglichen, wurde denn auch gleich jenes Logo präsentiert, das von der Agentur „Concept Factory“ in vier Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch und Luxemburgisch) ausgearbeitet wurde und die Hauptstadt in ihren unterschiedlichen Facetten darstellt. Dieses Logo soll künftig sämtliche Events schmücken, die im Jubiläumsjahr organisiert werden. Welche Veranstaltungen dies sein werden, ist bislang noch offen.

Öffentlichkeit soll sich einbringen

Nun ist nämlich die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, Projektideen via www.patrimoinemondial.lu einzureichen. Teilnehmen können unter anderem Gemeinden, Vereinigungen, Gruppen, Privatpersonen, Schulen oder private und öffentliche Kultureinrichtungen. Dabei können die Vorschläge sowohl kultureller, pädagogischer und touristischer Natur sein.


Wanderen um Giele Botter,  Niedercorn, le 11 Juillet 2017. Photo: Chris Karaba
Ein Red Rock Trail in der Minetteregion
Ein Wanderweg samt ausgefallenen Übernachtungsmöglichkeiten soll 2022 die Südregion von Küntzig bis Bettemburg verbinden. Übernachten werden Wanderer unter anderem in alten Industriegebäuden.

 

Auf der Internetseite, die auf Französisch und Englisch zur Verfügung steht, werden die Interessierten im Detail über die Richtlinien und die Vergabe des Logos informiert und können von nun an ihren Antrag über den Link „Soumettre un projet“ einreichen. Die letzte Frist für Anträge ist am 31. Oktober 2020. Ob das Projekt aber würdig ist, unter dem Jubiläumslogo zu laufen, beziehungsweise in das Programm passt, entscheidet eine Jury mit Vertretern der Stadt Luxemburg, des Luxembourg City Tourist Office (LCTO), der nationalen Unesco-Kommission sowie des Kulturministeriums.

Insgesamt wird das Jubiläumsjahr jedoch in fünf unterschiedliche Themenbereiche aufgeteilt: Unesco-Weltkulturerbe und Erziehung, künstlerische und kulturelle Ausdrucksformen, nachhaltige Entwicklung, neue Technologien und immaterielles Erbe.

Unesco-Besucherzentrum öffnet im Dezember

Auftakt der Feierlichkeiten ist übrigens am 17. Dezember mit der Einweihung des Unesco Visitor Center im Lëtzebuerg City Museum, gefolgt von einer akademischen Sitzung im Cercle Cité. Natürlich darf auch ein Rückblick nicht fehlen: In einer Fotoausstellung der hauptstädtischen Fotothek werden die 25 vergangenen Jahre in Luxemburg-Stadt Revue passieren gelassen. 25 Jahre, in denen sich die Hauptstadt durch zahlreiche Initiativen zu einer schöneren Stadt weiterentwickelt habe, wie Kulturministerin Sam Tanson und Bürgermeisterin Lydie Polfer unterstrichen. 


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