Wählen Sie Ihre Nachrichten​

224 Unfälle in Autobahntunneln seit 2012
Lokales 19.10.2020

224 Unfälle in Autobahntunneln seit 2012

224 Unfälle in Autobahntunneln seit 2012

Foto: Gerry Huberty
Lokales 19.10.2020

224 Unfälle in Autobahntunneln seit 2012

Pierre SCHOLTES
Pierre SCHOLTES
In den vergangenen acht Jahren kamen bei zwölf Unfällen in oder um Luxemburgs Autobahntunnel Personen zu Schaden. Vor allem der Tunnel Markusberg auf der A13 wurde als "schwarzer Punkt" identifiziert.

Autobahntunnel stellen einen besonderen Gefahrenpunkt im Straßenverkehr dar. Kommt es dort zu einem Unfall, stellt das Rettungskräfte oft vor eine große Herausforderung. Die Enge im Tunnel führt zudem dazu, dass Ausweichmanöver nahezu unmöglich sind. Was wiederum zur Schwere der Unfälle beitragen kann.

Nun hat Mobilitätsminister François Bausch in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Piraten-Abgeordneten Marc Goergen erstmals Zahlen zu Unfällen veröffentlicht. Dies für den Zeitraum von 2012 bis 2019. Grund für den Zeitraum der Erhebung ist, dass erst seit 2012 bei Unfällen systematisch die GPS-Daten des Unfallorts gespeichert werden.


Streckenradar in Tunnel Markusberg in Planung
Die Entscheidung wurde getroffen, da es dort bereits viele Unfälle gegeben hat. Dass es bislang noch kein Streckenradar in Tunnels gibt, hat Gründe.

Seit 2012 ist es demnach zu insgesamt 224 Unfällen in Autobahntunnels gekommen, davon allein 15 im Tunnel Markusberg auf der A13 - knapp über sieben Prozent. Was schwere Unfälle betrifft, also jene bei denen Personen zu Schaden gekommen sind, sind drei Abschnitte besonders hervorzuheben: die Tunnel auf der A7 mit sechs schweren Unfällen; der Tunnel Markusberg auf der A13 mit drei schweren Unfällen; und die Tunnel auf der A1 mit ebenfalls drei schweren Unfällen.

Mobilitätsminister François Bausch streicht in seiner Antwort wegen des erhöhten Gefahrenpotenzials in Autobahntunneln die Wichtigkeit des Tempolimits von 90 Km/h hervor. Deshalb sei die Radarüberwachung im Tunnel ein adäquates Mittel, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Fest eingeplant ist bislang jedoch einzig die Einführung eines Streckenradars im Tunnel Markusberg auf der A13.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema