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20. Dezember 1945: Kriegsgefangenene, Kriegsflüchtlinge
Lokales 20.12.2014 Aus unserem online-Archiv

20. Dezember 1945: Kriegsgefangenene, Kriegsflüchtlinge

Luxemburger auf der Flucht vor Krieg, und das während der Ardennenoffensive. Das Bild zeigt das Haus Mehlen in Christnach.

20. Dezember 1945: Kriegsgefangenene, Kriegsflüchtlinge

Luxemburger auf der Flucht vor Krieg, und das während der Ardennenoffensive. Das Bild zeigt das Haus Mehlen in Christnach.
FOTO: MNHM
Lokales 20.12.2014 Aus unserem online-Archiv

20. Dezember 1945: Kriegsgefangenene, Kriegsflüchtlinge

Wer sind die Kriegsflüchtlinge auf dem Bild? Wir bekamen viele Antworten auf unseren Aufruf.

(mt) - Der Text zum heutigen Bild der „Battle of The Bulge“ war den Kriegsgefangenen vorbehalten, insbesondere den amerikanischen, von denen etliche in den ersten Tagen der deutschen Offensive festgenommen wurden.

US-amerikanische Kriegsgefangene zu Beginn der Ardennenoffensive.
US-amerikanische Kriegsgefangene zu Beginn der Ardennenoffensive.
FOTO: BUNDESARCHIV

Da es aber überraschend viele Reaktionen auf unseren gestrigen Aufruf in  gab, wer die Kriegsflüchtlinge sind, die wir auf dem Foto gezeigt haben, kommen wir nochmals auf dieses Bild zurück.

Das Foto zeigt eine Familie, die vor dem Kriegswirren die Flucht ergreift. Wo das Bild aufgenommen wurde und wer die Personen sind, war uns bis gestern nicht bekannt. Nun aber können wir die Geschichte zu diesem Bild vervollständigen.

„Et ass mein Hémechtshaus, 16, rte de Larochette zu Kreschtenéch“, schrieb uns Jean-Pierre Mehlen. Er war damals drei Jahre alt und kann sich noch vage an diese Flucht erinnern. Auf dem Foto sind u.a. seine Eltern, Henri und Louise Mehlen. Sie mussten damals nach Lintgen zur Familie Schoellen fliehen. Das Haus ist noch immer Besitz der Familie, und wird inzwischen von der vierten Generation Mehlen bewohnt.

Vielen Dank allen Lesern, die uns zugeschrieben haben.

Aus dem "Luxemburger Wort" vom 19. Dezember 1944

„Dass General Eisenhower gestern abend die Nachrichtensperre über die gesamte Westfront verhängt hat, ist an und für sich nichts neues. Nachrichtensperren haben wir bereits verschiedentlich für einzelne Armeen gehabt. Es waren dies jedesmal Tage, an denen sich die Erfolgsmeldungen häuften, um plötzlich mit der ganzen Wucht ihrer freudig erregenden Bedeutung auf uns einzustürmen. So z. B. war es damals, als die Amerikaner in einigen Wochen ganz Nordfrankreich überrannten und die Deutschen in heilloser Flucht bei uns hier durchzogen. Von Rundstedt hat sonderbarerweise ebenfalls gestern abend eine Nachrichtensperre über die Westfront verhängt. Ob er dies aus derselben inneren Festigung heraus tun konnte, dürfte eher fraglich erscheinen. Zwar hat seine Offensive in den ersten Tagen beachtliche Erfolge an der belgischen und luxemburgischen Grenze erzielt, doch schien gestern das Tempo des deutschen Vorstoßes bereits merklich abgebremst.“ (LW, 19. Dezember 1944)