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189 Fahrradfahrer in drei Jahren verunglückt
Lokales 01.08.2019 Aus unserem online-Archiv

189 Fahrradfahrer in drei Jahren verunglückt

Zwischen 2016 und 2018 wurden 58 Fahrradfahrer bei Unfällen schwer verwundet.

189 Fahrradfahrer in drei Jahren verunglückt

Zwischen 2016 und 2018 wurden 58 Fahrradfahrer bei Unfällen schwer verwundet.
dpa-tmn
Lokales 01.08.2019 Aus unserem online-Archiv

189 Fahrradfahrer in drei Jahren verunglückt

Die sogenannte sanfte Mobilität auf zwei Rädern ist nicht völlig ungefährlich, wie Zahlenmaterial des Statec verdeutlicht.

(TJ) - Von 2016 bis 2018 waren in Luxemburg 189 Fahrradfahrer in Unfälle verwickelt. Vier von ihnen mussten mit ihrem Leben bezahlen. Dies geht aus Zahlenmaterial des statistischen Amtes Statec hervor.


Ohne Einsicht keine Rücksicht
Seit der Einführung der 1,50-Meter-Abstandsregel vor 14 Monaten ist noch kein einziger Verstoß von der Polizei geahndet worden. Und doch sind sie alltäglich.

84 Prozent der Unfallopfer waren Männer, im Schnitt sind die Unfallopfer 43 Jahre alt. 117 Fahrradfahrer wurden bei den Unfällen leicht, 58 schwer verwundet. Nur zehn der verunglückten Biker kamen mit dem Schrecken davon. Neun Prozent waren unter 18 Jahre alt. Die Alterssparte der 45-54-Jährigen ist mit insgesamt 46 Verwundeten oder Getöteten am stärksten vertreten.

Nicht verwunderlich ist, dass die meisten Unfälle während der Monate mit gutem Wetter passierten (36 im Juli, 25 im Juni) derweil die Monate Dezember (4) Januar (11) und Februar (4) in dieser Hinsicht eher ruhig ausfielen. Wenn diese Feststellung an und für sich logisch ist, so ist die Tatsache, dass die meisten Unfälle im Kanton Clerf (67) stattfanden, derweil im Kanton Vianden nicht ein einziger Unfall notiert wurde, unerklärlich. Im Kanton Luxemburg wurden 43 Unfälle aufgezeichnet.

Zwei Drittel der Unfälle passierten innerorts. Außerhalb der Ortschaften waren es 23 Prozent, während nur zwölf Prozent der Stürze oder Kollisionen auf den eigentlichen Fahrradwegen stattfanden. Zeitlich gesehen, stellt man fest, dass von 6 bis 9 Uhr und zwischen 16 und 19 Uhr die meisten Unfälle passierten - auch das ist nicht verwunderlich.

Ursachen


Lokales, rue des romains, Velo, Fahrrad, Fahrradspuer, Fahrradpiste, Radfahrer fahren gegenverkehrt in die rue des Romains ,dieser Radfahrer fährt richtig  Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
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Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern auf Kreuzungen sind mit vier von zehn Fällen  die Unfallursache Nummer eins. Im Total wurden 79 Zwischenfälle dieser Art notiert. In 23 Fällen kollidierten sie frontal mit anderen Verkehrsteilnehmern, 21 Biker stürzten ohne Fremdeinwirkung.

Fahrradfahrer sind trotz allem nicht so schlecht wie ihr Ruf: 40 Prozent der Zweiradfahrer verunglückten aufgrund eines Verkehrsdeliktes (Bei den Autofahrern beträgt dieser Prozentsatz 59 Prozent). Drei Prozent hatten zu tief ins Glas geschaut - gegenüber 13 Prozent bei den Autofahrern.


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