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18 Jahre Haft für Lousada gefordert
Lokales 2 Min. 29.01.2015 Aus unserem online-Archiv

18 Jahre Haft für Lousada gefordert

Gilles Lousada (Mitte) muss sich auf eine lange Haftstrafe einstellen.

18 Jahre Haft für Lousada gefordert

Gilles Lousada (Mitte) muss sich auf eine lange Haftstrafe einstellen.
Anouk Antony
Lokales 2 Min. 29.01.2015 Aus unserem online-Archiv

18 Jahre Haft für Lousada gefordert

Im Prozess gegen Gilles Lousada und Habès B., die im Dezember 1999 einen Bankangestellten und dessen Familie zu Hause überfallen haben sollen, forderte die Anklagevertreterin 18 beziehungsweise 
15 Jahre Haft. 

Im Prozess gegen Gilles Lousada und Habès B., die im Dezember 1999 einen Bankangestellten und dessen Familie zu Hause überfallen haben sollen, forderte die Anklagevertreterin gestern 18 beziehungsweise 
15 Jahre Haft. Mildernde Umstände seien aufgrund der besonderen Schwere der Tat nicht gegeben, hieß es.

Am Donnerstag ging der Strafprozess gegen den bereits anderweitig verurteilten Schwerverbrecher Gilles Lousada sowie dessen Komplizen Habès B. zu Ende. Beide werden beschuldigt, zwischen dem 9. und 10. Dezember 1999 einen Bankangestellten und dessen Familie in deren Privathaus überfallen und festgehalten zu haben, um so an den Inhalt des Tresors der Bank zu gelangen.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft forderte 18 Jahre Haft ohne Bewährung für Gilles Lousada und 15 Jahre ohne Bewährung für seinen Komplizen Habès B. In ihrem Strafantrag appellierte sie an das Gericht, keine mildernden Umstände gelten zu lassen, da der Raubüberfall mit Geiselnahme einer ganzen Familie als außerordentlich schwere Straftat anzusehen sei, insbesondere weil zwei Minderjährige unter den Opfern gewesen seien.

Der Anwalt der Familie des Bankangestellten, welche im Prozess als Zivilpartei auf Schadensersatz klagt, forderte zudem insgesamt 300 000 Euro Entschädigungssumme für die Mitglieder der Familie – wohl wissend, dass die beiden Angeklagten nicht die Mittel hätten, diese Summe aufzubringen. In diesem Fall würde nach einem dementsprechenden Urteil eine Entschädigung bis zu einer Maximalsumme von rund 63 000 Euro aus einem staatlichen Entschädigungsfonds gezahlt.

Der Verteidiger von Gilles Lousada, Me Roby Schons, forderte schlussendlich nicht weniger als einen Freispruch für seinen Mandanten, für den die Maxime „im Zweifel für den Angeklagten“ gelten müsse. Sowohl die vorsitzende Richterin Sylvie Conter wie auch die stellvertretende Staatsanwältin schienen der Argumentation der Verteidigung jedoch nicht allzu viel Glaubwürdigkeit zugestehen zu wollen.

DNS-Spuren von David 
Sciutti und Gilles Lousada seien an mehreren Stellen gefunden worden, sodass überhaupt kein Zweifel daran bestehe, dass sich beide Männer zur Tatzeit im Haus der Familie befunden hätten. Auch die These von Me Schons, dass die DNS seines Mandanten möglicherweise von einer Drittperson am Tatort hinterlassen worden sei, um diesen zu belasten, sei nicht glaubwürdig. Für die Beteiligung von Gilles Lousada würde zudem sprechen, dass die Gattin des Bankangestellten eine Maschinenpistole genau beschrieben habe, welche später im Besitz von Gilles Lousada gefunden wurde – neben weiteren belastenden Gegenständen wie Sturmhauben, die ebenfalls der Beschreibung der Zeugen entsprechen würden.

Das Urteil wird voraussichtlich am 24. Februar bekannt gegeben.


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