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14 Millionen Blätter Papier für die Ministerien
Lokales 20.08.2019 Aus unserem online-Archiv

14 Millionen Blätter Papier für die Ministerien

In den Ministerien ist weiterhin viel Papier im Umlauf.

14 Millionen Blätter Papier für die Ministerien

In den Ministerien ist weiterhin viel Papier im Umlauf.
Foto: Shutterstock
Lokales 20.08.2019 Aus unserem online-Archiv

14 Millionen Blätter Papier für die Ministerien

Luxemburg ist vom paperless weit entfernt. Die Ministerien haben im vergangenen Jahr über 14 Millionen Papierblätter zur Verfügung. Kostenpunkt: rund 75.000 Euro.

(SH) - Die Digitalisierung schreitet weiter voran, dennoch wird in den Luxemburger Ministerien weiterhin viel Papier benutzt. 14.257.750 Blätter sollten im vergangenen Jahr den Betrieb der einzelnen Ministerien garantieren. 

Damit hat sich die Anzahl der Blätter in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verändert, obwohl auch die Staatsdienste vom allgemeinen Wachstum betroffen sind. Dies erklärte Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Marc Goergen (Piraten).

Steigende Preise 

Allerdings musste die Division des imprimés et fournitures de bureau des Zentrum für Informationstechnologien des Staates, die für die Papierbestellungen zuständig ist, im vergangenen Jahr weitaus tiefer in die Tasche greifen, als noch in den Vorjahren. 75.554,58 Euro fielen für das Papier an. 2014 waren es 66.191,70 Euro, 2016 gar „nur“ 58.734,41 Euro. Dies erkläre sich vor allem dadurch, dass der Papierpreis gestiegen sei. Kosteten 1.000 Blätter 2014 noch 4,394 Euro, so waren es im vergangenen Jahr 5,299 Euro.


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Niemanden benachteiligen

Es sei unterdessen nicht ersichtlich, wann ein Blatt für die interne Nutzung innerhalb eines Ministeriums genutzt wird und wann dies im Rahmen einer Interaktion mit einem Bürger – etwa um eine Genehmigung oder ein Attest auszustellen – der Fall sei. 

 Wie Dieschbourg weiter erklärt, sei die Regierung dabei, einzelne Prozeduren zu digitalisieren. Dies sei etwa der Fall für den Angelschein, der komplett ohne Papier ausgestellt wird. Ein QR-Code dient zur Überprüfung. Diese Prozedur soll auf weitere Dokumente ausgebaut werden. 

Ganz ohne Papier werden die Ministerien aber kaum auskommen. In einer Zeit, in der noch nicht jeder Bürger Zugriff auf digitale Prozeduren hat, sei es der Regierung nämlich wichtig, niemanden zu benachteiligen, so die Ministerin.