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13.110 AstraZeneca-Dosen zerstört
Lokales 07.12.2021
Haltbarkeitsdatum abgelaufen

13.110 AstraZeneca-Dosen zerstört

Haltbarkeitsdatum abgelaufen

13.110 AstraZeneca-Dosen zerstört

Foto: AFP
Lokales 07.12.2021
Haltbarkeitsdatum abgelaufen

13.110 AstraZeneca-Dosen zerstört

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Da der Wirkstoff abgelaufen war, musste er zerstört werden. Die Santé liefert aber widersprüchliche Angaben zur Anzahl.

Ende November musste eine größere Anzahl Dosen AstraZeneca zerstört. Dies geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Sven Clement (D'Piraten) an die Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) hervor. Die betroffenen Flakons hätten ein auf den 30. November datiertes Verfallsdatum gehabt und wären deshalb vernichtet worden. 

Die in der Antwort angegeben Zahlenangaben scheinen indes fehlerhaft zu sein. Es ist die Rede von 131 betroffenen Flakons und 13.110 Impfdosen. Demnach würde ein Fläschchen mehr als 100 Dosen beinhalten. Laut Herstellerangaben können je nach Behältnisgröße (4 oder 5 ml) jedoch nur acht bis zehn Dosen pro Flakon entnommen werden. Am Dienstag veröffentlichte das Ministerium eine Berichtigung der Zahlen. Demzufolge waren 1.311 Flakons betroffen. 

Keine Lieferung seit September

Die genannte Zahl der Impfdosen stimmt indes auch mit früheren Angaben des Ministeriums überein. In einer Antwort auf eine parlamentarische Frage der Abgeordneten Nathalie Oberweis (Déi Lénk) von Anfang November ist von 13.110 Impfdosen mit einem solchen Verfallsdatum die Rede

Wie nun aus der aktuellen Antwort hervorgeht, habe sich die Zahl der verabreichten Impfdosen seitdem nicht verändert. Der Impfstoff des Unternehmens würde nicht mehr in der „Gunst der Öffentlichkeit stehen“ und sei deshalb auch inzwischen nicht mehr in Luxemburg verimpft worden. 

Seit Mitte September erhalte das Großherzogtum denn auch keine Lieferung des Wirkstoffes mehr. Die Haltbarkeit des Impfstoffes sei nicht mehr ausreichend gewesen, um eine zweite Dosis damit zu garantieren. 


A doctor shows an empty vial of AstraZeneca vaccine against the coronavirus (Covid-19) are seen at a drive-in for vaccinations in Schwelm, western Germany, on April 7, 2021, amid the ongoing pandemic. - Because the appointments at the vaccination centre in the Ennepe-Ruhr district are booked up for weeks, the administration reacted and set up the temporary vaccination drive-in (approx. 500 metres long, two vaccination tents, 40 employees) on the car park of a sports hall on the Easter weekend. (Photo by Ina FASSBENDER / AFP)
AstraZeneca für EMA "Kein Risiko" - Luxemburg impft weiter
Der Nutzen des Wirkstoffes sei weiterhin höher zu bewerten als die Risiken. Auch Luxemburg impft wieder mit dem Impfstoff.

Es hätten auch keine ausreichenden Daten des Herstellers vorgelegen, die es erlauben würden, die  Haltbarkeit der Impfdosen zu verlängern. Demnach sei es auch nicht möglich gewesen, die Impfdosen zu spenden. 

Mitte März sorgte der Corona-Impfstoff von AstraZeneca erstmals europaweit für Diskussionen. In mehreren Ländern traten vereinzelte Fälle von bestimmten Blutgerinnseln kurz nach der Impfung auf. Die Nebenwirkung gilt als sehr selten, kann aber unter Umständen tödlich enden. Im April war in Luxemburg eine Frau an den Folgen einer, wahrscheinlich durch die Impfung hervorgerufenen, Thrombose verstorben.  

In einer vorherigen Version des Artikels waren die Zahlen ohne eine entsprechende Einordnung wiedergegeben worden.   

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