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100,7-Journalisten als Verdächtige verhört
Lokales 30.05.2018 Aus unserem online-Archiv

100,7-Journalisten als Verdächtige verhört

100,7-Journalisten als Verdächtige verhört

Foto: Guy Wolff
Lokales 30.05.2018 Aus unserem online-Archiv

100,7-Journalisten als Verdächtige verhört

Gilles SIEBENALER
Gilles SIEBENALER
Im Zuge der sogenannten "Chamber Leaks"-Affäre wurden nun der Chefredakteur von Radio 100,7, Jean-Claude Franck, sowie der Journalist Claude Biver von der Kriminalpolizei vorgeladen.

Der Chefredakteur von "Radio 100,7", Jean-Claude Franck, sowie der dort tätige Journalist Claude Biver wurden von der Kriminalpolizei als Verdächtige verhört. Dies berichtet das Online-Magazin "Reporter". Die Vorladung steht in Zusammenhang mit der sogenannten "Chamber Leaks"-Affäre.

Auf LW-Nachfrage bestätigt die Pressestelle der Justiz das Verhör der beiden Journalisten und auch, dass die beiden nicht als Zeugen, sondern als Verdächtige verhört worden seien. Damit ist klar, dass sie direkt im Visier der Ermittlungen der Kriminalpolizei stehen. Laut Pressestelle der Justiz seien die Journalisten aber nicht offiziell beschuldigt. Die entscheide der zuständige Untersuchungsrichter nach Analyse des Dossiers.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Journalisten unerlaubtes Eindringen in ein informatisches System sowie Datendiebstahl vor.


Radio 100,7 Kirchberg. Photo: Guy Wolff.
Hausdurchsuchung bei Radio 100,7
Die Kriminalpolizei hat am Dienstagmorgen in den Redaktionsräumen von Radio 100,7 einen Durchsuchungsbefehl vollstreckt. Hintergrund ist offenbar die sogenannte "Chamber Leaks"-Affäre.

Die "Chamber Leaks"-Affäre geht auf März dieses Jahres zurück. "Radio 100,7"-Journalisten hatten berichtet, dass es eine Sicherheitslücke in der Datenbank der Chamber-Webseite gab. Durch diese Lücke konnte man mithilfe von manipulierten Web-Adressen Zugriff auf nicht-öffentliche Dokumente erlangen - darunter provisorische Berichte der Geheimdienstkontrollkommission, Genehmigungen für zusätzliche Gelder beim SREL und interne Dokumente zur Vorbereitung von Besuchen ausländischer Gäste.

Der Radiosender selbst sieht den Zugriff auf die Dokumente nicht als illegalen Vorgang an.

Bereits vor zwei Wochen war im Zuge der Ermittlungen eine Hausdurchsuchung in den Redaktionsräumen von „Radio 100,7“ durchgeführt worden.


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