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Zweirad-Alternativen für Autofahrer: Roller statt Rush-Hour-Stress
Besonders in der Stadt können Roller die Mobilität erhöhen.

Zweirad-Alternativen für Autofahrer: Roller statt Rush-Hour-Stress

Foto: dpa-tmn
Besonders in der Stadt können Roller die Mobilität erhöhen.
Lifestyle 2 Min. 28.07.2016

Zweirad-Alternativen für Autofahrer: Roller statt Rush-Hour-Stress

Im Stau stehen frustriert wohl die meisten Autofahrer. Wer auf Motorkraft nicht verzichten will und flexibler werden möchte, kann auf zwei Räder wechseln. Auch mit dem Autoführerschein gibt es viele Möglichkeiten.

(dpa/tmn/mk) - Es ist Rush-Hour, der Verkehr stockt. Doch auf dem Radweg schwirren die Fahrräder vorbei. Plötzlich taucht ein Roller auf, der sich zwischen den Autos hindurchschlängelt und problemlos weiterfährt. Sicher, das rücksichtslose Verhalten mancher Zweiradfahrer nervt viele Autofahrer, es bringt sie aber auch ins Grübeln: Wäre ein Zweirad eine mögliche Alternative für die täglichen Fahrtwege?

Größere Distanzen werden mit dem Fahrrad etwas anstrengend. Doch es bleiben noch andere Optionen, um auf zwei statt vier Rädern voranzukommen. Gerade im städtischen Raum sind Roller eine gute Auto-Alternative. Wer einen gültigen Autoführerschein besitzt, darf nämlich auch Kleinkrafträder mit einem festgelegten Hubraum fahren. Welche Modelle dies sind, darüber gibt die Seite des Transportministeriums Auskunft.

Allerdings braucht es etwas Übung, um sicher unterwegs zu sein. Gerade das Verhalten in Kurven und beim Bremsen kann ungeübte Zweirad-Fahrer überraschen. Experten raten deshalb zu einer Einweisung in einer Fahrschule. Üben kann man auch auf einem leeren Parkplatz. In der Stadt sollte man dann anfangs zu verkehrsarmen Zeiten fahren.

Roller kosten vergleichsweise wenig Versicherung und Steuern. Außerdem fällt die Parkplatzsuche leichter. Aus ökologischer Sicht ist Roller aber nicht gleich Roller. Normale Roller müssen seit Januar 2016 die Euro-4-Norm erfüllen. Sie stoßen trotzdem anteilig mehr gesundheitsschädliche Abgase aus als moderne Autos. Außerdem sind sie laut.

Mit Elektro-Antrieb unterwegs

Eine umweltfreundliche Alternative dazu sind strombetriebene E-Roller. Sie machen keinen Lärm, sind emissionsfrei und haben rund 100 Kilometer Reichweite. Für Strecken bis zu 30 Kilometern können E-Bikes das Auto ersetzen. Damit kann der Durchschnittsradler wesentlich längere Strecken fahren. Für größere Distanzen sind S-Pedelecs ideal: Sie unterstützen den Radler bis zu 45 km/h mit elektrischer Motorkraft. Man darf sie mit einem Autoführerschein fahren.

Beim Pedelc sorgt das Gewicht des Motors im Hinterrad für sehr gute Traktion.
Beim Pedelc sorgt das Gewicht des Motors im Hinterrad für sehr gute Traktion.
Foto: dpa-tmn

Obwohl Radler besonders mit S-Pedelecs wesentlich schneller fahren können als mit normalen Drahteseln, sollten sie im dichten Verkehr lieber etwas Tempo rausnehmen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit könnten sie sonst von Autofahrern übersehen werden. E-Bikes und S-Pedelecs sind im Vergleich zu normalen Fahrrädern recht teuer. Ihr Unterhalt ist aber im Vergleich zum Auto günstig.

Einen Kofferraum haben weder Pedelecs noch Roller. Bei Pedelecs - wie auch bei normalen Fahrrädern - lassen sich Tragetaschen anbringen und Gepäckträger und Lenkerkorb nutzen. Roller bieten unter der Sitzfläche etwas Stauraum. Wer sich einen Roller oder ein Pedelec zulegt, sollte bedenken: Sie brauchen einen sicheren Stellplatz. Und bei manchen klimatischen Bedingungen wie Eis, Schnee, aber auch heftigem Regen und Sturm, stoßen sie an Grenzen.

Nicht mit Shorts und Flip-Flops

Sommer-Klamotten an, Helm auf, los geht's! So halten es viele Roller-Fahrer im Sommer. Doch das ist leichtsinnig. Auch auf dem Roller sollte man Motorradkleidung tragen. Das muss keine dicke Lederkluft sein, es gibt für Rollerfahrer durchaus leichte Motorradbekleidung. Nach der Fahrt - etwa zur Arbeit - passen die Sachen in den Stauraum unter dem Rollersitz. Um auch im Dunkeln gut sichtbar zu sein, sollte die Kleidung reflektierende Elemente haben. Ebenso empfehlenswert sind Handschuhe.


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