Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Zu Tisch bitte!: Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken
Lifestyle 6 2 Min. 27.09.2017

Zu Tisch bitte!: Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Ein imposantes Möbelstück muss auch wirken können: Daher raten Einrichtungsexperten, der langen Tafel so viel Raum wie möglich im Zimmer zu geben. Die Firma Walter Knoll setzt ihren Tisch namens «Tadeo» entsprechend ins Szene (Preis auf Anfrage).

Zu Tisch bitte!: Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Ein imposantes Möbelstück muss auch wirken können: Daher raten Einrichtungsexperten, der langen Tafel so viel Raum wie möglich im Zimmer zu geben. Die Firma Walter Knoll setzt ihren Tisch namens «Tadeo» entsprechend ins Szene (Preis auf Anfrage).
Foto: Walter Knoll/dpa
Lifestyle 6 2 Min. 27.09.2017

Zu Tisch bitte!: Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Der große Esstisch ist das Zentrum des Familienlebens. Hier isst man nicht nur. Man spielt, bastelt, kommuniziert, streitet und arbeitet daran. Gerade sind über drei Meter lange Tafeln sehr angesagt. Doch sie brauchen weit mehr Platz, als viele denken.

(dpa) - Es ist angerichtet: Wer derzeit durch Möbelhäuser läuft, sieht stärker als früher ein Möbelstück im Fokus der Präsentationen: die Tafel. Um den schmalen, aber langen Esstisch hat sich so etwas wie ein kleiner Hype entwickelt. Bis zu 3,60 Meter lange Möbel sind bei vielen Herstellern nun Standard.

Die Tafel passt in das große Thema Kommunikation. Hier kann die ganze Familie noch zusammenkommen, es wird gegessen und gelernt, gebastelt, genäht, gespielt. Diese Entwicklung der Esstische zum Zentrum für die Familie hat dazu geführt, dass die Möbel immer größer werden.

Doch nicht jeder hat dafür Platz. Und selbst wenn die Tische an sich gut Platz im Esszimmer finden, heißt das noch lange nicht, dass aus Sicht der professionellen Raumgestaltung der Platz ausreichend ist. Die Erklärung: So ein großes, imposantes Möbel braucht auch Raum, um zu wirken. Das ist vergleichbar: Luxusmöbel wirken nur deswegen so luxuriös, weil sie viel Platz haben.

So sieht das auch die Einrichtungsberaterin Katharina Semling: „Eine Tafel braucht Platz zum Atmen, wie manch ein gutes Bild. Daher sollte es relativ luftig um sie sein.“ 

Den reinen Raumbedarf für einen Tisch kann man berechnen: Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) rät ganz grundsätzlich, für jede Person an einem Esstisch 60 mal 40 Zentimeter Platz einzuplanen. Für eine Familie mit vier Personen hat der Tisch somit am besten ein Mindestmaß von 120 mal 80 Zentimeter.

Semling rät sogar zu 70 Zentimetern Breite und dazu 40 Zentimeter Tiefe für jede Person. „Damit ist genügend Abstand zum Nachbarn gegeben“, erklärt sie. „In der Tischmitte wird ein 15 bis 20 Zentimeter breiter Streifen für Schüsseln, Schalen und Terrinen benötigt, so dass eine Gesamtbreite von 90 bis 100 Zentimeter für einen Esstisch ideal ist.“ Für die Tafel empfiehlt sie sogar 100 bis 120 Zentimeter Breite.

Dazu kommen natürlich die Maße der Stühle. Um bequem sitzen zu können, muss an der für die Essgruppe vorgesehenen Fläche auch so viel Platz zur Verfügung stehen, dass zwischen Tischplatte und der Sitzfläche von Stuhl oder Bank ein Abstand von 27 bis 31 Zentimetern möglich ist.

Des Weiteren ist Raum zum Aufstehen in die Rechnung aufzunehmen, was durch ein Nachhintenschieben des Stuhls geschieht. Und letztlich sollte es für die imposante Wirkung der Tafel ja noch mal etwas Luft um die Möbelgruppe geben: Zu rundherum 50 Zentimeter wird geraten, Semling empfiehlt sogar mindestens 80 Zentimeter.

Eine Esstafel braucht auch gute Begleiter: Aktuell modisch sind hier Stühle in einem anderen Stil als der Tisch. Zum Beispiel sehen zu dem leicht archaischen Charakter eines massiven Holztisches Stühle in Weiß und mit Chrom gut aus. Ein Tipp für den Winter: auf die Sitzschalen ein Fell oder eine Decke legen, was das Sitzen an sich gemütlicher macht und zugleich ein weiterer Stilbruch auf dem eher clean wirkenden Stuhl ist.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Rosa Möbel: Plötzlich irgendwie cool
Rosa wirkt sanft, mädchenhaft und fröhlich. Kein Wunder also, dass in bewegten Zeiten eine so unschuldige Farbe im Design wieder den Ton angibt. Und das vom Sofa bis zur Wand.
Zum Themendienst-Bericht von Uta Abendroth vom 10. Juli 2017: Der Einrichter Vitra zeigt in seinem Museum in Weil am Rhein einen Wohntraum (nahezu) komplett in Rosa.  
(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Lorenz Cugini/Vitra/dpa-tmn
Teppiche: Die neuen Stars in der Wohnung
Lange galten die Bodenbeläge eher als Notwendigkeit denn als Hingucker. Doch das hat sich geändert. Geholfen hat dabei sicher, dass international bekannte Möbel-Designer sich inzwischen auch dem Bodenbelag widmen.
Zum Themendienst-Bericht von Uta Abendroth vom 1. Mai 2017: Die handgeknüpften Teppiche von Hossein Rezvani stehen für modernes Design aus dem Iran. 
(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Hossein Rezvani/dpa-tmn
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.