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Sommer, Sonne und mehr
Lifestyle 13 4 Min. 07.07.2021
Zu Gast im Club Med La Palmyre Atlantique

Sommer, Sonne und mehr

Der romantische Sonnenuntergang darf nicht fehlen: Blick von der Restaurantterrasse auf das Meer bei Les Mathes.
Zu Gast im Club Med La Palmyre Atlantique

Sommer, Sonne und mehr

Der romantische Sonnenuntergang darf nicht fehlen: Blick von der Restaurantterrasse auf das Meer bei Les Mathes.
Foto: Club Med
Lifestyle 13 4 Min. 07.07.2021
Zu Gast im Club Med La Palmyre Atlantique

Sommer, Sonne und mehr

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Die französische Atlantikküste präsentiert sich derzeit von ihrer allerbesten Seite. Ein Besuch im sommerlichen Les Mathes bei Royan.

Hektisches Treiben, Maskenpflicht auf dem Bahnsteig und Temperaturen von über 30 Grad – der Bahnhof Bordeaux-Saint-Jean, einer der meistfrequentierten seiner Art im Südwesten des Hexagons, wirkt am Anreisetag nicht gerade einladend. 

Doch knapp 1,5 Autostunden entfernt wartet Entspannung auf die Reisegruppe, die sich von Luxemburg und Brüssel aus in den Westen Frankreichs aufgemacht hat: Ein Glas Aperol Spritz in der Hand – oder wie man hier sagt „un spritz“ –, Sonnenbrille auf und schon geht es los mit dem Urlaub im Club Med La Palmyre Atlantique, dem einzigen Resort des Anbieters in Frankreich, das am Meer gelegen ist.

Auf der Hinfahrt deutete noch nichts auf die vielen Menschen hin, die hier auf dem Gelände verteilt ihren Sommerurlaub genießen – denn die kleinen Dörfer, die auf dem Weg nach Les Mathes bei Royan passiert werden, wirken äußerst verschlafen. „Im vergangenen Jahr und auch jetzt ist viel weniger los als sonst“, erklärt die Taxifahrerin, mit der man sich entspannt über die Ereignisse der vergangenen Monate austauschen kann. „Vor allem die Gäste aus dem Ausland fehlen“, so die Fahrerin.

Im Club Med scheint dagegen ganz Frankreich versammelt zu sein – und auch die Benelux-Staaten, denn ab und an dringen auch andere Sprachen am Pool und in einem der beiden Restaurants ans Ohr. Frankreich beendet langsam den touristischen Winterschlaf, die Menschen sind ganz wild auf Sonne, Strand und Meer. Etwas, das sie hier, an der Atlantikküste, überall vorfinden können.  

Ohne Maske an den Strand

Die Gäste im Club Med kommen mit den veränderten Regeln in der Anlage, die je nach aktueller Corona-Lage angepasst werden, gut zurecht, wie Jonathan Abbadie, der Chef de Village, berichtet. Urlauber werden bereits vor der Anreise informiert und auch in der Anlage selbst an die Hand genommen – so sollen alle Missverständnisse aus der Welt geschafft werden. Wer sich auf den Weg zum Meer macht, kann die Schutzmaske getrost außer Acht lassen. 

Ein schmaler Fahrradweg trennt die Anlage vom öffentlichen Strand, an dem am Wochenende hunderte Menschen aus der Region die Sonnenstrahlen genießen und Erfrischung im doch nicht ganz so warmen Atlantik suchen. Hier mischen sich Clubgäste unter Einheimische – das gilt auch für die „base nautique“ des Resorts, die knapp einen Kilometer nördlich angesiedelt ist. Windsurfen und Segeln stehen hier auf dem Programm, Sunnyboys mit blondiertem Haar inklusive.


„Es ist unsere Aufgabe, bestmöglich zu informieren“
Jonathan Abbadie, Chef de village des Club Med La Palmyre Atlantique in Les Mathes bei Royan, berichtet von der Arbeit nach dem Lockdown.

Das Departement Charente-Maritime, in dem der Club Med La Palmyre Atlantique zu finden ist, ist zwar nicht besonders dicht besiedelt und von der Landwirtschaft geprägt – und trotzdem ein echter Urlaubermagnet. Städte wie La Rochelle locken ebenso Besucher an wie bekannte Sehenswürdigkeiten. Etwa das Fort Boyard, das als Drehort eines Reality-TV-Formats weltweit Bekanntheit erlangte. In Les Mathes und der Umgebung locken gleich mehrere Attraktionen. 

Zunächst einmal der Zoo, den die Club-Med-Urlauber innerhalb weniger Minuten zu Fuß erreichen können. Der sogenannte Zoo de la Palmyre, der sich auf rund 18 Hektar erstreckt, empfängt in normalen Jahren rund 700.000 Besucher. 

Hauptattraktionen der 1966 eröffneten Anlage sind der Flamingo-Wasserfall, an dessen Fuß zahlreiche Tiere mit ihren Küken zu finden sind, sowie die riesige Affenanlage, wo nicht nur Orang-Utans und Schimpansen, sondern auch Gorillas ein neues Zuhause gefunden haben. Wer möchte, kann mit den Tieren sogar auf Tuchfühlung gehen – etwa Giraffen mit dem am Eingang erhältlichen Futter beglücken.

Der älteste Leuchtturm des Landes

Eine andere Sehenswürdigkeit ist einen weiteren „Steinwurf“ vom Club entfernt: Der Phare de Cordouan, der älteste Leuchtturm Frankreichs, ist seit 1611 in Betrieb und befindet sich in der Gironde-Mündung, wenige Kilometer vor der Küste von Les Mathes und Royan. Er kann sogar besichtigt werden – entweder mit dem eigenen Boot oder mit einem der Partnerunternehmen vor Ort.

Apropos Küste: Natürlich dürfen die landestypischen Speisen – in diesem Fall Meeresfrüchte – nicht fehlen. Der Club Med serviert in einem der beiden Restaurants, das von der Terrasse aus einen Blick auf den Atlantik bietet, unter anderem Muscheln und andere Spezialitäten aus der Region. Austernfreunde dürfen sogar noch tiefer in die Thematik einsteigen. „Sie können sich bei einem Ausflug über die Zucht informieren“, erklärt Club-Chef Abbadie. 


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Topdestination hierfür ist das benachbarte La Tremblade, eine Hochburg der Austernzucht. Von dort aus bietet sich auch ein Abstecher ins idyllische Mornac sur Seudre an, wo ein Bummel durch den Dorfkern Urlaubsfeeling aufkommen lässt. Verbunden werden die beiden Orte vom „Train des Mouettes“, einem von einer Dampflok angetriebenen Zug, der in den Sommermonaten verkehrt.

Im Herbst wird es in der Region ein wenig ruhiger – im Club, der Ende Oktober seine Tore schließt, werden weiter Gäste zu finden sein, denn Geschäftsreisende profitieren vom Event- und Congress-Zentrum und können gleich vor Ort übernachten. Nach den Schulferien werden sie im Resort tagen – und neben der Arbeit auch ein wenig Zeit finden, um das Meer und seine Annehmlichkeiten zu genießen.

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