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Zocken mit allem Drum und Dran
Lifestyle 4 Min. 31.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Grundausstattung für Gamer

Zocken mit allem Drum und Dran

 Im Wandel der Zeit: Die große Zeit der Bewegungssteuerungen ist schon wieder vorbei.
Grundausstattung für Gamer

Zocken mit allem Drum und Dran

Im Wandel der Zeit: Die große Zeit der Bewegungssteuerungen ist schon wieder vorbei.
Foto: dpa-tmn
Lifestyle 4 Min. 31.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Grundausstattung für Gamer

Zocken mit allem Drum und Dran

Wie schnell muss meine Internetleitung sein? Und was kostet ein guter Spielemonitor? Computer- und Videospiele versprechen unkompliziertes Loslegen, rundherum gibt es aber viele offene Fragen.

(dpa/tmn) - Das schnelle Match im Bus zur Arbeit, der Fußball-Manager in der Mittagspause oder das mehrstündige Abenteuer am Abend. Computer- und Videospiele sind heute vielfältiger denn je. Richtig Spaß machen sie aber nur, wenn das Drumherum stimmt, vom Controller über den Internetanschluss bis zu Fernseher und Monitor. Was wirklich wichtig für den Spielspaß ist auf einen Blick:

Das richtige Gerät: Konsole, PC oder Smartphone? „Jedes der Geräte hat seine ganz eigenen Stärken“, sagt Maximilian Schenk, Geschäftsführer beim deutschen Verband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). „Spielekonsolen sind etwa ideal, um gemeinsam mit Freunden direkt loszuspielen.“ Fummelei mit Treibern und Einstellungen entfällt im Gegensatz zum PC, wo Bastler dagegen wirklich jedes Detail beeinflussen können. Und Smartphones und Tablets sind eher nichts für lange Spielesitzungen, sondern eher für zwischendurch gedacht. „Insbesondere das Smartphone ist immer mit dabei, um die alltäglichen Pausen zu überbrücken“, so Schenk.

Alles unter Kontrolle: Die große Zeit von Bewegungssteuerungen wie Kinect und Playstation Move ist vorbei. Stattdessen dominiert in der Konsolenwelt der Controller. Und selbst der PC, bei dem viele Spieler auf Maus und Tastatur als Eingabegerät schwören, unterstützt die Pads von Playstation und Xbox problemlos. Für Maximilian Schenk ein guter Kompromiss: „Sie sind präzise und auch für Einsteiger schnell zu erlernen“, sagt er. „Insgesamt stellen Eingabegeräte aber immer eine Einstiegshürde für den unerfahrenen Nutzer dar.“ Absolute Anfänger starten daher besser mit Spielen für Smartphone und Tablet, die sich per Touchscreen steuern lassen.

Beste Bilder am Schreibtisch: Für klassische PC-Spieler am Schreibtisch ist ein ordentlicher Monitor unverzichtbar. Teuer sind gute Geräte zum Glück nicht: Für ein ordentliches 24-Zoll-Gerät werden etwa 130 Euro fällig, spieletaugliche 27-Zöller gibt es ab 200 Euro. Teurer wird es für anspruchsvolle Spieler, die Wert auf hohe Auflösungen jenseits von Full HD oder Luxusoptionen wie Nvidias G-Sync für besonders flüssige Bilder legen. Immer ratsam ist es, beim Kauf auf kurze Reaktionszeiten von 2 Millisekunden oder weniger zu achten. Und auch Höhenverstellbarkeit ist für langes Zocken ohne Rückenschmerzen nie verkehrt.

Präzise und einsteigerfreundlich: Konsolen-Controller laufen auch am Spiele-PC.
Präzise und einsteigerfreundlich: Konsolen-Controller laufen auch am Spiele-PC.
Foto: dpa-tmn

Beste Bilder im Wohnzimmer: Nicht nur für Konsolenbesitzer ist ein guter Fernseher Pflicht, auch PC-Spieler stellen ihren Rechner immer öfter ins Wohnzimmer. Ein Luxus-TV-Gerät für mehrere 1000 Euro brauchen aber selbst anspruchsvolle Zocker nicht, urteilt die Zeitschrift „Gamepro“. Gut ist dagegen, wenn der Fernseher einen sogenannten Gaming- oder Spiele-Modus hat: Damit lassen sich sogenannte Bildverbesserer, die beim Zocken nur stören, einfach abschalten. Wer viele Konsolen und andere Geräte im Wohnzimmer stehen hat, sollte außerdem auf genügend HDMI-Anschlüsse achten.

Die Umgebung: Der beste Fernseher oder Monitor nutzt nichts, wenn Spieler zu weit davon entfernt sitzen oder durch Sonneneinstrahlung nichts sehen. Die Größe des TV-Geräts sollte in etwa dem Zwei- bis Dreifachen des Sitzabstands entsprechen. Wer viel tagsüber spielen will, braucht außerdem Vorhänge, mit denen sich störendes Tageslicht fernhalten lässt. Alternativ lässt sich im Spiel auch die sogenannte Gammakorrektur hochregeln: Die allermeisten Titel haben eine solche Option, komplett mit nützlichen Testbildern für die Suche nach der richtigen Einstellung.

Downloads ohne Wartezeiten: Die großen Konsolenspiele gibt es heute auf Blu-ray. Viele kleinere Titel, PC-Spiele und Apps für Smartphone und Tablet sind aber nur noch als Download verfügbar - und manchmal viele Gigabyte groß. Und die Patches, die neue Funktionen hinzufügen oder Fehler korrigieren, sind oft kaum kleiner. Wohl dem, der da einen schnellen Internetzugang hat.

Schnelle Reaktionen: Bei Schießereien oder Fußball-Partien ist das Surftempo dagegen weniger wichtig. Entscheidend ist die Reaktionszeit, der sogenannte Ping. Und der hat mit dem Surftempo kaum etwas zu tun. Auch zwischen den verschiedenen Zugangstechnologien wie DSL oder Kabel gebe es kaum Unterschiede. Mit einer Ausnahme: Bei einer Mobilfunkverbindung sind die Reaktionszeiten immer langsamer. Relativ schnelle Reaktionen haben Sie auf dem Smartphone nur per LTE oder WLAN.

Ein stabiles Netzwerk: Das Heimnetzwerk hat dagegen durchaus Einfluss auf den Ping: Mit einer Kabelverbindung hat man einen Hauch bessere Reaktionszeiten als per WLAN. Das ist aber etwas, was vermutlich nur Profis und bei ganz schnellen Spielen auffällt. Ansonsten ist ein stabiles, schnelles Heimnetzwerk vor allem für Nutzer wichtig, die Spiele durch ihre Wohnung streamen, zum Beispiel mit Geräten wie Nvidia Shield oder dem Steam Link: Gibt es da ständig Verbindungsabbrüche und Temposchwankungen, leidet der Spielspaß schnell unter Rucklern und Grafikfehlern.

Guter Ton: Die eingebauten Lautsprecher der meisten Fernseher liefern kaum tollen Klang. Hier müssen eine Anlage oder wenigstens eine Soundbar her. Am PC greifen Spieler entweder zu Aktivboxen oder einem Headset mit eingebautem Mikro für Gespräche in Mehrspieler-Partien. Anständige Geräte gibt es da laut „Gamestar“ sogar schon für 15 Euro. Besser ist nach Ansicht der Experten aber die Kombination aus Kopfhörer und externem Mikro: Lösungen für insgesamt 30 Euro stecken da den Angaben nach schon deutlich teurere Headsets in die Tasche.

Und noch mehr: Vor ein paar Jahren war 3D auch beim Spielen das große Thema. Heute spielt die dritte Dimension per Brille auf keiner Plattform mehr eine Rolle. Das Trendthema dagegen ist Virtual Reality: Geräte wie Oculus Rift von Facebook, HTC Vive oder Samsung Gear VR versprechen intensive Spielerlebnisse wie nie zuvor. Allerdings sind sie auch noch sehr teuer, vor allem inklusive der Anschaffungskosten für passende, leistungsstarke PCs oder Smartphones. Etwas günstiger könnte der VR-Einstieg erst mit Sonys Playstation VR werden, die Ende des Jahres auf den Markt kommt.


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Foto: Caroline Seidel