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Xenia Overdose: "Disziplin ist alles"
Xenia Adonts aka Instagram-Star Xenia Overdose

Xenia Overdose: "Disziplin ist alles"

Foto: Hunkemöller
Xenia Adonts aka Instagram-Star Xenia Overdose
Lifestyle 6 Min. 29.07.2018

Xenia Overdose: "Disziplin ist alles"

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Xenia Adonts aka Xenia Overdose zählt zu den bekanntesten Influencern im deutschsprachigen Raum. Mit Hunkemöller hat die 27-Jährige nun eine gemeinsame Sportswear-Kollektion auf den Markt gebracht.

Xenia Adonts, Sie sind ein echter Star auf Instagram. Können Sie sich noch an Ihre ersten Kontakte mit diesem Medium erinnern?

Instagram war früher eigentlich nur eine Bearbeitungs-App für mich. Versehentlich habe ich dann mal ein Bild hochgeladen und bemerkt, dass man dafür total viele Likes bekommt. (lacht) Das war ein Zufall. Dann hab' ich einfach noch mehr Fotos hochgeladen, meine Freunde sind mir gefolgt und so wurde das immer mehr ...

Haben Sie keine Probleme damit, sich selbst auf Fotos zu präsentieren?

Als ich 16 war, habe ich ein Jahr in Amerika gelebt. Dort war es normal, wirklich jeden Moment auf einem Foto festzuhalten. Ich war auch eine der Ersten in meiner Schule, die Facebook hatte. Schon früher habe ich es geliebt, Fotos zu machen, bereits als Kind und Jugendliche – obwohl es damals noch keine sozialen Netzwerke gab, bei denen man diese hätte nutzen können.

Sie sind viel unterwegs. Gibt es trotzdem so etwas wie einen normalen Tagesablauf für Sie?

Das, was einem normalen Leben am nächsten kommt, das sind die Tage hier in Hamburg, weil ich dann auch meine Familie und Freunde sehen kann. Ansonsten habe ich keine Routine im Leben. Ich wache sogar manchmal auf und weiß nicht, in welcher Stadt ich gerade bin, weil ich manchmal einen Tag hier und dann zwei Tage dort bin. Das ändert sich so schnell, dass man manchmal gar nicht mitkommt.

Xenia bei der Präsentation der Kollektion in Hamburg.
Xenia bei der Präsentation der Kollektion in Hamburg.
Foto: Hunkemöller

Ist das ein Problem für Sie?

Es nervt mich nicht. Ich arbeite auch daran, alles sehr bewusst zu erleben und nicht in meiner Arbeit unterzugehen. Ich bin mit meinen Gedanken halt oft woanders, versuche aber verstärkt doch präsent zu sein. Man kann sich sonst leicht darin verlieren.

Als Influencer ist man nicht nur ständig auf Reisen, sondern auch ein gefragter Partner für Kooperationen. Wie kam die Zusammenarbeit mit Hunkemöller zustande?

Ich fand die Idee, eine eigene Kollektion herauszubringen, ganz cool – und Hunkemöller hat als erstes zugeschlagen. Und meine Freundin Pamela (Anm. d. Red: Pamela Reif, eine bekannte Fitness-Influencerin) hat schon mit ihnen zusammengearbeitet – und da das ganz vernünftig aussah (lacht), habe ich sofort ja gesagt.

Wie lief die Zusammenarbeit ab?

Ich habe mich mit dem Designteam getroffen, sie haben mir einige Ideen erläutert und ich habe meine Vorschläge eingebracht. Wir sind dann ziemlich schnell auf den gleichen Nenner gekommen – und sie haben das auch ziemlich gut umgesetzt.

Wieso hat man sich dafür entschieden, mit Ihnen eine Sportswear-Kollektion herauszubringen?

Sport ist, auch wenn es nicht eines meiner Hauptthemen ist, ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich erhalte auch viele Nachrichten, dass ich Mädels dazu motiviere, Sport zu machen. Solch ein Feedback ist echt cool. Vielleicht gibt die Kollektion nochmals einigen Mädels einen Push, ins Gym zu gehen.

Man soll mit den Stücken aber nicht nur im Fitnessstudio eine gute Figur machen. Warum war dieser Aspekt so wichtig für Sie?

Ich trage eigentlich immer bequeme Kleidung – deswegen greife ich immer zu Sneakers und nie zu Heels. Und wenn ich ein paar Stunden arbeite und dann beschließe, zum Sport zu gehen, habe ich oft keine Lust auf den großen Aufwand. Umziehen, die Sporttasche packen. Und dieses Hindernis lässt sich einfach überwinden, wenn man eine Leggins und einen Sportsbra anzieht und ne coole Jacke überzieht. Damit kann man auch auf die Straße gehen. Und selbst wenn man nicht zum Sport will: Es ist super bequem und gibt einem ein gutes Gefühl.

Achten Sie auch sehr auf Ihre Ernährung?

Die Leute sind immer überrascht, wenn sie mich treffen, denn ich esse eigentlich recht viel und würde das auch gerne mit meinen Followern teilen. Leider esse ich alles schon auf, bevor ich ein Foto machen kann – und einen leeren Teller will niemand sehen. Ich mag gesundes Essen sehr, würde mir aber nie etwas verbieten. Ich versuche einfach aufzuhören, wenn ich satt bin.

Legen Sie vor einem Shooting immer eine zusätzliche Trainingseinheit ein?

Mein Motto ist eher „go with the flow“. Ich mache Sport – meist zwei mal 20 Minuten High Intensity Training –, wenn es mir passt und, um mich gut zu fühlen – und nicht, um schlank zu bleiben. Ich habe vor zehn Jahren mal jede Diät ausprobiert, die es gibt ... aber ich kann das einfach nicht.

Ansonsten ist Disziplin aber sehr wichtig, oder?

Disziplin ist alles. (lacht) Ich bin ein extrem ehrgeiziger Mensch. Mir wurde das auch schon von meinen Eltern vorgelebt. Die Arbeit soll einen erfüllen, und ich denke, dass man etwas finden muss, in dem man aufgeht. Dann klappt das mit der Disziplin schon von alleine. Ich sehe es auch als eine Form von Investment.

Xenia und Chefdesignerin Zoë Price-Smith.
Xenia und Chefdesignerin Zoë Price-Smith.
Foto: Hunkemöller

Bedeutet dies, dass Sie täglich 24 Stunden Xenia Overdose sind?

Ich schalte tatsächlich nie ab – was in meinem Fall aber eher etwas Negatives ist. Es ist nämlich auch wichtig, sich Auszeiten zu gönnen. Mir sagen die Leute auch ständig, dass ich mal zurückfahren und weniger machen soll, aber ich bin einfach mit Leidenschaft dabei. Manchmal muss ich mich sogar dazu zwingen, nicht jeden Tag Sport zu machen. Man muss eine Balance finden – und daran arbeite ich gerade.

Zieht Ihr Ruhm eigentlich viele neue und womöglich falsche Freunde an?

Meine echten Freunde kenne ich seit vielen Jahren – aus der Zeit vor meiner Karriere. Diese Kontakte pflege ich auch sehr. Neue Leute lasse ich eher nicht an mich ran, denn ich weiß, dass sie mir nie neutral gegenüber sind. Außer vielleicht, wenn sie auch im Business arbeiten. Aber grundsätzlich will ja immer jemand etwas von mir. Und daher bin ich da eher distanziert.

Wann haben Sie das letzte Mal jemanden getroffen, der nicht wusste, wer Xenia Overdose ist?

Die Leute in den USA kennen mich nicht. Denen erzähle ich auch nie, dass ich einen Instagram-Account habe. Ich sage immer, dass ich im Marketing-Bereich einer PR-Agentur arbeite. (lacht) Es ist einfach erfrischend, wenn mich die Leute so behandeln wie jeden anderen auch. Sie sollen mich als die Person wahrnehmen, die ich im echten Leben bin.


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