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Worauf es bei IP-Kameras ankommt
Lifestyle 2 Min. 02.11.2019

Worauf es bei IP-Kameras ankommt

Auch um die Kleinen im Blick zu behalten, kann man IP-Kameras nutzen - wie hier bei Bosch wird das Bild aus dem Kinderzimmer auf den Bildschirm gesendet.

Worauf es bei IP-Kameras ankommt

Auch um die Kleinen im Blick zu behalten, kann man IP-Kameras nutzen - wie hier bei Bosch wird das Bild aus dem Kinderzimmer auf den Bildschirm gesendet.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 02.11.2019

Worauf es bei IP-Kameras ankommt

Videos, die für ein sicheres Gefühl sorgen: Überwachungskameras können zum Schutz der eigenen vier Wände praktisch sein.

(dpa) - Die Zahl der Einbrücke ist von 2017 auf 2018 angestiegen - und nicht wenige Eigentümer wollen ihre eigenen vier Wände überwacht wissen und bringen dafür vernetzte Kameras an. 

Bei Netzwerkkameras oder IP-Kameras handelt es sich um LAN- oder WLAN-fähige Videokameras. „Die Kameras versenden ihre Bilder über eine Netzwerkinfrastruktur, die Laptops, Smartphones und weitere Geräte bereits zum Netzwerk- und Internetzugang nutzen“, erklärt Andrijan Möcker von der Fachzeitschrift „c't“. Drei Typen von IP-Kameras Momentan finden Verbraucher auf dem Markt. 

 Sieht aus wie eine Skulptur und fällt auf den ersten, schnellen Blick gar nicht als Kamera auf: die Kasa Cam von TP-Link.
Sieht aus wie eine Skulptur und fällt auf den ersten, schnellen Blick gar nicht als Kamera auf: die Kasa Cam von TP-Link.
Foto: dpa

Bei lokalen IP-Kameras bleiben die Aufzeichnungen und Daten auf einem Server im Heimnetzwerk - ein Vorteil, wenn zum Beispiel das Internet ausfällt. Allerdings muss die Auswertung lokal erfolgen, was zusätzlichen Aufwand bedeuten kann, erläutert Möcker. Sogenannte Cloud-IP-Kameras speichern ihre Aufnahmen hingegen auf einem Server im Internet - was häufig mit einem Abo verbunden ist. Bedient werden die Geräte meist über eine Smartphone-App oder eine Weboberfläche. 

Besonders wer technisch weniger versiert ist oder aber keine zusätzliche Hardware möchte, profitiert laut Möcker von Cloud-IP-Modellen. Von Nachteil sei aber, dass je nach Videoqualität nicht unerheblich viel Upstream-Bandbreite am Internetanschluss belegt wird. Und die Daten gingen unter Umständen verloren, wenn die Webverbindung ausfällt. 

Das Persönlichkeitsrecht von Gästen endet nicht am Eingang zur Wohnung: Auch bei der Überwachung in den eigenen vier Wänden gibt es rechtliche Grenzen.
Das Persönlichkeitsrecht von Gästen endet nicht am Eingang zur Wohnung: Auch bei der Überwachung in den eigenen vier Wänden gibt es rechtliche Grenzen.
Foto: D-Link/dpa

Manche Modelle verbinden beide Funktionsweisen und lassen dem Nutzer die Wahl, in welchem Modus die Kamera betrieben werden soll. Viele IP-Kameras haben zudem einen Speicherkarten-Slot. Auf einer SD- oder Mikro-SD-Karte werden Videodaten im Gerät abgespeichert. Eine Alternative für jene, die ihre Aufnahmen nicht auf einem Server wissen wollen. Sie nehmen auch ohne Netzverbindung auf. 

Bewegungssensoren erkennen Tiere und Menschen 

Die Kameras verfügen meist über Bewegungssensoren. Diese nutzen elektromagnetische Wellen mit einer hohen Frequenz, um die Umgebung zu scannen. Als Auslöser zur Aufnahme können zum Beispiel nur Objekte definiert werden, die selbst eine Wärmequelle darstellen - darunter Menschen, Tiere, aber auch Fahrzeuge. 

Wer Kameras wie die Netatmo Presence zur Überwachung außen am Haus anbringt, muss wissen: Sie dürfen in der Regel nur das eigene Grundstück filmen.
Wer Kameras wie die Netatmo Presence zur Überwachung außen am Haus anbringt, muss wissen: Sie dürfen in der Regel nur das eigene Grundstück filmen.
Foto: dpa

„Über eine zugehörige App kann dann eine Push-Mitteilung auf dem Smartphone erscheinen, wenn eine Bewegung erkannt wird“, erklärt Tim Metzger vom Technikportal „Netzwelt.de“. Eine praktische Funktion sind außerdem einstellbare Aufnahmezeiten, so dass die Kamera nur bei Abwesenheit aktiv ist. 


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Beim Kauf sollten Verbraucher auf einige Qualitätsstandards achten. Wenn die IP-Kamera für den Außeneinsatz vorgesehen ist, sollte sie wetterbeständig und daher mindestens gemäß IP65 geschützt sein, so Metzger. Die Schutzart IP65 besagt, dass die Kamera staubdicht und gegen Strahlwasser aus einem beliebigen Winkel geschützt ist. 

HD-Auflösung und Weitwinkeloptik IP-Kameras sollten mindestens HD-Auflösung bieten und über eine Weitwinkeloptik ab 100 Grad aufwärts verfügen, um einen möglichst großen Teil der Umgebung abzudecken. Um auch im Dunkeln „sehen“ zu können, benötigt eine Netzwerkkamera Infrarot-LEDs. Zudem sollten Verbraucher darauf achten, dass die Kamera und die jeweilige App oder PC-Anwendung mit einem sicheren Passwort geschützt ist. „Wichtig ist, nach der Ersteinrichtung das Standardpasswort zu ändern und stets die aktuelle Firmware zu installieren“, empfiehlt Metzger. „Das beugt eventuellen Sicherheitslücken vor.“ 


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