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WLAN: Tipps für mehr Tempo
Lifestyle 3 Min. 23.06.2019

WLAN: Tipps für mehr Tempo

Mit „Magic 2“ bietet Devolo ein neues Powerline-System an, mit dem man ein schnelles WLAN-Netzwerk mit Mesh-Funktion bis in die hinterste Ecke der Wohnung spannen kann. Preis: um 200 Euro.

WLAN: Tipps für mehr Tempo

Mit „Magic 2“ bietet Devolo ein neues Powerline-System an, mit dem man ein schnelles WLAN-Netzwerk mit Mesh-Funktion bis in die hinterste Ecke der Wohnung spannen kann. Preis: um 200 Euro.
Foto: Hersteller
Lifestyle 3 Min. 23.06.2019

WLAN: Tipps für mehr Tempo

Rasend schnell statt Kriechgeschwindigkeit: Wie man das WLAN zu Hause bestens optimiert und welche Geräte dabei helfen können.

von Torsten Könekamp 

Mit dem Boom von Smart-Home-Geräten und Streamingdiensten wie Spotify oder Netflix ist ein stabiles WLAN-Netzwerk wichtiger denn je. Doch wenn das Internet in den eigenen vier Wänden mal wieder ruckelt, gibt man schnell dem Internetanbieter die Schuld – häufig zu Unrecht. Denn während viele Nutzer ohne mit der Wimper zu zucken 1 000 Euro für ein Smartphone oder einen Fernseher ausgeben, spart man beim Router oft am falschen Ende.

Hinzu kommt: Der Router steht oft dort, wo der Kabel- und Telefonanschluss ist – und das ist meist in der entlegensten Ecke der Wohnung. Das Ergebnis ist ein Funknetz, das häufig nicht einmal bis in die Küche reicht. Bevor man also einen neuen WLAN-Verstärker kauft, sollte man zunächst einige Dinge überprüfen.

Auch in Zeiten von LTE gehen die meisten Geräte immer noch über WLAN ins Netz – und sorgen dabei immer wieder mit schlechtem Empfang für Ärger. Geräte, die nahe dem Router stehen, kann man alternativ auch per Kabel verbinden. Das entlastet nicht nur das Funknetzwerk, sondern sorgt auch für eine stabilere Datenrate.

„Google Wifi“ ist ein kleiner, weißer Zylinder mit einem Leuchtring in der Mitte. Die Installation erfolgt mithilfe einer Smartphone-App und ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Der Preis für ein Gerät liegt bei 140 Euro, im Doppelpack bei circa 250 Euro.
„Google Wifi“ ist ein kleiner, weißer Zylinder mit einem Leuchtring in der Mitte. Die Installation erfolgt mithilfe einer Smartphone-App und ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Der Preis für ein Gerät liegt bei 140 Euro, im Doppelpack bei circa 250 Euro.
Foto: Hersteller

Perfekt platziert

Die richtige Position des Routers und die Ausrichtung seiner Antennen können Wunder wirken. Daher sollte man unterschiedliche Aufstellorte ausprobieren. Weiterhin kann es helfen, den Router etwas erhöht an der Wand aufzuhängen.

Gibt es an bestimmten Positionen dennoch keinen ausreichend guten Empfang, sollte man die Strecke dazwischen prüfen: Bestimmte Dinge dämpfen ein Signal besonders stark – etwa Heizkörper, Wasser führende Rohre, Stahlbetonwände, ein großes Metallregal und sogar große Zimmerpflanzen. Hat man das Problem identifiziert, genügt es oft, den Router um einen Meter zu verschieben.


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Fit fürs Streaming
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Wenn im Haus viele WLAN-Netzwerke zu empfangen sind, können die sich in die Quere kommen und gegenseitig stören. Damit bei Engpässen selbstständig ein ruhigerer Funkkanal gesucht werden kann, sollte daher im Router die automatische Kanalauswahl gewählt werden.

Auch der Wechsel vom 2,4-GHz- ins moderne 5-GHz-Netz kann viel verändern. Dort sind aktuell noch deutlich weniger Funknetzwerke aktiv. Achtung: Nicht alle Endgeräte unterstützen diese Frequenz.

Immer auf dem neuesten Stand

Auch ein Router oder Repeater sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Wie beim PC oder Smartphone holen die Hersteller gelegentlich mit Softwarekniffen mehr Leistung heraus oder beheben Fehler. Die Funktion „automatische Updates“ sollte daher unbedingt aktiviert ein.

Benötigt man ein DSL-Modem und WLAN, dazu noch eine Basisstation für das Schnurlostelefon, dann lohnt ein Blick auf die „Fritzbox 7590“, die rund 270 Euro kostet. Das Modell ist gerüstet für schnelles DSL und flottes WLAN.
Benötigt man ein DSL-Modem und WLAN, dazu noch eine Basisstation für das Schnurlostelefon, dann lohnt ein Blick auf die „Fritzbox 7590“, die rund 270 Euro kostet. Das Modell ist gerüstet für schnelles DSL und flottes WLAN.
Foto: Hersteller

Manchmal muss aber ältere Hardware ersetzt werden: Neuere Router bieten mehr Leistung. Viele Features, wie etwa 5-GHz-Netzwerke werden von älteren Modellen noch nicht unterstützt. Gegebenenfalls kann ein neuer Router das WLAN-Problem auch ohne Erweiterung meistern.

Viele aktuelle Router benennen die beiden Netze gleich und wechseln etwa bei Smartphones je nach Position und Abstand zum Router ins jeweils günstigere Netz. Manchmal kommt es hier zu Problemen – etwa, weil der automatische Wechsel ins schnellere Netz nicht klappt oder viel zu spät erfolgt. Anwender können die beiden Netze in den Router-Einstellungen – gemäß der Anleitung des jeweiligen Router-Modells – unterschiedlich benennen und den Wechsel ins bessere Netz jeweils selbst am jeweiligen Gerät vornehmen. 


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