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Wie eine Haute-Couture-Robe entsteht
Lifestyle 14 2 Min. 28.02.2022 Aus unserem online-Archiv
César 2022

Wie eine Haute-Couture-Robe entsteht

Vor der César-Verleihung geht es in den Haute-Couture-Ateliers hoch her - so auch bei Louis Vuitton.
César 2022

Wie eine Haute-Couture-Robe entsteht

Vor der César-Verleihung geht es in den Haute-Couture-Ateliers hoch her - so auch bei Louis Vuitton.
Foto: Gregoire Vieille
Lifestyle 14 2 Min. 28.02.2022 Aus unserem online-Archiv
César 2022

Wie eine Haute-Couture-Robe entsteht

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Welche Arbeit hinter den Kleidern steckt, die die Stars bei der diesjährigen César-Verleihung in Paris trugen, verrät das Traditionshaus Louis Vuitton.

Endlich ein wenig Normalität, endlich wieder eine große Gala: Die César-Verleihung, die am vergangenen Wochenende stattfand, lockte erneut Stars aus aller Welt in die französische Hauptstadt. Die Kameralinsen waren natürlich auf die Preisträger gerichtet, etwa Valérie Lemercier, die für ihren Auftritt in „Aline“ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Oder Benoît Magiel, der den Preis für den besten Darsteller erhielt.

Im Blitzlichtgewitter standen ebenfalls viele andere Gäste der Veranstaltung, allen voran die weiblichen, die mit ihren aufwändigen Roben das Augenmerk der Fotografen auf sich zogen. So etwa Agathe Rousselle. Die Französin, die für ihre Rolle im Film „Titane“ in der Kategorie „Meilleur espoir féminin“ nominiert war, trug ein maßgeschneidertes Spitzenkleid mit einem auffälligen weißen Kragen und einer Samtschleife, das mit schwarzen Pailletten versehen wurde. 

Das Pariser Traditionshaus Louis Vuitton, das die Aktrice ausstattete, gewährte mit Fotografien Einblick in den aufwändigen Herstellungsprozess: Die Pailletten, die das gesamte Kleid - das aus der Feder des Designers Nicolas Ghesquière stammt - bedecken, wurden per Hand angebracht. Alleine diese Sisyphusarbeit wurde mit 220 Arbeitsstunden veranschlagt. Dazu kamen nochmals 200 Stunden für die Fertigung der Gesamtkomposition. 

Viel Schwarz, wenig Farbe

Ähnlich auffälig und aufwändig waren auch die Roben der anderen Gästinnen, die sich von Louis Vuitton ausstatten ließen: Megastar Léa Seydoux etwa trug ein schulterfreies Seidenkleid und dazu ein weißes Polka-Dot-Cape. Cate Blanchett griff zu einem Pailletten-Blazer in Kombination mit einer schwarzen Hose. 

Schwarz war nicht nur bei diesen drei Schauspielerinnen die alles bestimmende Farbe: Viele der Anwesenden hielten sich an einen ungeschriebenen Dresscode. Wer nicht auf dunkle Töne setzte, wählte eine dezente Farbe: Noée Abita (in Celine) etwa Gold oder Cécile de France (in Dior) einen Creme-Ton. Ebenfalls nicht in Schwarz wollte Schauspielerin Renate Reinsve auf den roten Teppich treten. 


Luxembourger actress Vicky Krieps poses upon arrival for the 47th edition of the Cesar Film Awards ceremony at the Olympia venue in Paris on February 25, 2022. (Photo by Geoffroy VAN DER HASSELT / AFP)
Vicky Krieps verpasst César für beste weibliche Hauptrolle
Dafür holte aber „Le Sommet des Dieux", eine Koproduktion der Luxemburger Mélusine Productions, den César des besten Animationsfilms.

Die 34-jährige Norwegerin entschied sich für ein burgunderrotes Samtkleid mit schwarzer Spitze. Alleine um die Bustier-Partie mit Pailletten und Perlen zu versehen, benötigte man im Louis-Vuitton-Atelier rund 150 Stunden, wie das Luxushaus mitteilte. Für die restlichen Arbeiten gibt die Marke eine Arbeitszeit von 200 Stunden an. 

Es bleibt abzuwarten, ob der wohl auch der derzeitigen weltpolitischen Lage geschuldete Trend zu schwarzen Kleidern weiter bestehen bleibt. Das wird sich spätestens in einem Monat zeigen: Am 28. März findet die diesjährige Oscar-Verleihung statt - und dann heißt es erneut „sehen und gesehen werden“ ... und das in einem noch größeren Ausmaß.   


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