Wählen Sie Ihre Nachrichten​

WHO: Coronavirus ist „Gefahr für die ganze Welt“
Lifestyle 28.05.2013 Aus unserem online-Archiv

WHO: Coronavirus ist „Gefahr für die ganze Welt“

Die Staaten müssten im Hinblick auf das Coronavirus gemeinsam auf die „Alarmglocke“ reagieren, so die WHO.

WHO: Coronavirus ist „Gefahr für die ganze Welt“

Die Staaten müssten im Hinblick auf das Coronavirus gemeinsam auf die „Alarmglocke“ reagieren, so die WHO.
Symbolbild: Shutterstock
Lifestyle 28.05.2013 Aus unserem online-Archiv

WHO: Coronavirus ist „Gefahr für die ganze Welt“

Ein neuer Erreger tritt vor allem im Nahen Osten auf und wird durch Reisen auch in andere Länder eingeschleppt: Die WHO schätzt das Coronavirus als sehr gefährlich ein. Die Symptome ähneln einer Grippe.

(dpa) - Angesichts von mehr als 20 Todesfällen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eindringlich vor dem neuen Coronavirus gewarnt. Unter allen Gesundheitsproblemen mache ihr dieser Erreger „derzeit die größten Sorgen“, erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf. „Das neue Coronavirus ist eine Gefahr für die ganze Welt.“ Es ähnelt dem Sars-Erreger, an dem vor zehn Jahren etwa 800 Menschen starben.

Der WHO wurden seit September 2012 bis zum 23. Mai 2013 aus acht Ländern insgesamt 44 bestätigte Infektionen mit dem neuen Erreger (MERS-CoV) gemeldet. 22 Patienten starben an den Folgen der Krankheit, die grippeähnliche Symptome aufweist und unter anderem zu lebensgefährlichen Entzündungen der Atemwege führen kann.

„Gemessen an den potenziellen Gefahren wissen wir zu wenig über dieses Virus“, sagte Chan laut WHO-Mitteilung zum Abschluss der 66. Weltgesundheitsversammlung am Montag. „Keine neue Krankheit ist unter Kontrolle, die sich rascher entwickelt als unser Verständnis davon.“

Allmähliche Vebreitung durch Reisen

Laut der letzten Aktualisierung der WHO-Statistik zum neuen Coronavirus (23. Mai) wurden bestätigte Ansteckungen vor allem im Nahen Osten registriert - in Saudi-Arabien, Jordanien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Allein die Gesundheitsbehörden Saudi-Arabiens meldeten demnach 22 Erkrankungen mit zehn Todesfällen.

In Deutschland, Frankreich, Tunesien und Großbritannien seien Fälle von Ansteckungen aufgetreten, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit Reisen in die betroffenen Nahost-Länder stehen.