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Was in den Tresor sollte und was nicht
Lifestyle 3 Min. 02.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Sicherheit zu Hause

Was in den Tresor sollte und was nicht

Welche Sicherheitsstufe ein Tresor hat, ist nicht von außen zu erkennen – damit kein Einbrecher sich darauf einstellen kann.
Sicherheit zu Hause

Was in den Tresor sollte und was nicht

Welche Sicherheitsstufe ein Tresor hat, ist nicht von außen zu erkennen – damit kein Einbrecher sich darauf einstellen kann.
Foto: Kai Remmers/dpa-tmn
Lifestyle 3 Min. 02.02.2022 Aus unserem online-Archiv
Sicherheit zu Hause

Was in den Tresor sollte und was nicht

Man muss nicht viel besitzen, um einen Tresor füllen zu können. Es tut auch weh, wenn unwiederbringliche Erinnerungsstücke entwendet werden.

(dpa/tmn) - Ein Tresor ist nicht nur etwas für reiche Menschen. Auch wer keinen teuren Schmuck oder wertvolle Sammlungen besitzt, hat Sachen, die darin lagern können: wichtige Unterlagen oder die Datenträger mit diesen, vor allem aber unwiederbringliche Erinnerungsstücke. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Tresore.

Schreckt ein Tresor in der Wohnung Einbrecher ab?

Ein Tresor sendet Eindringlingen zwei Signale: Zum einen deutet er darauf hin, dass der Besitzer etwas Wertvolles hat, das er besonders sicher verwahren will. Zum anderen signalisiert er, dass der Haushalt sicherheitsorientiert ist und es schwer sein könnte, an die Wertstücke zu kommen. „Je nach Temperament des Kriminellen kann er also Einladung oder Abschreckung sein“, sagt Helmut Rieche von der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“.

Was sollte ich in den Tresor legen?

Vieles liegt auf der Hand: Wertsachen wie Schmuck, Uhren, Edelsteine, Kunstgegenstände und teure Sammelobjekte. Aber auch wichtige Unterlagen wie Versicherungspolicen, Kaufverträge, Passwörter oder Datenträger mit diesen Informationen sind in einem Tresor sicherer als im normalen Schrank. 

„Vor allem Dinge, die öfter gebraucht oder betrachtet werden, sind in einem Tresor zu Hause gut aufgehoben“, sagt Frank von Ostrowski vom deutschen Fachverband Tresortechnik. „Sie könnten natürlich auch in einem Bankschließfach liegen, das wäre noch sicherer. Aber das ist unpraktisch, wenn man zum Beispiel ein Schmuckstück spontan anlegen möchte, weil man abends ausgeht.“

Was ist mit Bargeld?

„Größere Summen Bargeld gehören nicht in die Wohnung, nicht unter die Matratze und auch nicht in einen Tresor“, findet Helmut Rieche. „Der beste Platz für Geld ist ein Konto bei der Bank.“

Worauf achte ich beim Kauf?

Zwei Werte helfen bei der Kaufentscheidung, sie gehören aber zusammen. Die erste ist die Sicherheitsstufe. Frank von Ostrowski empfiehlt die mittleren Sicherheitsstufen 0 bis 3. Je einbruchsicherer ein Tresor ist, desto schwerer ist er und desto dicker sind seine Wände. Ein weiterer Wert der Produkte ist der Widerstandsgrad. Er geht einher mit der Sicherheitsstufe und gibt Aufschluss darüber, wie lange ein Einbrecher brauchen würde, um den Tresor zu knacken. Je höher die Sicherheitsstufe, desto höher auch der Widerstandsgrad.

Diese Informationen sind nur im Inneren des Tresors an einer Plakette abzulesen - damit nicht von außen zu ermessen ist, wie sicher der Tresor ist. Die Plaketten enthalten Informationen über den Hersteller, das Baujahr, das Prüfinstitut und die Sicherheitsstufe. „Es gibt Modelle mit Wänden, die mit Füllmaterialien wie Holz, Kies oder Beton ausgestattet sind“, sagt Frank von Ostrowski. Auch Spezialfüllungen machen Einbrechern das Leben schwer. Aber wie Tresor genau ausgestattet ist, weiß bestenfalls nur der Hersteller und eventuell ein unabhängiges Prüfinstitut.

Gut zu wissen ist auch: „Tresore können nicht nur gegen Diebstahl, sondern auch gut bei Bränden schützen“, erklärt von Ostrowski. Wer Unterlagen wie Zeugnisse, Diplomarbeiten oder Verträge unterbringen will, sollte mindestens einen Feuerschutz von 30, besser 60 Minuten wählen. Das entspricht dem Wirkungsgrad 1. Es gibt aber auch Modelle, die 90 oder sogar 120 Minuten lang Flammen standhalten würden.


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Welche Tresorschlösser gibt es?

Es gibt zwei Schlosstypen, mechanische und elektronische. Wer sich für das Elektronikschloss entscheidet, muss für den Fall, dass die Batterie leer ist oder es eine andere Störung gibt, auch einen mechanischen Alternativzugang zum Tresorraum haben. „Wenn ein Schlüsselschloss gewählt wird, muss unbedingt sichergestellt werden, dass der Schlüssel mindestens in einem Behältnis mit derselben Sicherheitsstufe aufbewahrt wird, wie sie der Tresor hat“, rät von Ostrowski.

Was ist ein guter Platz für einen Tresor?

„Das ist sehr unterschiedlich“, sagt Frank von Ostrowski. „Wichtig ist, es potenziellen Dieben nicht leicht zu machen, ihn einfach mitzunehmen oder aufzubrechen.“ Daher sollte man beim Kauf eines Tresors darauf achten, dass das passende Befestigungsmaterial dabei ist. „Das gehört unbedingt zusammen, sonst erfüllt der Tresor nicht die Sicherheitsangaben.“

Der Kasten sollte ausreichend am Boden und an mindestens einer Wand verankert sein. Von Ostrowski empfiehlt, ihn an einer Stelle anzubringen, die nicht gleich von jedem einsehbar ist.

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