Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Was gegen Wespen hilft
Lifestyle 2 Min. 05.08.2020

Was gegen Wespen hilft

Süße Speisen, etwa ein Marmeladenbrot, sind für Wespen besonders anziehend.

Was gegen Wespen hilft

Süße Speisen, etwa ein Marmeladenbrot, sind für Wespen besonders anziehend.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 05.08.2020

Was gegen Wespen hilft

Ein Stück Kuchen lockt leider nicht nur Schleckermäuler an, sondern auch Wespen. Das ist vor allem nervig. Wie wird man von den kleinen Insekten in Ruhe gelassen?

(dpa) - Ein paar süße Erdbeeren, ein Marmeladenbrot und duftendes Grillfleisch: Das Picknick in der Natur könnte so schön sein - wären da nicht die nervigen Wespen. „Die wollen einfach nur das haben, was ich auf dem Teller habe“, sagt Biologin Melanie von Orlow vom Naturschutzbund (Nabu). Aber was kann man tun, wenn man sein Essen nicht mit den kleinen Quälgeistern teilen möchte? 

„Um keine Wespen anzulocken, kann man Speisen abdecken, süße Getränke verschließen und auf stark parfümierte Körperpflegeprodukte verzichten“, rät Magnus Wessel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Auch die Hände und den Mund sollte man sich gut abwischen, nachdem man gegessen hat, damit die Insekten nicht auch noch an den Mund kommen, empfiehlt Laura Breitkreuz vom Naturschutzbund (Nabu). 

Leisten die Wespen einem trotzdem am Tisch Gesellschaft, kann man versuchen, sie vorsichtig wegzuschieben - wenn nicht mit der Hand, dann etwa mit der Speisekarte, rät von Orlow. „Einfach konsequent Grenzen aufzeigen und sie nicht gewähren lassen.“ 

Ein leckeres Picknick ist im Sommer ein Muss. Am schönsten ist es ohne nervige Wespen. Jedoch stürzen sich nur zwei Arten mit Vorliebe auf das Essen der Menschen.
Ein leckeres Picknick ist im Sommer ein Muss. Am schönsten ist es ohne nervige Wespen. Jedoch stürzen sich nur zwei Arten mit Vorliebe auf das Essen der Menschen.
Foto: dpa

Nicht schlagen oder pusten

Nicht hektisch schlagen oder pusten Hektisch werden und mit den Händeln wedeln sollte man aber in keinem Fall. „Um sich schlagen ist äußerst kontraproduktiv“, erklärt Wessel. Denn die Tiere nehmen diese Angst wahr - und Angstschweiß versetze die Insekten in Alarmbereitschaft. Auch Wegpusten ist nicht empfehlenswert. Das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffshaltung. 

„Ganz dreiste Ruhestörer lassen sich mit Wasser aus kleinen Sprühfläschchen zur Raison bringen“, sagt Breitkreuz. Man könne es auch mit einer Ablenkungsfutterquelle versuchen, etwa eine überreife Frucht, die einige Meter entfernt abgelegt wird. 


Die Tricks der Blumen
Ausgeklügelte Verführung: Wie Blütenpflanzen Insekten zur Bestäubung anlocken.

Im Internet gibt es ohne Ende Tipps, wie man Wespen vertreiben kann: von Kupfergeld bis hin zu ätherischen Ölen - doch helfen wird das wohl nicht. „Ich habe das tatsächlich mal mit einem Fernsehsender durchexerziert, wir haben alle möglichen Methoden versucht, von Kaffeepulver anbrennen bis hin zum Spicken von Zitronen und dergleichen“, sagt Melanie von Orlow. Das habe alles nichts gebracht. Die Tiere seien von Natur aus so angelegt, dass sie aus großer Entfernung Futterstellen finden könnten, so die Biologin. 

Nicht alle Wespen kommen ans Buffet. Dabei sind längst nicht alle Wespen auch die nervigen Tierchen, die beim Picknick im Sommer gefährlich werden können. „Wir haben mehr als nur die Kuchenwespe“, sagt Melanie von Orlow. „In der Regel trauen sich nur zwei der elf mitteleuropäischen Wespenarten an unsere gedeckten Tafeln, nämlich die Gewöhnliche Wespe und die Deutsche Wespe“, erklärt auch Naturschutzexperte Wessel. „Alle anderen Wespenarten interessieren sich nicht für unser Essen. Viele dieser Arten vertilgen vor allem Fliegen, Mücken, Raupen, Motten oder Spinnen.“ 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema