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Was Chia, Quinoa und Amaranth können: Kleines Korn, aber oho
Lifestyle 2 Min. 25.08.2016

Was Chia, Quinoa und Amaranth können: Kleines Korn, aber oho

Quinoa enthält kein Gluten. Somit ist es für Menschen mit einer Zöliakie-Unverträglichkeit ideal.

Was Chia, Quinoa und Amaranth können: Kleines Korn, aber oho

Quinoa enthält kein Gluten. Somit ist es für Menschen mit einer Zöliakie-Unverträglichkeit ideal.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 25.08.2016

Was Chia, Quinoa und Amaranth können: Kleines Korn, aber oho

Sie sind klein, begegnen einem aber mittlerweile in vielen Rezepten oder im Supermarktregal: Chia, Quinoa und Amaranth. Die Körner gelten als Superfoods. In jedem Fall sind sie einfach zu verarbeiten und passen sowohl zu herzhaften als auch süßen Gerichten.

(dpa/tmn) - Chia, Amaranth, Buchweizen und Quinoa: Die kleinen Körner sehen aus wie Getreide, sind aber keins. Alle Sorten zählen zum sogenannten Pseudogetreide. Einige der Samen finden sich nicht nur in Bioläden, sondern mittlerweile auch im Supermarkt. Doch was können Amaranth und Co, was herkömmliches Getreide nicht kann? Und sind die Samen tatsächlich gesünder?

Den Trend zu Chia und anderem Pseudogetreide erklärt sich Prof. Hans Hauner durch den hohen Nährstoffgehalt: Es enthält Stärke, Eiweiß, Fett, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Hauner ist Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München. Gerade Vegetarier und Veganer können durch Pseudogetreide ihren Nährstoffbedarf leicht decken.

Chiasamen enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Mehr als 15 Gramm sollte man pro Tag aber nicht von den Samen essen.
Chiasamen enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Mehr als 15 Gramm sollte man pro Tag aber nicht von den Samen essen.
Foto: dpa

„Chiasamen sind eine der reichhaltigsten Nahrungsquellen für ungesättigte Fettsäuren überhaupt“, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Auch der Proteingehalt von etwa 20 Prozent macht das Pseudogetreide besonders beliebt bei Vegetariern, Veganern und Sportlern.

Ein wichtiger Punkt, worin sich herkömmliches Getreide von Pseudogetreide unterscheidet: Es enthält kein Gluten. Das ist gut für Menschen mit Unverträglichkeiten, generell gesünder ist es dadurch aber nicht unbedingt. Außerdem lässt sich ohne das Klebereiweiß kein Brot oder Kuchen backen. In der Bäckerei findet man trotzdem häufig Brot aus Pseudogetreide - das ist dann möglich, wenn Pseudo- und richtiges Getreide vermischt werden.

Dinkelflocken und gepoppter Amaranth verleihen dem Müsli einen nussigen Geschmack und geben ihm Biss.
Dinkelflocken und gepoppter Amaranth verleihen dem Müsli einen nussigen Geschmack und geben ihm Biss.
Foto: dpa

Aus Amaranth und Buchweizen lassen sich aber auch andere Dinge zubereiten: Pfannkuchen, Fladen, Aufläufe und Brei. Amaranth eignet sich zum Beispiel sehr gut als Zutat für Müsli - am besten in gepoppter Form. Für eine Portion aufgepoppten Amaranth gibt man einen Esslöffel voll Körner in einen mittelgroßen Topf und legt sofort einen Deckel darauf. Bei mittlerer Hitze und ständigem Schwenken des Topfes wartet man, dass der Amaranth aufpoppt.

Pseudogetreide hat einen leicht nussartigen Geschmack und wird häufig mit Fleisch oder Fisch kombiniert. Wichtig ist, Pseudogetreide vor dem Essen immer einzuweichen, zu waschen und zu kochen. Denn Quinoa und Amaranth enthalten Anteile von Pflanzenstoffen, die die Aufnahme von Mineralstoffen im Körper behindern können.

Das nussige Aroma von Quinoa passt gut zu herzhaften Gerichten. Lecker schmecken die Körner beispielsweise als Füllung in einer Paprika.
Das nussige Aroma von Quinoa passt gut zu herzhaften Gerichten. Lecker schmecken die Körner beispielsweise als Füllung in einer Paprika.
Foto: dpa

Pseudogetreide kann Abwechslung in den eigenen Speiseplan bringen - allerdings ist das nicht ganz günstig. In den westlichen Ländern sind Amaranth, Chia und Quinoa meist teuer, was vor allem daran liegt, dass der Transportweg sehr weit ist, sagt Restemeyer. Eine günstigere Alternative sind Leinsamen, die ebenfalls viele Nährstoffe enthalten und deutlich günstiger sind.

Außerdem ist nicht ganz klar, in welchen Mengen die Samen gesund sind. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt, täglich nicht mehr als 15 Gramm Chiasamen zu essen. Langzeitstudien zu eventuellen Gefahren für die Gesundheit fehlen bislang.


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