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VW Passat: Update für den Bestseller
Lifestyle 3 Min. 26.07.2019

VW Passat: Update für den Bestseller

Der Variant genannte Kombi wird dem VW Passat wohl auch weiterhin die Führungsposition in der Mittelklasse sichern.

VW Passat: Update für den Bestseller

Der Variant genannte Kombi wird dem VW Passat wohl auch weiterhin die Führungsposition in der Mittelklasse sichern.
Foto: VW
Lifestyle 3 Min. 26.07.2019

VW Passat: Update für den Bestseller

Der optisch und technisch aufgewertete Passat fährt auf Wunsch auch teilautomatisiert.

von Henri Leyder

Zur „Halbzeit“ des Passat der achten Generation hat Volkswagen die Mittelklasselimousine nicht traditionell einem Facelift unterzogen, sondern einem Update. Eine Flotte digitaler Assistenzsysteme zieht ein. Und ein völlig neuer Dieselmotor kündigt sich an.

Ein wenig Facelift muss schon sein. Die Front- und Heckstoßfänger und der Kühlergrill wurden neu gezeichnet, die ebenfalls neuen LED-Scheinwerfer und -Leuchten (für alle Versionen) gaben die Eckwerte vor. Sie sind nämlich schmaler als die bisherigen Halogen-Einheiten. Gegen Aufpreis kann nun auch der Passat mit Matrix-LED-Scheinwerfern bestückt werden. Sie blenden automatisch ab, dank 44 Einzel-LEDs auch teilweise. Und sie strahlen stark reflektierende Verkehrsschilder schwächer an.

Nichts wie hin, hinter das „erste kapazitive Lenkrad von Volkswagen“. Das heißt, es bildet die Schnittstelle zwischen dem Fahrer und dem elektronischen Helfer Travel Assist – der wiederum Teil ist von IQ.Drive, der Dachmarke für die VW-Assistenzsysteme, die ihrerseits die Technologien auf dem Weg zum autonomen Fahren bündelt. Darin enthalten ist eine Menge.


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Extrem vernetzt

Damit der im Arteon bereits „erprobte“ Travel Assist überhaupt funktioniert, muss er erst einmal (per Tastendruck) aktiviert sein und wenigstens eine Hand das „kapazitive“ Lenkrad berühren, am besten: halten. Das Assistenzsystem erlaubt ein teilautonomes Fahren – sogar bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h. Es beinhaltet unter anderem die vorausschauende Geschwindigkeits- und die Distanzregelung sowie Geschwindigkeitsanpassungen an Tempolimits, in Ortschaften, Kurven, Verteilerkreisen und an Kreuzungen.

Obwohl der Passat nicht „Premium“ gestempelt ist, fährt er nicht nur auf hohem Niveau teilautomatisiert, er ist auch extrem vernetzt – vorausgesetzt, der Kunde hat sich beim Kauf einiges mehr gegönnt oder gönnen können.

Die bekannten und geschätzten üppigen Innenraummaße des Passat wurden nicht angetastet. Das stilistisch auf Sachlichkeit und Ergonomie getrimmte Cockpit bleibt ihm ebenfalls erhalten. Und er wird nach wie vor als Drei-Box-Limousine und als Variant bezeichneter Kombi angeboten. Aus gutem Grund, denn der Variant steht für etwa 90 Prozent der Passat-Produktion.

Bei den Ottomotoren wird der bisherige 1.4 TSI durch einen 1,5-Liter mit variabler Zylinderabschaltung sowie gleichen Leistungs- und Drehmomentdaten ersetzt. Hinzu kommt ein 2,0-Liter-TSI mit 190 PS Leistung (6,3 Liter je 100 Kilometer, 144 Gramm CO2 pro Kilometer). Das Motormoment fließt über ein Sieben-Gang-DSG auf die Vorderräder, bei der stärksten Motorisierung (272 PS) serienmäßig auf alle vier Räder.

Obwohl zahlreiche Assistenzsysteme an Bord sind oder eingefügt werden können, übt sich das Cockpit optisch eher in Tiefstapelei.
Obwohl zahlreiche Assistenzsysteme an Bord sind oder eingefügt werden können, übt sich das Cockpit optisch eher in Tiefstapelei.
Foto: VW

Neue Dieselmotorengeneration

Gleich vier Dieselausführungen stehen zur Wahl, wie bisher ein 1,6-Liter (120 PS) sowie zwei 2.0 TDI (190 beziehungsweise 240 PS), außerdem ein 2.0 TDI Evo mit 150 PS Leistung, der in einigen Wochen debütieren soll. VW bezeichnet dieses technisch sehr aufwendig gebaute Triebwerk als „Vorreiter einer neuen Dieselmotoren-generation“. Der innovative Vierzylinder erzeuge deutlich weniger CO2 als der vergleichbare Motor im Vorgänger. Er wurde stark überarbeitet, wird darüber hinaus mit einem neuen Zwei-Kat-SCR-System und zweifacher AdBlue-Dosierung ausgerüstet sein. Abgasdaten konnten bis dato noch nicht enthüllt werden.

Als bemerkenswerteste Modelvariante gilt der Passat GTE mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Der Fahrer kann manuell zwischen den Betriebsmodi E-Mode, Hybrid und GTE wählen. E-Mode forciert den elektrischen Antrieb bis zu 55 Kilometer weit, sofern der Stromspeicher (13,0 kWh) das erlaubt. VW hat dem Passat ein ausgeklügeltes Hybridsystem verpasst, das Sparfüchse begeistern dürfte. GTE steht für sportlich-agil, die Abstimmung ist dann leistungsorientiert. Bei starker Beschleunigung schießt die E-Maschine kräftig Drehmoment zu.

Der Passat Alltrack liegt auf halber Höhe zwischen SUV und Limousine/Kombi (2.0 TSI mit 200 kW/272 PS, beziehungsweise TDI mit 140 kW/190 PS oder 176 kW/240 PS). Er hat permanenten Vierradantrieb, zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit als seine Brüder und Nehmerqualitäten, wenn er als Zugwagen dienen soll.

Auf 2 000 Exemplare ist die Variant-Sonderserie R-Line-Edition begrenzt. Sie ist mit so ziemlich allem ausgerüstet, was an Exklusivem in den Passat gebaut werden kann – und sogar noch einigem mehr. Als Motoren stehen nur der 272-PS-TSI und der 240-PS-TDI zur Wahl. Allradantrieb, Sieben-Gang-DSG und der neue Farbton „Mondsteingrau“ sind allen eigen.


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