Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Von der Bremse bis zur Kette: Der Frühjahrs-Check fürs Fahrrad
Lifestyle 2 Min. 21.03.2016

Von der Bremse bis zur Kette: Der Frühjahrs-Check fürs Fahrrad

Detailarbeit: Auch eine rostige Fahrradkette lässt sich mit einem Lappen und viel Öl wieder auf Vordermann bringen.

Von der Bremse bis zur Kette: Der Frühjahrs-Check fürs Fahrrad

Detailarbeit: Auch eine rostige Fahrradkette lässt sich mit einem Lappen und viel Öl wieder auf Vordermann bringen.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 21.03.2016

Von der Bremse bis zur Kette: Der Frühjahrs-Check fürs Fahrrad

Cheryl CADAMURO
Cheryl CADAMURO
Vor der ersten Radtour im Jahr braucht das Fahrrad erst einmal einen Frühjahrsputz. Und auch Bremsen, Kette und Reifen müssen gründlich geprüft werden.

(dpa/tmn) - Die Temperaturen steigen, die Natur blüht auf, und es bleibt immer länger hell draußen: beste Voraussetzungen also für den Saisonstart mit dem Fahrrad. Doch vor dem Tritt in die Pedale sollten Radler ihren Drahtesel gründlich durchchecken. Denn in der Regel gehen die Wintermonate an keinem Rad spurlos vorbei.

Wer sein Rad durchgängig nutzt, hat es beispielsweise mit Salz zu tun. Überwintert das Zweirad im Keller, kann vom Luftverlust bis zum Festsetzen der Kette vieles passieren. Vor der technischen Überprüfung steht aber eine gründliche Wäsche an. Denn: Erst wenn das Fahrrad wirklich sauber ist, entdeckt man Schäden am Rahmen und anderswo.

Für die Grundwäsche reich ein einfacher Schwamm und etwas Spüli.
Für die Grundwäsche reich ein einfacher Schwamm und etwas Spüli.
dpa-tmn

Zum Reinigen empfiehlt er Wasser mit Spüli und einen einfachen Schwamm. Auf keinen Fall sollte ein Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen. Durch den hohen Druck kann Wasser beispielsweise in das Tretlager gelangen und großen Schaden anrichten. Glänzt der Rahmen wieder, erhält er etwa durch das Auftragen von Silikonöl eine schmutzabweisende Schicht. Alternativ kann normales Autowachs verwendet werden.

Generell sind beim Frühjahrs-Check drei Bereiche wichtig: Reifen, Bremsen und die Kette. Eine Stahlkette besteht aus rund 400 Einzelteilen und kann sehr schnell Rost ansetzen, wenn sie nicht gut gepflegt wird. Dann kann sie bei der Fahrt abfallen oder sogar brechen. Besonders bei einer offenen Kettenschaltung bedarf die Kette einer guten Pflege. Am besten wird sie während der Saison etwa einmal pro Monat geölt. Eine rostige Kette lässt sich mit viel Öl und einem Lappen oft wieder flott machen. Bei extremem Rost an Kette und Ritzeln sowie festkorrodierten Gliedern muss sie eventuell ausgetauscht werden.

Der richtige Reifendruck steht auf dem Mantel. Wer keine  Pumpe mit Manometer hat, kann ganz simpel mit dem Daumen den Reifendruck prüfen.
Der richtige Reifendruck steht auf dem Mantel. Wer keine Pumpe mit Manometer hat, kann ganz simpel mit dem Daumen den Reifendruck prüfen.
dpa-tmn

Nahezu jeder Reifen verliert mit der Zeit Luft, daher muss er vor der ersten Ausfahrt aufgepumpt werden. Wie viel der Reifen verträgt, steht auf dem Mantel. Dort gibt es einen oberen und unteren Grenzwert als Orientierung. Wer keine Pumpe mit Manometer hat, sollte mit der Daumenprobe sicherstellen, dass der Reifen genug Luft hat.

Zum Reifen-Check zählt außerdem eine Überprüfung des Mantels. Eine bestimmte Profiltiefe ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber blank sollte die Lauffläche nicht sein. Sind Risse oder einzelne Fäden am Mantel sichtbar, ist das ebenfalls ein Zeichen dafür, dass die Decke ausgetauscht werden muss. Begünstigt werden Risse, wenn das Fahrrad zu lange steht. Daher ist es immer besser, ein Rad hängend zu lagern.

Wenn Profil und Luft stimmen, steht ein Speichentest an. Es reicht aus, kurz mit zwei Fingern die Spannung der Speichen zu prüfen. Ist eine Speiche locker, muss sie nachgezogen werden. Das sollten jedoch nur Fahrradkenner selber machen, ansonsten kann das Ergebnis eine Acht in der Felge sein. Daneben müssen beide Felgen über je zwei Reflektoren verfügen, um verkehrssicher zu sein. Das müssen nicht zwingend Katzenaugen sein, Reflektorstreifen an den Speichen sind auch zugelassen.

Die Bremse ist eines der wichtigsten Teile am Fahrrad. Moderne Velos verfügen zwar über Scheibenbremsen, aber auch hier gibt es Klötze, die sich abnutzen können. Geprüft werden müssen in jedem Fall die Bremszüge. Man sollte noch ungefähr zwei Zentimeter Luft haben, wenn man am Bremshebel zieht. Dann ist gewährleistet, dass man noch wirkungsvoll bremsen kann.

Bei Fahrrädern mit Felgenbremsen sollten die Bremsklötze und auch die Felge gründlich gereinigt werden. Mit der Zeit setzt sich überall Bremsstaub ab, der die Bremswirkung mindert.

Nicht zu vergessen ist ein Funktionstest der Lichtanlage. Und zu guter Letzt steht das Nachziehen aller Schraubverbindungen an Schutzblechen, Kettenschutz oder dem Fahrradständer an.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Handarbeit statt Hochdruck
Der Frühling ist da - die beste Zeit, seinen Drahtesel fit für die Fahrradsaison zu machen. Am besten beginnt man mit einer gründlichen Wäsche.
ARCHIV - Wiederholung vom 18.3.19 - Zum Themendienst-Bericht «Handarbeit statt Hochdruck: Das Fahrrad fit für den Frühling machen» vom 2. April 2019: Putzen und pflegen: Die Fahrradkette freut sich über ein paar wohl dosierte Tropfen Schmiermittel. Foto: Christoph Walter/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.