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Vom Luxusmobil bis zum Retro-Camper
Luxus-Reisemobil mit Mittelgarage für den Sportwagen: der knapp eine Million Euro teure Performance S von Volkner.

Vom Luxusmobil bis zum Retro-Camper

Foto: Messe Düsseldorf/ C.Tillmann
Luxus-Reisemobil mit Mittelgarage für den Sportwagen: der knapp eine Million Euro teure Performance S von Volkner.
Lifestyle 3 Min. 07.09.2018

Vom Luxusmobil bis zum Retro-Camper

Wer seinen Porsche mit zum Urlaubsgepäck zählt, konnte auf dem Caravan Salon in Düsseldorf passende Luxus-Reisemobile finden. Aber auch der normale Freizeitcamper wurde mit einigen Innovationen überrascht.

(dpa) - Die gut 600 Anbieter des Caravan Salon hatten zahlreiche Neuheiten zu bieten. Mehr als 2 100 Freizeitfahrzeuge waren bei der weltgrößten Messe für Reisemobile zu sehen – für Verbraucher mit kleinerer Geldbörse genauso wie für Inhaber eines XXL-Kontos. Manches ist aber doch noch Zukunftsmusik.

Garage im „Bauch“

Einen Giganten von zwölf Metern Länge präsentierte der deutsche Hersteller Volkner mit seinem Performance S, der mit einem 368 kW (500 PS) starken Motor ausgestattet ist. In den „Bauch“ des S-Modells – eine patentierte Mittelgarage – passt ein ausgewachsenes Auto. Das Luxus-Reisemobil verfügt unter anderem über drei Klimasysteme und fünf Heizungen. Der Grundpreis liegt bei etwa einer Million Euro. Für die in Düsseldorf gezeigte Variante sind knapp 1,5 Millionen Euro fällig.

Luxus zum Mitnehmen

Wer etwa 320 000 Euro locker macht, könnte auf den Luxusliner Morelo Palace abfahren, der auf der Messe erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: Je nach Grundriss kommt das Reisemobil auf acht bis 9,50 Meter und ist laut Hersteller mit 151 kW (205 PS) und vielen neuen technischen Highlights ausgestattet. Daneben stand der Morelo Empire Liner. In dessen Sportgarage im Heck ist Platz für einen Porsche 911. Kostenpunkt: knapp 600 000 Euro – allerdings ohne den Porsche.

Eine Weltpremiere gab es bei Volkswagen: den Grand California der Baureihe 600 oder 680. Die Reisemobile der Sechs-Meter-Klasse des Herstellers wurden komplett neu entwickelt, auf Crafter-Basis, sowie vollständig ausgestattet mit Bad, WC, Bett und Gasversorgung. Die Markteinführung ist für kommendes Frühjahr geplant.

Der Dethleffs e.home coco kann mit eigenem Antrieb unter anderem das Zugfahrzeug unterstützen.
Der Dethleffs e.home coco kann mit eigenem Antrieb unter anderem das Zugfahrzeug unterstützen.
Foto: Messe Düsseldorf/ C.Tillmann

Anhänger mit Antrieb

Dass auch ein Anhänger mobil werden kann, zeigte Dethleffs, der aus einem passiven Anhängsel den „ersten Caravan mit eigenem Elektroantrieb“ macht – getauft auf den Namen e.home coco. Mit Hochleistungsbatterien, zwei Naben-Elektromotoren und einer ausgefeilten Steuerungselektronik soll die Entwicklung zum „aktiven Wohnauto“ möglich sein. Ein schwimmender Wohnwagen ist das Caravanboat, präsentiert von der Metall- und Bootsbaufirma Wolgast. Es vereint Wohnwagen und fahrendes Hausboot und ist ab rund 69 000 Euro zu haben.

 Erinnerung an gute alte Zeiten weckt der mit modernem Komfort ergänzte Van Typ H Wildcamp von Citroën.
Erinnerung an gute alte Zeiten weckt der mit modernem Komfort ergänzte Van Typ H Wildcamp von Citroën.
Foto: Messe Düsseldorf/ C.Tillmann

Eher bescheiden zeigt sich der Kulba Teardrop aus Lettland – ein kompaktes Leichtgewicht, das sich als Caravan-Einsteiger eignet und mit einem Basispreis von rund 5000 Euro startet. Auf Retro setzt hingegen Citroën mit dem Typ H Wildcamp im nostalgischen Wellblech-Look, aber technisch auf dem neuesten Stand. Mercedes-Benz zeigte in Düsseldorf den Concept Sprinter F-Cell als Studie. Trotz der Wasserstofftanks soll das Reisemobil laut Hersteller nur 200 Kilogramm mehr auf die Waage bringen als baugleiche Dieselfahrzeuge.

Wohnwagen-Leichtgewicht

Silver will mit einem kleinen Wohnwagen ganz groß rauskommen: Mit Hubdach versehen kommt der Evasion 430 CP mit lediglich knapp zwei Metern Höhe und Breite aus. Geringes Gewicht bedeute auch reduzierten Kraftstoffverbrauch, so der Hersteller. Rund 21 000 Euro soll der Evasion CP mitsamt Querbett kosten. Bei einem Neuheiten-Rundgang fiel zudem der Wohnwagen Harmony 3 auf: modernes Interieur, großzügige Küche und moderne Technik – ähnlich wie im Inneren einer Jacht. Allerdings noch eine Studie, wie Stephan Karl von der Firma Bürstner erklärte. In dieser Form werde der Blickfang nicht verkauft, sondern Teile daraus in verschiedene Serien übernommen. „Wir wollen zeigen, wohin die Reise geht, was in Zukunft möglich ist.“

Mit mehr Komfort im „Dachstübchen“ und im Wohnbereich bei drei familienfreundlichen Varianten der Baureihe Siesta de Luxe warb die Firma Hobby. Alle haben mindestens vier Schlafplätze und bis zu sechs Sitzplätze. Der Siesta de Luxe A65 GM verfügt sogar über ein eigenes Etagenbett für Kinder im Heck und wird mit einem Grundpreis von rund 60 000 Euro angeboten. Für besondere Abenteurer eignen sich Autodachzelte – etwa das aus der zum Hymer-Konzern gehörenden Manufaktur 3DOG Camping. In diesem Camper-Bett, das aufs Dach montiert wird, ist man dem Himmel noch ein Stück näher.


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