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Vinyl: Die schwarze Scheibe lebt
Lifestyle 4 Min. 02.09.2019

Vinyl: Die schwarze Scheibe lebt

Während die Absatzzahlen für CDs weiter sinken, steigen die Verkaufszahlen für Schallplatten seit einigen Jahren wieder an.

Vinyl: Die schwarze Scheibe lebt

Während die Absatzzahlen für CDs weiter sinken, steigen die Verkaufszahlen für Schallplatten seit einigen Jahren wieder an.
Foto: Shutterstock
Lifestyle 4 Min. 02.09.2019

Vinyl: Die schwarze Scheibe lebt

Worauf man beim Kauf von Schallplatten achten soll und bei welchen Abspielgeräten die Anschaffung lohnt.

von Torsten Könekamp

Das Comeback der Schallplatte ist ein wahres Phänomen. In den 1990er-Jahren verschwand der 70 Jahre alte Tonträger nahezu komplett vom Markt – zuerst verdrängt von der CD. Musik-Downloads und -Streams schienen dem Vinyl schließlich den Rest zu geben. Lediglich ein paar Audiophile und traditionsbewusste DJs blieben der schwarzen Scheibe treu. Doch dann drehte sich der Wind: CDs galten als kühl und langweilig, plötzlich war Vinyl wieder da: Und Schallplatten gibt es nicht mehr nur in wenigen kleinen Läden, auch große Händler räumen den schwarzen Scheiben immer mehr Platz ein.

Kein Wunder, dass auch die Nachfrage nach Plattenspielern wächst. Spektakulär ist daher auch das Comeback der Panasonic-Tochter Technics. Im Test überzeugte der SL-1500C. Den ersten Platz im Preis-Leistungs-Verhältnis belegt der brandneue AT-LP120XUSB von Audio-Technica für weniger als 300 Euro.

Design-Legende mit Qualitätsanspruch

SL-1500C von Technics, um 1.000 Euro.
SL-1500C von Technics, um 1.000 Euro.
Foto: Hersteller

Das Modell SL-1500C von Technics gilt als „Mercedes-Benz“ unter den Plattenspielern und ist bereits für rund 1.000 Euro zu haben. Es überzeugt mit makellosen Messwerten, einem gut gemachten, stabilen Gehäuse und einem vollauf überzeugenden Klang. Der SL-1500C besitzt zudem einen eingebauten, hochwertigen Phono-Entzerrer für MM (Moving Magnet)-Tonabnehmersysteme und kann daher ganz einfach an Audiogeräte angeschlossen werden, die keinen Phono-Eingang besitzen. Dass dieser Plattenspieler als Paket mit einem anspruchsvollen Tonabnehmer sowie internem Phono-Vorverstärker kommt, macht ihn umso günstiger.

Edelteil mit hochwertiger Technik

Cambridge Alva TT, um 1.700 Euro.
Cambridge Alva TT, um 1.700 Euro.
Foto: Hersteller

Der Cambridge Alva TT ist ein schlichter Design-Plattenspieler mit innerer Stärke: Edle Verarbeitung, erstklassige Technik, eine kinderleichte Bedienung und hochauflösende Bluetooth-Übertragung machen ihn besonders. Das massive Gehäuse besteht aus stabilem Kunststoff, oben liegt eine Metallplatte auf – stolze elf Kilogramm bringt der Alva TT daher auf die Waage. Der gerade, schwarze Tonarm ist aus einem Stück Aluminium gegossen und fest mit dem Tonabnehmer verbunden. Neben dem Stromkabel hat der Alva TT noch ein Cinch-Kabel, mit dem man auch moderne Verstärker ohne Phono-Anschluss verbinden kann.

Einsteigermodell zum kleinen Preis

AT-LP120XUSB von Audio-Technica, um 270 Euro.
AT-LP120XUSB von Audio-Technica, um 270 Euro.
Foto: Hersteller

Der AT-LP120XUSB von Audio-Technica liefert einen erstaunlich guten Klang – daher war er auch schon in den vergangenen Jahren beliebt bei Vinyl-Neueinsteigern, die kein Vermögen ausgeben wollten. Jetzt hat Audio-Technica eine verbesserte Version herausgebracht. Optisch sieht der AT-LP120XUSB dem Technics-Kult-Plattenspieler ähnlich. Aber wenn man das Gerät berührt, spürt man den Preisunterschied von 700 Euro deutlich. Der Körper ist komplett aus Kunststoff gefertigt, während beim Technics Aluminium zum Einsatz kommt. Außerdem fehlt beim Audio-Technica eine gute Dämmung, er ist daher anfällig für Erschütterungen. Preis: um 270 Euro.

Bluetooth-Player mit modernem Touch

PS-LX310BT von Sony, um 200 Euro.
PS-LX310BT von Sony, um 200 Euro.
Foto: Hersteller

Dass Plattenspieler nicht nur ein Überbleibsel aus der Vergangenheit sind, beweist Sony mit dem PS-LX310BT. Er kombiniert das Beste aus der alten und der neuen Welt. Während sich die Platte auf einem Alu-Teller dreht, wird die Musik digitalisiert und per Bluetooth weitergeleitet. So lässt sich praktisch jede Art von Bluetooth-Boxen und -Kopfhörern mit dem Plattenspieler verbinden – das dürfte besonders junge Musikliebhaber interessieren, die bereits mit einer Vielzahl von derartigen Empfangsgeräten ausgestattet sind. Natürlich kann man den Player auch klassisch per Kabel an die Anlage anschließen. Weniger gut ist das minderwertige Hartplastik-Gehäuse. Preis: um 200 Euro.

Multiroom-Modell für alle Zielgruppen

MusicCast VINYL 500 von Yamaha, um 550 Euro.
MusicCast VINYL 500 von Yamaha, um 550 Euro.
Foto: Hersteller

Vorbei sind die Zeiten, in denen unzählige Kabel das eigene Zuhause dominierten. Mit dem MusicCast VINYL 500 bringt Yamaha auch die Schallplatte ins drahtlose Zeitalter. So kann der Plattenspieler einfach da positioniert werden, wo er am besten aussieht und am komfortabelsten zu bedienen ist. Dank MusicCast gelangt der Ton der Lieblingsrille zu jedem kompatiblen Gerät und kann im ganzen Haus wiedergegeben werden – völlig kabellos und unkompliziert. Dank Integration aller gängigen Streaming-Anbieter sowie von Apple Airplay und Bluetooth spielt der Multiroom-Plattenspieler moderne Musikquellen ebenso souverän ab wie Vinyl. Preis: um 550 Euro.


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