Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Verzicht ohne Reue
Lifestyle 1 3 Min. 10.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Porsche Cayman

Verzicht ohne Reue

Der neue Porsche Cayman.
Porsche Cayman

Verzicht ohne Reue

Der neue Porsche Cayman.
Foto: Porsche
Lifestyle 1 3 Min. 10.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Porsche Cayman

Verzicht ohne Reue

Nach dem Boxster hat Porsche jetzt auch den Cayman renoviert. Das Coupé, das fortan wie der Boxster ebenfalls unter der Modellbezeichnung 718 vorfährt, rückt technisch und optisch näher an den Roadster und kostet zudem erstmals weniger als der Boxster.

Von Marc Bourkel

Die wichtigste Neuerung beim Cayman betrifft weder die Optik noch die Modellbezeichnung, sondern vielmehr das Herzstück eines jedes Porsche: den Antrieb. Im Cayman kommen nämlich jetzt – wie schon beim 718 Boxster – Vierzylinder-Boxermotoren mit Turboaufladung zum Einsatz. Der Verlust von zwei Zylindern wirkt sich dabei keinesfalls auf das Leistungsvermögen aus, die Turbotechnik verpasst dem Zweitürer vielmehr zusätzlichen Schub.

So holt der Vierzylinder des 718 Cayman immerhin 220 kW (300 PS) aus zwei Liter Hubraum. Das sind 18 kW (25 PS) mehr als im Vorgängermodell mit Sechszylinder-Boxermotor. 18 kW (25 PS) zusätzlich leistet auch der 2,5-Liter-Vierzylinder des 718 Cayman S. Er kommt auf 257 kW (350 PS) bei 6 500 U/min und stemmt maximal 420 Nm Drehmoment (plus 50 Nm) auf die Kurbelwelle, und das im Drehzahlbereich von 1 900 bis 4 500 U/min. Beim 718 Cayman beträgt das Drehmoment-Plus sogar 90 Nm – jetzt 380 Nm zwischen 1 950 und 4 500 U/min.

Extrem hohe Durchzugskraft

Das Drehzahlband endet jeweils erst bei 7 500 U/min, wobei der Leistungsabfall von der Nenn- bis zur Maximaldrehzahl gerade einmal bei fünf Prozent liegt. In der Praxis bedeutet dies, dass der Fahrer die Leistung und das Drehmoment bei sportlicher Gangart über einen sehr weiten Drehzahlbereich nutzen kann, ohne schalten zu müssen.

Serienmäßig bringen der 718 Cayman und der 718 Cayman S die Kraft ihrer Turbomotoren nämlich über ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe auf die Hinterachse. Optional können beide Modelle auch mit dem sehr empfehlenswerten Porsche-Doppelkupplunsgetriebe PDK ausgerüstet werden. Dass dieses über eine weiterentwickelte Start-Stopp-Funktion verfügt, dürfte bei den meisten Käufern jedoch allenfalls ein müdes Lächeln hervorrufen.

Ein Blick in den sportlich-eleganten Innenraum.
Ein Blick in den sportlich-eleganten Innenraum.
Foto: Porsche

So oder so können sich die offiziellen Verbrauchswerte des Cayman aber mehr als sehen lassen. Als Normwerte werden für die PDK-Ausführungen 6,9 bzw. 7,3 Liter pro 100 Kilometer genannt (CO2-Ausstoß: 158 bzw. 167 Gramm pro Kilometer). Bei den Versionen mit Schaltgetriebe stehen 7,4 und 8,1 Liter im Datenblatt (CO2-Ausstoß: 168 bzw. 184 Gramm pro Kilometer).

Noch beeindruckender sind wahrlich die Fahrleistungen der Mittelmotor-Sportwagen. So spurtet der 718 Cayman im Idealfall (mit PDK und Sport-Chrono-Paket) in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h (minus 0,7 Sekunden). Ein vergleichbar ausgestatteter 718 Cayman S schafft besagte Übung gar in 4,2 Sekunden (minus 0,5 Sekunden). Als Höchstgeschwindigkeit werden 275 bzw. 285 km/h genannt.

Neu abgestimmtes Fahrwerk

Damit die Fahrer vom gesteigerten Potenzial profitieren können, gibt es ein neu abgestimmtes Fahrwerk und eine um zehn Prozent direktere Lenkung dank des aus dem 911 Turbo übernommenen Lenkgetriebes. Auch die Bremsanlagen wurden den höheren Fahrleistungen angepasst. So ist der 718 Cayman mit der Bremsanlage aus dem bisherigen Cayman S unterwegs, während der 718 Cayman S an der Vorderachse die neuen Vierkolben-Sättel des 911 Carrera übernimmt, das Ganze kombiniert mit dickeren Bremsscheiben.

Auch in optischer Hinsicht präsentieren die Cayman-Modelle sich ordentlich aufgefrischt. Bis auf den Kofferraumdeckel, das Dach und die Windschutzscheibe sei alles neu, so Porsche. Auch das Interieur wurde überarbeitet und präsentiert sich unter anderem mit einer neu gestalteten Schalttafel und dem jetzt serienmäßigen Porsche Communication Management (PCM).

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Technische Daten

Motoren: 2,0- bzw. 2,5-Liter-Boxermotor mit Turboaufladung; Leistung: 220 kW (300 PS) bzw. 257 kW (350 PS) bei je 6 500 U/min; max. Drehmoment: 380 bzw. 420 Nm; Kraftübertragung: Sechs-Gang-Schaltgetriebe bzw. Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Heckantrieb; L x B x H: 4 379 x 1 801 x 1 286 (1 284) Millimeter; Kofferraum: 334 Liter; 0-100 km/h: 5,1 (4,9) bzw. 4,6 (4,4) Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 275 bzw. 285 km/h; ECE-Verbrauch: 7,4 (6,9) bzw. 8,1 (7,3) l/100 km; CO2-Ausstoß: 168 (158) bzw. 184 (167) g/km; Preis: ab 51 214 bzw. 63 499 Euro.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Starker Zuwachs für die Hybrid-Welt – sogar für die Strong-Hybrid-Linie. Ab September steht nämlich der geräumige, technisch intelligent konzipierte Sparmaxe-Crossover Niro bei den Kia-Händlern.
Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet
Die Mercedes-Benz C-Klasse gibt es ab 17. September erstmals auch als Cabriolet. Der offene Viersitzer mit klassischem Stoffverdeck ist somit bereits das sechste Mitglied der großen C-Klasse-Familie.
Mercedes-Benz C 400 4MATIC Cabriolet, A 205, 2016