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Urlaub mit dem Auto: Vorsicht bei diesen Kostenfallen
Lifestyle 3 Min. 07.07.2019

Urlaub mit dem Auto: Vorsicht bei diesen Kostenfallen

Bußgelder, City-Maut, Pflichtversicherung im Ausland – dies sind zusätzliche Ausgaben, mit denen viele 
Urlauber im eigenen Auto nicht rechnen.

Urlaub mit dem Auto: Vorsicht bei diesen Kostenfallen

Bußgelder, City-Maut, Pflichtversicherung im Ausland – dies sind zusätzliche Ausgaben, mit denen viele 
Urlauber im eigenen Auto nicht rechnen.
Foto: Shutterstock
Lifestyle 3 Min. 07.07.2019

Urlaub mit dem Auto: Vorsicht bei diesen Kostenfallen

Eine Reise mit dem Auto durch Europa kann teuer werden. Grund dafür sind Mautkosten, Bußgelder und andere teure Aufreger.

(srt) - Sprit, Autobahnmaut und Parkgebühren haben viele Urlauber auf der Liste, wenn sie ihre Reisekosten kalkulieren. Allerdings sind einige Länder ziemlich fantasievoll, wenn es darum geht, Touristen im eigenen Auto zur Kasse zu bitten. Das beginnt bei der Citymaut und endet bei Tunnelgebühren und Straßenausbaubeiträgen. Ein Überblick, mit welchen Kostenfallen motorisierte Urlauber rechnen sollten:

Kfz-Haftpflicht im Ausland

Die Kfz-Haftpflicht gilt im ganzen EU-Gebiet, als Nachweis reicht normalerweise das Nummernschild. Mit den auf der grünen Karte verzeichneten Daten lässt sich die Schadensabwicklung im Fall von Sprachproblemen noch leichter klären. Aber Achtung: Trotz europaweitem Geltungsgebiet hat die Kfz-Haftpflicht im Ausland ihre Tücken. Vor allem dann, wenn die Deckungssummen ausländischer Versicherungsnehmer geringer sind als die eigenen.

Im Allgemeinen empfehlen Versicherungen für diesen Fall, die eigene Haftpflicht mit der sogenannten Mallorca-Police aufzustocken. Manche Länder machen es jedoch anders: Sie schreiben eine neue Pflichtversicherung vor und kassieren den Beitrag direkt an der Grenze. Im Kosovo kostet das zum Beispiel je nach Aufenthaltsdauer ab 15 Euro.


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Die Wissenschaft der Bußgelder

Alkohol am Steuer, zu schnell fahren, falsches Parken – das ist überall verboten. Für die Bußgelder gilt jedoch: andere Länder, andere Sitten. In Norwegen zum Beispiel werden Fahrer schon mit 0,2 Promille Alkohol im Blut als fahruntauglich eingestuft, ein Bußgeld ab 600 Euro wartet. In Italien kommen 20 km/h schneller als erlaubt richtig teuer: 170 Euro werden fällig – und das nur während des Tages. Nachts sind die Bußgelder deutlich höher.

In Slowenien kostet die rote Ampel 300 Euro, während in Deutschland „nur“ 90 Euro kassiert werden. Und wer in Spanien mit dem Handy am Steuer sitzt, zahlt ab 200 Euro – mehr als in Luxemburg, wo 149 Euro anfallen. Der ADAC-Bußgeldrechner führt detaillierte Listen.

Zahlung unausweichlich

Im ungewohnten Verkehrsumfeld falsch parken – das kann schnell passieren. Am liebsten würde man gleich bezahlen, den Ärger so schnell wie möglich vergessen. Aber wo und wie? Wenn Kontonummer und Aktenzeichen auf dem Strafzettel angegeben sind, empfiehlt es sich, den Betrag noch vor Ort online zu überweisen. Denn oberhalb einer Bagatellgrenze von 70 Euro (in Österreich 25 Euro) gilt in der EU ein Vollstreckungsbeschluss. Bezahlt werden muss also auf jeden Fall.

Für Zustell- und Bearbeitungskosten nach Luxemburg kommen dann manchmal 50 Euro zum eigentlichen Bußgeld. Verpasste Fristen machen den Ärger noch um ein Vielfaches teurer.

Maut wird fällig

Der Brenner wurde schon erwähnt, die Europabrücke auch – viele Länder sind erfinderisch, wenn es um die Maut geht. Vor allem Durchgangsländer wie die Schweiz oder Österreich lassen sich Staus, Lärm und Luftverschmutzung ordentlich mit barer Münze erstatten. Die Hin- und Rückfahrt durch den Großen-St.-Bernhard-Tunnel kostet derzeit 43,10 Euro. Für die einfache Fahrt über den Brennerpass werden 9,50 Euro fällig, der Arlbergtunnel kostet einfach zehn Euro.

Nicht zu vergessen ist auch die City-Maut, die inzwischen in vielen europäischen Großstädten üblich ist. In Mailand, Bologna, Stockholm und London werden Gebühren zwischen fünf (Mailand) und 28 Euro (London) fällig.

Eine Videomautstelle in Arlberg: Die Fahrt durch den Arlbergtunnel kostet zehn Euro.
Eine Videomautstelle in Arlberg: Die Fahrt durch den Arlbergtunnel kostet zehn Euro.
Foto: srt

Das Kreuz mit dem Internet

Digitale Bezahlsysteme für In- und Ausländer, die aber für Touristen ohne Datenzugang schwer zu bedienen sind, werden ebenfalls gerne benutzt. Das machen vor allem osteuropäische Länder vor, etwa Bulgarien, wo digitale Vignetten nur online vor Reiseantritt oder direkt an der Grenze mit Kredit- oder EC-Karten erworben werden können. Die Quittung gilt als Zahlungsnachweis.

Auch Norwegen hat eine sonderbare Regelung für „wandernde“ Gebühren. Je nachdem, welche Straße gerade erneuert oder ausgebaut wird, werden Nutzer dieser Route so lange per Rechnung zur Kasse gebeten, bis die Kosten gedeckt sind. Urlauber können sich vor Reiseantritt über www.autopass.no anmelden, darüber die Kosten für ihre voraussichtliche Route berechnen und mit der Kreditkarte ein Mautkonto eröffnen.


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