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Unbekannter Nutzen: Alltagsgegenstände und ihre Funktion
Lifestyle 3 Min. 29.02.2020

Unbekannter Nutzen: Alltagsgegenstände und ihre Funktion

 Maßbänder werden häufig genutzt, aber wozu dienen eigentlich der Metallwinkel und das verscchiebbare Ende?

Unbekannter Nutzen: Alltagsgegenstände und ihre Funktion

Maßbänder werden häufig genutzt, aber wozu dienen eigentlich der Metallwinkel und das verscchiebbare Ende?
Foto: Shutterstock
Lifestyle 3 Min. 29.02.2020

Unbekannter Nutzen: Alltagsgegenstände und ihre Funktion

Viele Alltagsgegenstände sind einfach da und werden nicht hinterfragt - wozu genau man sie benutzt, wissen aber nur die Wenigsten.

Von Christian Satorius

Jeanshosen sind schon praktisch: Da gibt es doch diese kleine Tasche in der vorderen Hosentasche, in die man allerlei Kleinkram stecken kann, Kleingeld zum Beispiel oder auch ein Taschenmesser. Doch diese kleine Tasche ist eigentlich für eine Taschenuhr gedacht. Als die heutige Jeans im 19. Jahrhundert erfunden wurde, waren Taschenuhren nämlich absolut angesagt und gerade dabei den weltweiten Markt zu erobern.

In die kleine Tasche an der Jeans passt nicht viel – aber für eine Uhr reicht es.
In die kleine Tasche an der Jeans passt nicht viel – aber für eine Uhr reicht es.
Foto: Shutterstock

Die Massenproduktion der Industrialisierung hatte günstigere Preise ermöglicht, sodass damals wirklich jeder eine eigene Uhr haben wollte. Doch es gab da ein Problem: Wohin mit der schönen neuen Uhr bei der Arbeit? Die Weste, die über eine eigene Uhrentasche verfügte und auch die Jacke wurden bei schweißtreibender Arbeit meist ausgezogen und irgendwo aufgehängt, wo man sie nicht immer unter Beobachtung hatte.

Sicher aufbewahrt und gut ausradiert

Die hinteren Hosentaschen kamen als Aufbewahrungsort nicht in Frage, denn schließlich konnte hier ein versehentliches Draufsetzen zu Beschädigungen führen. Da war die kleine Extratasche in der vorderen Hosentasche natürlich überaus praktisch. Nicht umsonst hieß sie früher deshalb ja auch „watch pocket“, also „Uhrentasche“.

 Jede Radiergummiseite ist für eine andere Stiftart gedacht.
Jede Radiergummiseite ist für eine andere Stiftart gedacht.
Foto: Shutterstock

Ein weiteres Rätsel: Manche Radiergummis sind zweifarbig, zum Beispiel rot und blau. Das hat aber durchaus seinen Grund. Die eine (rote) Seite ist in der Regel weicher und dazu gedacht, Bleistift- und Buntstiftspuren wieder zu entfernen, also alles, was nur auf der Oberfläche des Papiers haftet und nicht in dieses hineingezogen ist. Die andere (blaue) Seite ist hingegen härter und mit Schleifmitteln wie etwa Quarzmehl versetzt, damit auch Striche wieder entfernt werden können, die in das Papier eingezogen sind, wie etwa Tintenspuren. Beim Radieren mit der harten (blauen) Seite wird also immer auch eine winzige Schicht der Oberseite des Papiers mit abgetragen.

Lebensdauer erhöhen und sogar Leben retten

Auch mit dem kleinen Loch im Vorhängeschloss können viele nichts anfangen. Ein Vorhängeschloss muss so einiges aushalten. Vor allem Wind und Wetter können ihm ganz schön zusetzen. Da ist es natürlich praktisch, dass Vorhängeschlösser, die für den Außenbereich gedacht sind, über ein kleines Loch an der Unterseite verfügen. Durch dieses kann eingedrungenes Regenwasser sofort abfließen, was die Lebensdauer des Schlosses enorm verlängert. Natürlich muss auch der Rest des Schlosses wetterfest und rostfrei sein, denn sonst nützt auch das kleine Loch nicht viel.

 Durch das kleine Loch im Schloss kann Wasser ablaufen.
Durch das kleine Loch im Schloss kann Wasser ablaufen.
Foto: Shutterstock

Ein anderes Loch, dessen Nutzen bisweilen unklar ist, ist das in der Kugelschreiberkappe: Wer beim Schreiben um Worte ringt, beginnt früher oder später damit, auf dem Stift herumzukauen. Und genau das ist das Problem.

Während bei einem Bleistift lediglich die Optik in Mitleidenschaft gezogen wird, besteht bei einem Kugelschreiber immer die Gefahr, dass die hinten aufgesteckte Kappe verschluckt wird. Das Loch darin soll in so einem Fall die Atmung sicherstellen – zumindest so lange, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

 Kaut man auf dem Stift, kann die Kappe leicht verschluckt werden.
Kaut man auf dem Stift, kann die Kappe leicht verschluckt werden.
Foto: Shutterstock

Dann gibt es da noch ein Rätsel aus dem Autobereich: Wer kennt das nicht? Man fährt an die Tanksäule heran und bemerkt erst beim Öffnen des Tankverschlusses, dass dieser auf der falschen Seite sitzt. Oft hilft dann auch alles Ziehen und Zerren am Tankschlauch nichts mehr und man muss ganz einfach umparken.

Doch es geht auch einfacher. Viele neuere Autos haben an ihrer Tankanzeige im Armaturenbrett einen kleinen Pfeil, der darauf hinweist, an welcher Fahrzeugseite die Tanköffnung ist. So kann man von vornherein richtig herum an die Tanksäule fahren.

Der Metallwinkel am Maßband erleichtert das Messen.
Der Metallwinkel am Maßband erleichtert das Messen.
Foto: Shutterstock

Genau ausgemessen ohne fremde Hilfe

Zum Abschluss: Das Geheimnis des verschiebbaren Endes des Maßbandes. Einige Bänder haben an ihrem Anfang einen kleinen Metallwinkel, der sich um ein, zwei Millimeter verschieben lässt. Das ist keineswegs ein Zeichen für billige Qualität, denn hier wackelt nichts einfach so. Vielmehr dient dieser verschiebbare Anfang dazu, die Materialdicke des Metallwinkels auszugleichen, sodass bei Innen- und auch bei Außenmessung auf den Millimeter genau gemessen werden kann.

Der Winkel ist übrigens dazu da, das Maßband in das zu vermessenden Werkstück einzuhängen. So können auch größere Distanzen ohne fremde Hilfe exakt vermessen werden. 


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