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Traumreise in den hohen Norden
Der Denali-Nationalpark ist ein wahres Naturparadies.

Traumreise in den hohen Norden

Foto: Marc Bourkel
Der Denali-Nationalpark ist ein wahres Naturparadies.
Lifestyle 5 Min. 26.09.2018

Traumreise in den hohen Norden

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Eine Alaska-Kreuzfahrt ist bereits ein besonderes Erlebnis. Wenn man das Ganze mit einem Vor- und Nachprogramm kombiniert, kann man getrost von einer wahren Traumreise sprechen. Zu einer solchen brachen im August gleich 43 Leserinnen und Leser des „Luxemburger Wort“ auf.

Die kanadische Stadt Vancouver – Ausgangspunkt der Leserreise „Die Schönheiten Alaskas“ – gehört definitiv zu den interessantesten Städten des nordamerikanischen Kontinents. Davon konnten sich im August 43 Leserinnen und Leser des „Luxemburger Wort“ überzeugen, die via Frankfurt an die kanadische Westküste gereist waren, um von dort aus an Bord der Celebrity Millennium in Richtung Alaska in See zu stechen.

Beliebtes Ausflugsziel: die Capilano Suspension Bridge in Vancouver.
Beliebtes Ausflugsziel: die Capilano Suspension Bridge in Vancouver.
Foto: Marc Bourkel

Nach der Ankunft in Vancouver geht es erst einmal in Richtung The Liste Hotel, das für zwei Tage das Quartier der Luxemburger Reisegruppe sein wird. Am ersten Abend zieht es viele Leserinnen und Leser zur English Bay, wo eines der berühmten Sommerfeuerwerke der Stadt auf dem Programm steht.

Am nächsten Tag führt dann eine Bustour quer durch Vancouver und abschließend zum Capilano Suspension Bridge Park, dessen Hauptattraktion – nomen est omen – die Capilano Suspension Bridge ist – eine der bekanntesten frei schwingenden Seilbrücken der Welt.

Das den Capilano River überspannende, 136 Meter lange und sich in 70 Metern Höhe befindliche Bauwerk ist allerdings nichts für Menschen, die an Höhenangst und Angst vor Menschenmassen leiden. Am dritten Reisetag geht es dann am Nachmittag auf die Celebrity Millennium, die bereits seit den frühen Morgenstunden an der Canada Place vor Anker liegt.

Wasserflugzeuge im Vancouver Harbour.
Wasserflugzeuge im Vancouver Harbour.
Foto: Marc Bourkel

Schwimmendes Luxushotel

Nachdem die Millennium Vancouver verlassen hat, bleibt den rund 2 000 Passagieren viel Zeit, um das im Juli 2000 in Dienst gestellte und im Mai 2016 umfangreich modernisierte Vier-Sterne-Schiff ausgiebig auszukundschaften. Der erste Hafen wird schließlich erst rund 36 Stunden später angelaufen.

Und die 294 Meter lange Millennium hat in der Tat einiges zu bieten, wie etwa zwei Swimmingpools, einen großzügigen Wellness- und Fitnessbereich, mehrere Spezialitätenrestaurants, unzählige Bars sowie einen sich über zwei Etagen erstreckenden Theatersaal.


Die Celebrity Millennium am Icy Strait Point.
Die Celebrity Millennium am Icy Strait Point.
Foto: Marc Bourkel

Am Seetag in der Inside Passage profitieren viele Gäste noch einmal vom sommerlichen Wetter für einen ausgedehnten Aufenthalt auf den Sonnendecks. Nach einer für Alaska eher ungewöhnlich langen Schönwetterperiode kündigt sich für die nächsten Tage nämlich eher durchwachsenes Wetter an.

Nun, am nächsten Morgen ist davon noch nichts zu merken. Als die Millennium das Städtchen Ketchikan erreicht, und zwar rund eine Stunde früher als eigentlich geplant – Kapitän Alex Papadopoulos hatte es wohl besonders eilig –, zeigt sich Alaska wettermäßig noch einmal von seiner schönsten Seite. Ein Himmel wie aus dem Bilderbuch verspricht einen angenehmen ersten Landtag.

Von sehr bescheiden bis luxuriös

Während viele Passagiere bereits in Ketchikan an einem der unzähligen, von Celebrity Cruises angebotenen Ausflüge teilnehmen – die Palette reicht hierbei von einem geführten Stadtrundgang bis hin zum exklusiven Whale Watching an Bord einer Luxusyacht –, erkunden andere bei sommerlichen 25 Grad den nur mit dem Schiff oder dem Flugzeug erreichbaren 8 000-Einwohner-Ort, immerhin die fünftgrößte Stadt Alaskas, auf eigene Faust.

Zu den Hauptattraktionen Ketchikans zählen das Totem Heritage Center und die Creek Street, die zur Blütezeit der Lachsfischerei und des Bergbaus als Rotlichtviertel fungierte. Seit mehreren Jahrzehnten geht es in den auf Pfählen im Wasser stehenden Holzhäusern aber sehr gesittet zu. In den meisten von ihnen befinden sich heute Cafés, Restaurants oder Souvenirläden.

Der Hubbard Glacier ist der größte Gletscher Nordamerikas.
Der Hubbard Glacier ist der größte Gletscher Nordamerikas.
Foto: Marc Bourkel

Im nächsten Hafen, dem zum Tlingit-Dorf Hoonah gehörenden Icy Strait Point, präsentiert sich das Wetter dann so, wie man es vielleicht von einem Trip in den nördlichsten Staat der USA erwartet – eher kühl und feucht. In dem kleinen Hafenort gibt es eigentlich nicht viel zu sehen, sodass vor allem jene Passagiere auf ihre Kosten kommen, die einen Ausflug gebucht haben, oder aber die besonders Wagemutigen. Am Icy Strait Point befindet sich mit dem 1,7 Kilometer langen ZipRider nämlich eine der längsten Seilrutschen der Welt.

Eine Oase der Ruhe

In Juneau, der Hauptstadt Alaskas, geht es am nächsten Tag weitaus weniger beschaulich zu. Vor der 33 000-Einwohner-Stadt, die wie Ketchikan ebenfalls nur aus der Luft oder über das Wasser zu erreichen ist, ankern an jenem Dienstag gleich fünf Kreuzfahrtschiffe. Das sorgt natürlich für geschäftiges Treiben in Juneaus Straßen. Der Hektik kann man aber leicht entfliehen, indem man direkt am Kreuzfahrtterminal mit der Seilbahn auf den 610 Meter hohen Mount Roberts entschwindet.

Dort kann man nicht nur fernab vom Trubel den Ausblick auf den Gastineau Channel genießen, sondern auch auf gut ausgeschilderten Wanderwegen für ein, zwei Stunden durch den gemäßigten Regenwald spazieren.

Die Leserinnen und Leser des „Luxemburger Wort“ am Eingang des Denali-Nationalparks.
Die Leserinnen und Leser des „Luxemburger Wort“ am Eingang des Denali-Nationalparks.
Foto: Marc Bourkel

Viel los ist am Folgetag auch in der ehemaligen Goldgräberstadt Skagway – wohl auch, weil viele Ausflüge wetterbedingt annulliert werden mussten. Auch viele Passagiere, die eine Zugfahrt zum White Pass gebucht haben, sind am Ende ein wenig enttäuscht. Schuld sind die vielen tief hängenden Wolken, die die Schönheit der Landschaft höchstens erahnen lassen.

Auch für das eigentliche Highlight der einwöchigen Kreuzfahrt, das Kreuzen am Hubbard Glacier, dem mit 122 Kilometer längsten kalbenden Gletscher Nordamerikas, sind die Wetterprognosen eher schlecht. Als die Millennium dann aber die zehn Kilometer lange Stirnseite des Gletschers erreicht, hellt sich der Himmel zumindest ein wenig auf.

Am nächsten Tag heißt es dann in Seward Abschied nehmen von der Millennium und Captain Alex, der bei seinen morgendlichen Durchsagen immer für gute Laune unter den Passagieren gesorgt hat. Nach der Ausschiffung macht die Luxemburger Gruppe Bekanntschaft mit der Deutsch-Amerikanerin Anna, die bis zur Abreise in Anchorage als Reiseführerin fungieren wird und ihre Begeisterung für ihre Wahlheimat Alaska zu keinem Zeitpunkt verbergen kann.

Eine Herde Karibus im Alaska Wildlife Conservation Center.
Eine Herde Karibus im Alaska Wildlife Conservation Center.
Foto: Marc Bourkel

Nach einem kurzen Abstecher ins Alaska Sealife Center geht es mit dem Bus Richtung Exit Glacier, einem vom Harding Icefield genährten Gletscher im Kenai-Fjords-Nationalpark, und weiter zum Wildtierpark Alaska Wildlife Conservation Center, ehe der Tag im Wintersportort Girdwood zu Ende geht.

Der Exit Glacier liegt etwa 15 nordwestlich von Seward.
Der Exit Glacier liegt etwa 15 nordwestlich von Seward.
Foto: Marc Bourkel

Tags darauf führt die Reise Richtung Denali, wo am nächsten Tag ein 14-Stunden-Ausflug durch den Denali-Nationalpark auf dem Programm steht – an Bord eines nicht gerade komfortablen, ausrangierten Schulbusses.

Die Strapazen nehmen die Leserinnen und Leser gerne in Kauf, denn der Denali zeigt sich an jenem Tag von seiner besten Seite, und vor allem bekommt die Reisegruppe aus Luxemburg besonders viele Wildtiere zu sehen. Auch am letzten vollen Reisetag gibt es noch ein besonderes Bonbon, und zwar eine knapp achtstündige Zugfahrt mit dem Wilderness Express von Denali nach Anchorage, von wo aus die letzte Etappe am nächsten Tag – nach sehr erlebnisreichen zwei Wochen – via Frankfurt nach Luxemburg geht.

Zugwaggon mit Aussicht: an Bord des Wilderness Express zwischen Denali und Anchorage.
Zugwaggon mit Aussicht: an Bord des Wilderness Express zwischen Denali und Anchorage.
Foto: Marc Bourkel



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