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Toyota RAV4: Japanischer Vorreiter
In seinem breitschultrigen SUV hat Toyota Abenteuer und Raffinesse miteinander vereint. Auch auf unbefestigten Wegen federt der neue RAV4 wie eine Limousine.

Toyota RAV4: Japanischer Vorreiter

Foto: Toyota
In seinem breitschultrigen SUV hat Toyota Abenteuer und Raffinesse miteinander vereint. Auch auf unbefestigten Wegen federt der neue RAV4 wie eine Limousine.
Lifestyle 3 Min. 15.02.2019

Toyota RAV4: Japanischer Vorreiter

Mit seinem kompakten SUV hat Toyota vor fast einem Vierteljahrhundert ein neues Marktsegment eröffnet. Die fünfte Generation des RAV4 setzt diesen Pioniergeist fort.

von Marc Willière

Der RAV4 ist Toyotas Erfolgsmodell. Seit 1994 liefen fast neun Millionen Exemplare des japanischen Allrounders vom Band – zwei Millionen davon wurden in Europa abgesetzt. Um sich auf dem boomenden SUV-Markt weiter einen Teil des Kuchens zu sichern, stellt Toyota den RAV4 der fünften Generation erstmals auf die moderne TNGA-Plattform mit niedrigerem Schwerpunkt und höherer Verwindungssteifigkeit. Fahrverhalten und Federungskomfort profitieren davon ebenso wie der Komfort an Bord und die Sicherheitssysteme.

Der neue RAV4 tritt deutlich robuster auf. Dafür sorgen neben seinem kraftvolleren Karosseriedesign seine um 15 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit sowie seine Räder mit größerem Durchmesser. In der Breite legt er zehn Millimeter auf 1,85 Meter zu. In der Außenlänge misst er hingegen fünf Millimeter weniger als das Vorgängermodell, während die Höhe um zehn Millimeter auf 1,65 Meter sinkt. Auch die Achsüberhänge fallen vorne fünf und hinten 30 Millimeter kürzer aus.

Auf das Konto der neuen Plattform gehen ein größerer Radstand – er wächst um 30 Millimeter auf 2,69 Meter – und somit ein großzügigeres Platzangebot für die Passagiere. Im Fond legt die Schulterfreiheit um 40 Millimeter zu. Mit seinen zusätzlichen 80 Liter Kofferraumvolumen präsentiert sich der neue RAV4 auch nutzerfreundlicher.

Das geräumige Interieur entspricht dem robusten Außendesign des Toyota RAV4.
Das geräumige Interieur entspricht dem robusten Außendesign des Toyota RAV4.
Foto: Toyota

Insgesamt kann das Cockpit im einladenden SUV-Charakter dank der Qualität und Verarbeitung der Materialien gefallen. Die neu gestaltete Mittelkonsole mit nur mehr einer elektronischen Parkbremse bietet jetzt auch Platz für unter anderem gleich drei USB-Schnittstellen sowie eine größere Wireless-Charger-Fläche.

Im Lastenheft der Entwickler stand zudem die Rundumsicht weit oben. Die Motorhaube fällt 15 Millimeter flacher aus und erweitert das Sichtfeld des Fahrers auf die Straße. Gleichzeitig rückten die Seitenspiegel auf die Türen, wodurch die A-Säulen schlanker wurden. Den Blick nach hinten verbessert nicht nur eine größere Heckscheibe; der Innenspiegel mit kamerabasierter Panorama-Ansicht ist zwar gewöhnungsbedürftig, erweitert aber den Blick auf das nachfolgende Geschehen ungemein.

Hybridantrieb als Alleinstellungsmerkmal

Da eine gute Sicht aber allein nicht ausreicht, erkennt die erstmals im RAV4 verbaute zweite Generation des Sicherheitskonzepts „Toyota Safety Sense“ fortan auch Fußgänger bei Tag und Nacht sowie Radfahrer bei Tageslicht. Zusätzliche Unterstützung erfährt der Fahrer durch die adaptive Geschwindigkeitsregelung, den Spurwechselwarner mit Lenkassistent, die weiterentwickelte Verkehrszeichenerkennung sowie den Spurhalteassistenten.

Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des RAV4 innerhalb seiner Klasse ist sein Hybridantrieb. Für ihn entschied sich bislang die Mehrheit der Kunden in Europa. 2018 waren es 85 Prozent. In Zukunft rechnet der japanische Hersteller sogar mit einem Anteil von 90 Prozent. Für die anderen Kunden hält Toyota parallel einen 2,0-Liter-Benzinmotor mit Schalt- oder Automatikgetriebe bereit.

Die neueste Generation des mit je einem Elektromotor an der Vorder- beziehungsweise Hinterachse gekoppelten Vierzylinders mit 2,5 Liter Hubraum entwickelt mit Automatikgetriebe und Allradantrieb 163 kW (222 PS) und übertrifft damit den 145 kW (197 PS) starken Vorgänger deutlich. Mit reinem Frontantrieb leistet der RAV4 Hybrid 160 kW (218 PS).

Mit einem Verbrauch von 4,4 Liter pro 100 Kilometer sowie CO2-Emissionen von 101 Gramm pro Kilometer setzt der Hybridantrieb Maßstäbe in seiner Klasse. Für den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h braucht der neue Toyota 8,1 Sekunden. Dabei ist allerdings dem Sport-Modus der Vorzug zu geben, da er den Motor geschmeidiger und deutlich leiser beschleunigen lässt.

Dennoch bietet sich der neue RAV4 nicht nur für dynamische Kurvenfahrten sowie gemütliches Cruisen an. Auch im anspruchsvollen Gelände gibt er eine gute Figur ab. Für das verbesserte Handling sorgen der Trail-Modus sowie die variable Verteilung der Antriebskraft zwischen 100:0 und 20:80 zwischen Vorder- und Hinterachse.

Die Preise für den Toyota RAV4 mit Hybridantrieb beginnen bei 34.830 Euro. Für den Benziner sind rund 5.000 Euro weniger fällig.


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