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Toyota Corolla: Wiedergeburt einer Ikone
Lifestyle 3 Min. 16.03.2019

Toyota Corolla: Wiedergeburt einer Ikone

Toyota setzt bei der zwölften Generation seines Bestsellers auf Sportlichkeit – sowohl in optischer als auch in fahrdynamischer Hinsicht.

Toyota Corolla: Wiedergeburt einer Ikone

Toyota setzt bei der zwölften Generation seines Bestsellers auf Sportlichkeit – sowohl in optischer als auch in fahrdynamischer Hinsicht.
Foto: Toyota
Lifestyle 3 Min. 16.03.2019

Toyota Corolla: Wiedergeburt einer Ikone

Nach zwölf Jahren als Auris fährt der Corolla, der von Toyota erstmals 1966 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, nun auch in Europa wieder unter seinem ursprünglichen Namen vor.

von Henri Leyder

54 Jahre sind es her, dass Toyota den ersten Corolla auf die europäischen Straßen entließ. 2007 wurde aus ihm der Auris. In zwölfter Generation rollt der Japaner jetzt auch in Europa wieder als Corolla zu den Händlern – weit dynamischer im Auftritt und agiler beim Fahren als bisher. Der Corolla Jahrgang 2019 präsentiert sich durchaus sportlich, vor allem im Frontbereich. Nicht nur das: „Fahrdynamisch haben wir das neue Modell auf Europa ausgerichtet“, betont der Chefingenieur des neuen Corolla, Yasushi Ueda. Der Touring Sports genannte Kombi wurde sogar in Belgien im neuen konzerneigenen europäischen Design-Center modelliert.


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Die neue Baureihe basiert auf der noch jungen Toyota New Global Architecture (TNGA), deren modulierbare Plattform den Entwicklern großen gestalterischen Spielraum bietet. Sie ist laut Hersteller 50 Prozent verwindungsfester als bisher. Und sie machte es möglich, dass der neue Corolla in drei recht unterschiedlichen Ausrichtungen geformt werden konnte. Der fünftürige Hatchback spricht die jüngere Kundschaft, Singles oder jung gebliebene Senioren an. Der Touring Sports soll der dynamischen jungen Familie zu Diensten stehen, die viertürige Fließhecklimousine Sedan liebäugelt mit Kunden, die auf klassische Eleganz setzen.

Der Hatchback baut auf eine Karosserie (4,37 Meter Länge) mit 2,64 Meter Radstand, die beiden Schwestermodelle auf Karosserien (4,65 beziehungsweise 4,63 Meter) mit 2,70 Meter Radstand auf. Diese bieten mehr Innenraum im Fond – in Höhe und Länge sogar richtig viel. Gleiches gilt für das Kofferraumvolumen: Der 1,8-Liter-Fünftürer muss mit 361 Liter, das 2,0-Liter-Pendant sogar mit knappen 313 Liter auskommen. Mindestens 581 beziehungsweise 598 Liter Gepäck schafft der Kombi, 471 Liter der Sedan.

Drei Karosserieformen, drei Motorisierungen. Der in Auris, Prius und C-HR längst kampferprobte 1,8-Liter-Hybrid befeuert alle drei Varianten. Hatchback und Touring Sports können darüber hinaus mit dem bereits im C-HR eingesetzten 1.2-Liter-Turbo-Vierzylinder-Benziner (85 kW/114 PS) und Sechs-Gang-Handschaltung geordert werden. Hybridresistente finden mit ihm möglicherweise ihr Corolla-Glück, vielleicht auch mit dem Sedan, der neben dem bereits erwähnten 1,8-Liter-Hybrid einen 1,6-Liter-Benziner (97 kW/132 PS) im Angebot stehen hat.

Im Corolla-Cockpit verzichtet Toyota auf unnötige Spielereien.
Im Corolla-Cockpit verzichtet Toyota auf unnötige Spielereien.
Foto: Toyota

Neuer 2,0-Liter-Hybrid

Bleibt noch die große Neuheit : der erste 2,0-Liter-Hybrid nur für den europäischen Markt. Er hebt sich leistungsmäßig deutlich vom altbewährten, aber „optimierten“ 1.8-Liter-Hybrid ab. Das neue Triebwerk ist eine ausgesprochene Leichtkonstruktion. Bei nur zehn Prozent mehr Verbrauch biete es 50 Prozent mehr Leistung, verspricht Toyota. Die beiden Hybride leiten ihre Antriebs-kraft ausnahmslos über ein stufenlos arbeitendes Planetengetriebe (e-CVT) auf die Vorderräder.

Wie nicht anders zu erwarten war, lässt der neue Corolla sich via Ausstattungslinien mit so ziemlich allem „hochrüsten“, was es heute an Sicherheits- und Entertainment-Equipment gibt. Erwähnt seien hier unter anderem das überarbeitete Pre-Crash-Safety-System, die adaptive Geschwindigkeitsregelung, die Spurhalte- und Spurverfolgungsassistenten, das Head-up-Display sowie die Fernlicht-, Totwinkel und Rückfahrassistenten. Außergewöhnlich viel davon ist übrigens serienmäßig an Bord.


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Toyota ist es gelungen, den Corolla kräftig aufzuwerten, nicht nur optisch. Das Ergebnis ist ein hohes Komfortniveau. Die Sitze sind ausgezeichnet geformt, akustisch zählt er zu den Besten in seinem Segment, und das Interieur ist stilistisch geglückt. Der 1,8-Liter-Hybrid wird wohl viele Kunden zufriedenstellen können, die Fahrkomfort und Umweltfreundlichkeit in einem Atemzug nennen. Die 2,0-Liter-Variante macht keinen großen Umweg um diese Philosophie. In puncto Dynamik und Fahrspaß hat er aber einiges mehr zu bieten. Beide sehr geschmeidige Motorisierungen machen durchschnittliche Verbrauchwerte von fünf Litern oder noch weniger möglich. Im Vergleich zum Auris in seiner Einstiegsausführung steigt der Listenpreis von 24 725 auf 25 580 Euro.

Technische Daten*

Motoren: 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner bzw. 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner plus permanent erregter Synchronmotor; Systemleistung: 90 kW (122 PS) bzw. 132 kW (180 PS); Drehmoment: 142 Nm bzw. 190 Nm; Kraftübertragung: Planetengetriebe; Frontantrieb; Länge x Breite x Höhe: 4 370 bzw. 4 650 x 1 790 x 1 435 mm; Leergewicht: 1 285 bis 1 370 kg; Kofferraumvolumen: 313 bis 1 024 bzw. 581 bis 1 606 Liter; 0-100 km/h: 7,9 bis 11,1 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h; Verbrauch: 3,3 bis 3,7 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß (WLTP): 101 bis 106 g/km: Preis: ab 25 580 bzw. 29 550 Euro.

* für Hatchback und Touring Sports Hybrid


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