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Toyota C-HR: Unten SUV, oben Coupé
Lifestyle 3 Min. 06.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Toyota C-HR: Unten SUV, oben Coupé

Schnittig und muskulös zugleich fährt der Toyota H-CR vor. Er kombiniert die Eleganz eines Coupés mit dem Komfort eines SUVs.

Toyota C-HR: Unten SUV, oben Coupé

Schnittig und muskulös zugleich fährt der Toyota H-CR vor. Er kombiniert die Eleganz eines Coupés mit dem Komfort eines SUVs.
Foto: Toyota
Lifestyle 3 Min. 06.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Toyota C-HR: Unten SUV, oben Coupé

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Es ist schon mutig, ein Auto wie den Toyota C-HR zu bauen: Ihr SUV mit der coupé-haften Silhouette sehen die Japaner nicht als Nischenprodukt. Der kompakte Crossover soll neue und vor allem junge Käufer locken.

VON MARC WILLIÈRE

Seine futuristische Ausstrahlung, die der C-HR als Konzeptstudie 2014 in Paris zur Schau stellte, hat er sich auch als Serienmodell erhalten können. Mit provokanten, gewöhnungsbedürftigen Formen fährt der jüngste Toyota jetzt effektiv zum Jahresende vor – sozusagen als Vorbote einer neuen Fahrzeugphilosophie, die vom Althergebrachten Abstand nehmen und so das Image der japanischen Marke auffrischen will.

Große stilistische Freiheiten hatten die Designer bei der Gestaltung des C-HR (abgeleitet von „Compact High-Rider“). Folglich hebt er sich nicht nur von den weniger leidenschaftlichen Karosserien der übrigen Toyota-Modelle Yaris, Auris oder RAV4, sondern auch von den meisten Mitbewerbern im boomenden Crossover-Segment ab. Seine Silhouette in Form eines präzise geschnittenen Edelsteins ist indes fast identisch mit der des Nissan Qashqai.

Während sich das schlanke obere Kabinenprofil im Stil eines schnittigen Coupés mit leicht nach hinten abfallender Dachlinie präsentiert, gibt die untere Karosserie mit ihrer erhöhten Bodenfreiheit ein robusteres Erscheinungsbild ab: Die hochstehende Frontpartie mit schmalem Kühlergrill und um die Flanken herumgezogenen Scheinwerfern, die prägnant ausgestellten Radhäuser sowie die übermäßig von der Karosserie abgesetzten Rückleuchten komplettieren das Erscheinungsbild eines SUV.

Aber nicht nur mit seinem extravaganten Exterieur, das gleichermaßen Kraft und Eleganz versprüht, hebt sich der Toyota C-HR vom automobilen Mainstream ab. Auch im aufgeräumten Innenraum weht ein anderer Wind, obwohl sich der gestalterische Freiraum der Designer im einladenden Ambiente doch etwas zurückhielt. Schwarzer Piano-Lack, mattsilbrige Applikationen und eine blaue Zierleiste werten das Cockpit auf. Eigentlicher Blickfang ist das frei stehende, acht Zoll große Display, das leicht zum Fahrer hin orientiert ist. Gleiches gilt für die Schalter und Hebel, die sich erfreulicherweise auf ein absolutes Minimum beschränken. Haptik und Verarbeitung sind überdurchschnittlich.

Als Viertürer ist der Toyota C-HR erst auf den zweiten Blick erkennbar, sind doch die hinteren Türgriffe in die C-Säule integriert. Auf der Rückbank genießen die Passagiere trotz der abfallenden Dachlinie viel Kopffreiheit; die Kniefreiheit ist indes von der Größe des Fahrers abhängig. Das an sich gute Raumgefühl und die gute Rundumsicht werden aber im Fond durch die klein ausgefallenen Seitenfenster und die wuchtige Türverkleidung sowie die flach angestellte Heckscheibe eingeschränkt.

Leicht verspielt und doch anmutig präsentiert sich das geräumige, auf den Fahrer hin ausgerichtete Cockpit.
Leicht verspielt und doch anmutig präsentiert sich das geräumige, auf den Fahrer hin ausgerichtete Cockpit.
Foto: Toyota

Nur zwei Motoren

Mit dem Prius teilt sich der C-HR nicht nur die Plattform. Der jüngste Spross von Toyota ist auch mit der neuesten Generation des hauseigenen Hybrid-Antriebsstrangs ausgestattet, das leichter und zugleich effizienter als das bisherige System ausfällt. Zusammen mit dem E-Motor leistet der 1,8-Liter-Benziner 90 kW (122 PS). Seine CO2-Emissionen liegen jetzt bei 86 g/km, seine Verbrauchswerte bei 3,8 Liter/100 km.

Der Hybrid-Antrieb, der ausschließlich mit dem stufenlosen CVT-Automatikgetriebe gekoppelt ist, quittiert jede Bedienung des Gaspedals mit einer sanften und direkten Rückmeldung und liefert immer die gewünschte Leistung. Dank seines höheren Gewichts und seines niedrigen Schwerpunkts hat der C-HR Hybrid eine ausgezeichnete Straßenlage, was für Fahrspaß besonders in Kurven sorgt.

Doch auch beim optimierten 1,2-Liter-Benziner mit 85 kW (116 PS), den Toyota erstmals im Auris vorstellte, ist der Kunde nicht weniger schlecht aufgehoben. Das Aggregat, für das der Allradantrieb in Verbindung mit der Automatik angeboten wird, kann auch mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe geordert werden und verbraucht laut Werksangaben etwa sechs Liter Sprit.

Moderne Sicherheitstechnologien sind beim Toyota C-HR serienmäßig. Frontkollisionswarner, Notbremsassistent, Fußgängererkennung gehören ebenso zum „Safety Sense“ von Toyota wie der Spurhalte- und Fernlichtassistent sowie die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. In der Basisausführung kostet der C-HR mit Benzinmotor 21 835 Euro bzw. mit Hybridantrieb 26 930 Euro.

Technische Daten

  • Motoren: 1,8-Liter-Vierzylinder-Hybrid, 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Turbolader
  • Leistung: 90 kW/122 PS (85 kW/116 PS) bei 5 200 (5 600) U/min; max. Drehmoment: 142 (185) Nm bei 3 600 (1 500-4 000) U/min
  • Kraftübertragung: Stufenlose Automatik, Frontantrieb (Sechs-Gang-Schaltgetriebe, Front- oder Allradantrieb)
  •  L x B x H: 4 360 x 1 795 x 1 555 (1 565) mm
  •  Leergewicht: 1 460 (1 425) kg
  •  Kofferraum: 377 Liter
  •  0-100 km/h: 11 (10,9) Sekunden
  •  Höchstgeschwindigkeit: 170 (190) km/h
  •  ECE-Verbrauch: 3,6 (5,9) Liter pro 100 Kilometer
  •  CO2-Ausstoß: 82 (135) g/km
  • Preise: 26 930 (21 835) Euro.

In Klammern: Werte für 1,2-Liter-Benziner


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