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Toyota Avensis: Facelift hoch drei
Lifestyle 3 Min. 12.07.2015

Toyota Avensis: Facelift hoch drei

Die neu gestaltete Front streckt den Toyota Avensis um 40 Millimeter.

Toyota Avensis: Facelift hoch drei

Die neu gestaltete Front streckt den Toyota Avensis um 40 Millimeter.
Toyota
Lifestyle 3 Min. 12.07.2015

Toyota Avensis: Facelift hoch drei

Toyotas Flaggschiff in Europa und aus Europa kommt Anfang Juli stark erneuert zu den Markenhändlern. Außen und innen modellierte die Designabteilung ihm ein neues Kleid, BMW-Dieselmotoren ersetzen die hauseigenen und ein neues Pre-Collision-System erhöht die aktive Sicherheit.

Von Henri Leyder

Der 2008 in Paris lancierte und 2011 erstmals aufgefrischte Avensis der dritten Generation kommt auf drei Ebenen so stark erneuert, dass es fast zur vierten Generation gereicht hätte, auf den ersten Blick wenigstens. Nur fast, weil die Plattform, das Fahrwerk und die Benzinmotoren, von Details abgesehen, unangetastet bleiben. Toyota wirft eben Bewährtes nicht so schnell zum alten Eisen, baut hingegen auf ihm auf: Mehr als tausend Einzelteile wurden ausgewechselt, 36 Millionen Euro investiert.

Optisch wendet der „Neue“ sich im vorderen Bereich ganz entschieden von seinem Vorgänger ab. Die Familienbande mit dem Ende 2014 facegelifteten Auris springen hingegen ins Auge. Zufall oder nicht, beide laufen künftig im britischen Werk Burnaston vom selben Produktionsband, beide übrigens mit dem gleichen Radstand von 2,70 Metern.

Im schön gezeichneten Bug halten die beiden bisherigen Valvematic-Benziner, 1,6-Liter und 1,8-Liter, die Stellung, erfüllen nun die ab September geltende Euro-6-Abgas-Norm. Umwälzung hingegen in der Dieselfraktion. Toyota investiert nicht mehr in die eigenen 2.0- und 2,2-Liter-Selbstzünder (mit sehr aufwendiger D-Cat/DPNR-Abgasreinigung, um Euro-Normen erfüllen zu können), sondern überlässt im Avensis einem 1.6- (bereits im Verso im Einsatz) bzw. einem 2.0-Liter-BMW-Common-Rail-Selbstzünder die Antriebsaufgabe. Beide sind wohl nicht die letzten bajuwarischen Kreationen, mit u. a. Piezo-Injektoren und variablem Turbolader technisch aber auf der Höhe, schließlich hatte Toyota keinen heißen Ofen in die Bestellung geschrieben. 

Die neu gezeichnete Armaturentafel hat an Eleganz und Wertigkeit gewonnen.
Die neu gezeichnete Armaturentafel hat an Eleganz und Wertigkeit gewonnen.
Toyota

Leicht bedienbare Gangschaltung

Das stärkere Diesel-Aggregat, das die Luxemburger Kundschaft am ehesten anspricht, passt zum beschaulichen Charakter des Avensis. Es läuft wohl ein wenig brummig, aber keinesfalls störend. Seine 320 Nm Drehmoment schieben die etwa 1 550-Kilogramm-Fuhre (Leergewicht unseres Touring-Sports-Testwagens) ausreichend kraftvoll nach vorne, ermöglichen kurvenreiche Gebirgsstrecken in einem durchaus flotten Tempo zu bewältigen. Über die leicht zu bedienende Gangschaltung lässt das passend abgestimmte Getriebe sich in allen Situationen einwandfrei schalten.

Unser zweiter Testwagen hatte den 1,8-Liter-Ottomotor mit der in allen Bereichen (Verbrauch, Ansprechverhalten, Geräuschentwicklung) neu abgestimmten Multidrive-S unter der Haube. Eigentlich eine Doppelpack-Kombination, weil die jetzt fast schon akustisch diskret arbeitende CVT-Automatik im Normalbetrieb das entspannende Dahingleiten begünstigt, aber bei gedrückter Sport-Taste eine durchaus flinke Fahrweise ermöglicht.

Das Fahrwerk ist sich insgesamt treu geblieben, wurde zur Verbesserung des Komforts und des Fahrverhaltens in vielen Punkten spürbar überarbeitet. Der Innenraum bleibt mit seiner relativ hohen Sitzposition – Vorteil oder Nachteil? –, seinem mäßigen Platzangebot und dem gründlich modernisierten, gepflegt und wertig aussehenden Armaturenbrett gestalterisch unverändert. Alle, denen Kopf- und Beinfreiheit reichen, sitzen gut auf dem teils neu geformten Mobiliar und reisen komfortabel.

Kollisionswarner bei allen an Bord

Trotz der klassisch aussehenden Dienststelle fehlt es nicht an modernem Equipment. Im Vergleich zur Konkurrenz ist Toyota mit seinem Safety-Sense-System sogar wegweisend, weil es serienmäßig bei allen an Bord ist, d. h. ausnahmslos alle sind u. a. mit einem Kollisionswarner (vor egal welchem Hindernis) ausgerüstet. Es funktioniert zwischen 10 und 80 km/h, warnt akustisch und optisch vor einem drohenden Auffahrunfall, bereitet die Bremsanlage auf einen imminenten Einsatz vor und leitet – sollte der Fahrer nicht reagieren – automatisch eine Notbremsung ein.

Alles in allem lässt Toyota den Avensis weiterhin auf der Spur der soliden Familien- und, vor allem, Business-Limousine wandeln, auch wenn weder sie noch der Kombi Touring Sports Manager-Innenmaße bieten. Die hochwertige Verarbeitung, das Marken-Image, die jetzt eingesetzten Dieselmotoren und Abgasreinigungsanlagen von BMW sowie die umfangreiche Safety- und Entertainment-Ausrüstung lassen ohne Weiteres darüber hinwegsehen, dass der neue Avensis „nur“ ein Facelift-Produkt ist, ein starkes allerdings.

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