Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Sturzfrei durch den Winter radeln
Lifestyle 28.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Auf zwei Rädern

Sturzfrei durch den Winter radeln

Gerüstet für den Winterbetrieb: Wer Fahrrad und Fahrweise an die dunkle und kalte Jahreszeit anpasst, kann durchaus problemlos durch den Winter radeln.
Auf zwei Rädern

Sturzfrei durch den Winter radeln

Gerüstet für den Winterbetrieb: Wer Fahrrad und Fahrweise an die dunkle und kalte Jahreszeit anpasst, kann durchaus problemlos durch den Winter radeln.
Foto: dpa-tmn
Lifestyle 28.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Auf zwei Rädern

Sturzfrei durch den Winter radeln

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Fahrradfahren im Winter? Kein Problem. Das Zweirad ist keineswegs nur ein Schönwetter-Fortbewegungsmittel. Fachleute raten aber dazu, den Drahtesel und die eigene Fahrweise auf die kalte Jahreszeit einzustellen.

(dpa/tmn) - Wer ganzjährig radeln will, sollte sein Rad und seine Fahrweise an den Winter anpassen. Das fängt bei den Reifen an. „Wird der Radweg bedingt durch Nässe, Laub oder Schnee rutschig, ist es natürlich wichtig, mit Reifen unterwegs zu sein, die einen guten Grip bieten“, sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad.

Spezielle Winterreifen etwa von Continental oder Schwalbe hätten hier durch ihre Lamellentechnik und die weicheren Gummimischungen Vorteile. Der normale Radler jedoch komme auch mit profilierten Ganzjahresreifen gut durch den Winter. „Bei uns ist es im Winter oftmals ja einfach nur kälter, während extreme Verhältnisse mit viel Schnee und Eis die Ausnahme bleiben“, sagt Koßmann.

Luftdruck absenken und Ketten schmieren

Auf den Winterbetrieb einstellen lassen sich die Reifen durch einen einfachen Trick: „Wird der Luftdruck abgesenkt, erhöht sich die Auflagefläche und damit lässt sich das Rad sicherer durch Schnee und über rutschige Bereiche steuern“, weiß René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. Als Untergrenze sollte hier die Luftdruckangabe auf den Flanken der Reifen gelten.

„Die winterliche Mischung aus Schnee, Matsch und Salz setzt der Kette besonders zu, eine Kettenschaltung muss daher fast täglich neu geschmiert werden“, sagt Filippek. Daneben sollte ein Fahrrad im Winter deutlich öfter abgewaschen und vom Straßensalz befreit werden. Wer vorsorgen will, kann sein Rad zum Beispiel mit Spritzwachs oder Silikon zusätzlich schützen. Zum winterlichen Vorab-Check gehören außerdem die Überprüfung der Bremsen und der Beleuchtung.

Richtig reagieren bei Kontrollverlust

Die größte Gefahr droht Radlern, wenn sie auf vereiste Flächen treffen. „Dann hilft nur eines: nicht lenken oder bremsen und das Rad geradeaus ausrollen lassen“, rät Filippek. Hierbei sollten Radler bedenken, dass sich rutschige Flächen im Herbst und Winter auch unter Laub oder Schnee verbergen können. Vor allem über zugeschneite oder anderweitig verdeckte Flächen sollte man im Winter daher stets ruhig und mit gedrosseltem Tempo fahren.

Eine besondere Bedeutung kommt der Beleuchtung zu: „Bedingt durch die kurzen Tage, den oft bedeckten Himmel und die schlechtere Sicht sollte man in den Wintermonaten besser immer mit Licht fahren“, rät Koßmann. Batteriebetriebene Lampen oder Nabendynamos sorgten heute dafür, dass die Lichterzeugung keinen zusätzlichen Kraftaufwand bedeutet. Um besser gesehen zu werden, empfiehlt Koßmann außerdem Kleidung mit Reflektoren, mindestens aber ein Reflektorband für die Hose.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Luxemburger Holzflitzer
Dieses Fahrrad gibt es so nur einmal. Der junge Ingenieurwissenschaftler Jacques Gengler hat sich sein perfektes Holzbike gebaut. Das Ergebnis: ein Hingucker, der allen Ansprüchen an Funktionalität gerecht wird.
Der von Jacques Gengler entworfene Fahrrad-Rahmen ist nicht bloß verkleidet, sondern komplett aus Holz gefertigt.
Erfindung von Luxemburger Schüler
Nach einem Sikunfall seines Vaters entwickelte Niccolò Hurst einen Helm, der Leben retten soll. Seine Erfindung ist Teil einer Ausstellung mit Forschungsprojekten von Laien im „Forum Geesseknäppchen“
Rund 22 Jahre nachdem die Erfolgsgeschichte des Kinderwagens Bugaboo ihren Anfang nahm, ist der Mobilitätsfanatiker Max Barenbrug fest entschlossen, einen neuen Markt zu erobern.
Max Barenbrug hat das Kinderwagenschieben cool gemacht.
So kommen Radfahrer durch den Herbst
Die Tage werden kürzer, die Straßen sind voller Laub und dazu ständig Regen: Fahrradfahren im Herbst kostet mitunter viel Überwindung und ist anspruchsvoll. Radler sollten der nassen Jahreszeit deshalb nicht ohne Vorbereitung entgegenradeln.
Zum Themendienst-Bericht von Tom Nebe vom 11. September 2015: Nasses Laub auf den Wegen kann das Radfahren im Herbst zur Rutschpartie machen. Fahrradfahrer sollten daher im Zweifel auf die Stra�e ausweichen. 
(Archivbild vom 09.11.2014/Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text. Die Ver�ffentlichung ist f�r dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.)    Foto: Tobias Hase