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Stromfresser zum Schnäppchenpreis: Typische Fallen beim Technikkauf
Lifestyle 3 Min. 26.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Stromfresser zum Schnäppchenpreis: Typische Fallen beim Technikkauf

Riecht eklig? Auch das kann leicht passieren. Gerade günstigere Produkte aus Fernost können nach dem Auspacken noch störende Chemiegerüche ausdünsten.

Stromfresser zum Schnäppchenpreis: Typische Fallen beim Technikkauf

Riecht eklig? Auch das kann leicht passieren. Gerade günstigere Produkte aus Fernost können nach dem Auspacken noch störende Chemiegerüche ausdünsten.
Foto: dpa
Lifestyle 3 Min. 26.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Stromfresser zum Schnäppchenpreis: Typische Fallen beim Technikkauf

Der Handyakku macht nach zwei Jahren schlapp. Oder bei der Lampe lässt sich die defekte LED nicht austauschen. Beim Kauf von Technik bleiben einem unangenehme Überraschungen nicht erspart. Die häufigsten Ärgernisse im Überblick.

(dpa) - Das Schnäppchen entpuppt sich als teurer Stromfresser, die neue Technik erweist sich in der Praxis als unausgereift. Beim Kauf von Handy, Fernseher und Kühlschrank erleben Kunden immer wieder böse Überraschungen. Sechs Dinge, die Kunden beachten sollten:

1. Die Akku-Falle: Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets liefern die Hersteller häufig mit fest verbautem Akku aus. Lässt er nach, kann der Kunde ihn nicht einfach wechseln. Das muss ein Fachmann mit dem richtigen Werkzeug übernehmen. „Schwächer werdende Akkus sind oft ein Grund, sich ein neues Gerät zu kaufen - nachhaltig ist das nicht“, kritisiert Margrit Lingner von der Zeitschrift „PC Magazin“. Sein Smartphone behält man im Schnitt nur 2,5 Jahre. Dann wird es eventuell noch weiter verkauft oder als Zweitgerät genutzt. Bei Akku-Rasierer und elektrischer Zahnbürste ist es noch schlimmer: Die muss man dann wegschmeißen.

2. Fest verlötete Leuchtmittel: Der Fortschritt macht auch vor Glühlampen nicht halt. Moderne LED-Leuchten sparen Strom, weil sie weniger Wärme und mehr Licht erzeugen. Doch Lampen mit fest verlöteter LED als Leuchtmittel werden zum Ärgernis, wenn die eingebaute LED kaputtgeht. Dann muss die Lampe in den Müll wandern. Bei LED-Lampen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer in Stunden angeben. Bei vielen anderen Geräten aber nicht. Verbraucher könnten dem Produkt nicht ansehen, für welche Lebensdauer es konzipiert wurde.

Zusatzkosten: Bei vielen elektrischen Zahnbürsten gehen nicht das Gerät an sich, sondern die Bürstenköpfe richtig ins Geld.
Zusatzkosten: Bei vielen elektrischen Zahnbürsten gehen nicht das Gerät an sich, sondern die Bürstenköpfe richtig ins Geld.
Foto: dpa

3. Das versteckte Abo-Modell: Es hat sich herumgesprochen, bleibt aber ärgerlich: Einige Hersteller verschenken ihre Geräte fast. Doch das benötigte Verbrauchsmaterial treibt die Einstandskosten in die Höhe. Bestes Beispiel: Tintenstrahldrucker mit Originaltinte zu Apothekerpreisen. Preiswerte Patronennachbauten versuchen die Hersteller zu verhindern. Dieses Geschäftsmodell funktioniert auch mit elektrischen Zahnbürsten (Bürstenköpfe), Rasierern (Klingen oder Reinigungspatronen) und Kaffeemaschinen (Kapseln). Kunden erkundigen sich also besser vorher, ob das Gerät mit billigeren Nachbauten klarkommt - beziehungsweise ob es diese gibt.

4. Ungeahnte Nebenkosten: Der neue Kühlschrank oder die Waschmaschine ist beim Kauf oft preiswert. Doch die Folgekosten über die Jahre fressen den Preisvorteil schnell auf. Wer hier auf die Energielabel und den jährlichen Strom- und Wasserverbrauch achtet, zahlt zwar am Anfang mehr, spart über die gesamte Lebensdauer aber Geld. Gibt es kein Energielabel und keine Hinweise in der technischen Dokumentation, kann man den Stromverbrauch auch selbst mit einem Messgerät im Zwischenstecker prüfen.

Auch ein Risiko: Die Waschmaschine kann billig in der Anschaffung sein, später aber mit hohem Wasser- und Stromverbrauch richtig ins Geld gehen.
Auch ein Risiko: Die Waschmaschine kann billig in der Anschaffung sein, später aber mit hohem Wasser- und Stromverbrauch richtig ins Geld gehen.
Foto: dpa

5. Störende Kleinigkeiten: Es gibt immer wieder Überraschungen bei neuen Technologien. Peter Knaak, Redakteur bei Stiftung Warentest, hat gerade Curved-Fernseher getestet. Die gebogenen Monitore sind eine neue Mode im TV-Sektor. „Bei diesen Modellen gibt es fast immer störende Reflexe. Bei den normalen Geräten konnten Sie das durch Drehen anpassen, hier nicht“, sagt er. Brummende oder piepsende Spannungswandler am Stromanschluss treiben manche Nutzer in den Wahnsinn. Auch störende Kontrolllampen können einem den Spaß am neuen Gerät verderben. Erfahrungen anderer Kunden in den Kommentaren von Online-Shops können wichtige Hinweise geben, ob man mit dem Gerät zufrieden sein wird. Wenn sich viele Kunden melden, ist es wohl eher kein Einzelfall, sondern ein Serienfehler. Also: Am besten vorher ausprobieren.

6. Stinkende Materialien: Die neue Technik sieht zwar gut aus, verströmt aber einen üblen Geruch. Ursache können Plastikteile, Dämmungen und Abdeckungen sein. Sind die Ausdünstungen eventuell gesundheitsschädlich? Manche Stoffe hätten zwar eine sehr niedrige Geruchsschwelle, eine Wirkung auf die Gesundheit sei aber erst in sehr viel höheren Konzentrationen möglich, meinen Experten. „Es gibt Stoffe, die sind in winzigen Mengen schon von unserer Nase wahrnehmbar - und tauchen trotzdem bei einer Raumluftmessung nicht auf“, beruhigt die Expertin. Sie empfiehlt Produkte mit dem Zeichen „Blauer Engel“.


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