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St. Anton am Arlberg: Tiefschnee und Partyspaß
Lifestyle 3 Min. 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

St. Anton am Arlberg: Tiefschnee und Partyspaß

Wer die Weite sucht, wird auf den Gipfeln rund um Sankt Anton fündig.

St. Anton am Arlberg: Tiefschnee und Partyspaß

Wer die Weite sucht, wird auf den Gipfeln rund um Sankt Anton fündig.
Foto: Josef Mallaun / TV St. Anton am Arlberg
Lifestyle 3 Min. 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

St. Anton am Arlberg: Tiefschnee und Partyspaß

Neue Lifte und frische Ideen haben dem Wintersportort Sankt Anton am Arlberg wieder Schwung verliehen.

von Hans-Werner Rodrian 

(srt) - Sankt Anton ist wieder im Aufschwung. Skifans aus der ganzen Welt kommen zur „Wiege des Skisports“, um im besten Tiefschneerevier der Ostalpen durch den locker-leichten Pulver zu tanzen. Anders als die edlen Nachbardörfer Lech und Zürs ist Sankt Anton dabei bodenständig geblieben. Die populäre Wintersporthochburg war stets mehr „Anton aus Tirol“ als Daunenmäntel und Luxuschalets. Es blieb bezahlbar und steht zu seiner quirligen Après-Ski-Szene mit einigen der berühmtesten Spots der Alpen.  

Mehr als 305 Pistenkilometer

Bis vor wenigen Jahren hatte das klassische Pistendorado Arlberg allerdings ein Problem: Ein schlechtes Skiliftsystem teilte es in zwei Teile. Dank massiver Investitionen sind Skitage inklusive diverser Bus- oder Taxifahrten inzwischen aber Geschichte. Österreichs größtes Skigebiet präsentiert sich heute aus einem Guss. Wer mag, der steigt an einem beliebigen Punkt des 87 Kilometer langen „Run of Fame“ in die durchgängige Skirunde ein, um dann einen Tag lang bis zum Umfallen zu cruisen – auf 305 Kilometer zusammenhängender Pisten, hinzu kommen nochmals 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten.

Die Aufbruchstimmung, die vor drei Jahren mit der Verbindung der Lifte kam, ist bis heute überall zu spüren. Hatte es zuvor manchmal fast so ausgesehen, als übernähmen schwedische und britische Frohnaturen den Arlberg, so hat heute der klassisch-sportliche Gast wieder die Oberhand gewonnen. Er wohnt in neuen Designerlodges, engagiert geführten Familienhotels oder in einer der zahlreichen, oft renovierten historischen Ferienpensionen.

Hier wird geshoppt: Munteres Treiben in der Fußgängerzone von Sankt Anton am Arlberg.
Hier wird geshoppt: Munteres Treiben in der Fußgängerzone von Sankt Anton am Arlberg.
Foto: TVB

Der Umschwung kam mit neuen Ideen. Der Zusammenschluss der Lifte war nur der Höhepunkt. Zuvor und gleichzeitig erfanden der Tourismusverband und die Bergbahn bereits eine Gondelbahn mit eingebautem Riesenrad und das Wellnesscenter Arlberg WellCom. Sie organisierten Hoteltransfers für Bahnurlauber, installierten Skidepots an allen strategischen Stellen und stellten Europas erstes Pisteninfoteam in Dienst: Ein halbes Dutzend charmanter Damen flitzen während der Saison durchs Skigebiet und helfen mit Tipps, Wachs oder auch mal einem Pflaster.

Bei allem Komfort verhehlt Sankt Anton seine sportliche Ausrichtung nicht. „Wir haben nun mal steile Geländekanten ins Tal“, sagt die stellvertretende Tourismusdirektorin Wilma Himmelfreundpointner. Genau das macht den Arlberg für die Könner ja so interessant. Vom Aussichtspunkt auf der Valluga, dem höchsten Arlberggipfel auf 2.809 Metern, überblickt der Skifreund eine Vielzahl knorrig-schwarzer Pisten. Viele von diesen sind heute zu Skirouten herabgestuft – das heißt Befahren auf eigenes Risiko. Zahlreiche Gäste tun es und freuen sich, dass die Abfahrten nach Neuschnee nicht sofort platt gewalzt sind.


Wintersport, Schnee, Berge, Skifahren
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Bereits für unter 100 Euro kann man eine Woche lang Skifahren. Einige Skireviere verschenken ihre Skipässe sogar.

Vorsichtige Skifahrer sind bei so viel Expertenterrain naturgemäß etwas benachteiligt. Sie fühlen sich noch am ehesten an Kapall und Osthang wohl, ab dem späten Vormittag auch auf der Panoramaabfahrt nach Sankt Christoph. Der Rendl auf der anderen Talseite ist idealer Startpunkt für Tourengeher und natürliches Bräunungsstudio für Sonnenanbeter gleichermaßen.

Für große und kleine Skihasen

Sportliche Mamas und Papas freuen sich über die vorbildlichen Skikindergärten, insgesamt vier an der Zahl. Unter Anleitung kinderpsychologisch ausgebildeter Skilehrerinnen üben die Kleinen Bogen und Pflug, bauen Schneeiglus, besuchen die Zauberhütte und essen mittags ihr Hopplmenü. Das Tourismusbüro umgarnt derweil die Eltern: Es verrät, welche Hotels auch abends Kinderbetreuung anbieten und vermittelt Babysitter. So können sich die Eltern ohne schlechtes Gewissen davon überzeugen, dass Sankt Anton kein Kind von Traurigkeit ist. Ab halb drei Uhr nachmittags steppt in den Après-Skihütten knapp über dem Ort der Bär. Im Krazy Känguruh animiert eine Liveband zum Skischuhtanz, während einen Hang weiter der Mooserwirt täglich bis 20 Uhr einheizt.

Eine liebenswerte Alternative ist das Après Ski in der Sennhütte. Die Besitzerfamilie hat ein Faible für gutes Essen aus lokalen Produkten und hat sogar die strengen Kritiker des Gault Millau überzeugt. Das Pfifferlingsgulasch schmeckt zum Beispiel so gut, dass selbst der Fleischfreund gern mal ins vegetarische Lager wechselt – frei nach Sankt Antons Motto: „Hauptsache, es macht Spaß.“


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SRT-Bild Archivnummer: 1221101030, INNSBRUCK+UMG, SRT-Archivbild, Beschreibung: Die Nordkette, mit Skifahrer Foto Innsbruck Tourismus/Klaus Polzer
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