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Sportwagen für die Buckelpiste
Lifestyle 3 Min. 01.06.2019

Sportwagen für die Buckelpiste

Der Ford Ranger Raptor sorgt dank seiner aufwendigen Fahrwerkstechnik für ultimativen Offroad-Spaß.

Sportwagen für die Buckelpiste

Der Ford Ranger Raptor sorgt dank seiner aufwendigen Fahrwerkstechnik für ultimativen Offroad-Spaß.
Foto: Ford
Lifestyle 3 Min. 01.06.2019

Sportwagen für die Buckelpiste

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Über Stock und Stein: Autohersteller Ford hat seinen Ranger Raptor für Einsätze in anspruchsvollem Gelände konzipiert.

Ford hat seinen Ranger aufgemotzt. In Anlehnung an das US-amerikanische Vorbild F-150 trägt das neue Topmodell der Kölner nicht nur den Beinamen Raptor. Es hat auch dessen DNA geerbt. Abseits befestigter Straßen kommt sie voll zur Geltung.

„Vergessen Sie alles, was Sie über Pick-ups zu wissen glauben“, sagt Leo Roeks. „Unser neuer Ford Ranger Raptor ist von einem ganz anderen Kaliber. Dieser Offroader ist ein echtes Vollblut und meistert jederzeit die härtesten Herausforderungen – im Gelände, im Anhängebetrieb, jederzeit und überall“. Es verwundert kaum, dass ein Manager sein Produkt gerne in den höchsten Tönen lobt. Doch im Fall des neuen Ranger Raptor, der Mitte des Jahres in Europa debütiert, sind die Worte des Direktors von Ford Performance Europe indes nicht zu hoch gegriffen.

Die leistungsfähigste Variante des meistverkauften Pick-ups in Europa gibt tatsächlich etwas her. Bereits das Design verleiht dem Pritschenwagen ein brachiales Aussehen. Doch bis auf die vier überdimensionierten Buchstaben des Firmennamens am Kühlergrill entsprechen alle anderen Merkmale des Offroad-Spezialisten auch tatsächlichen Bedürfnissen.

Sandiger Untergrund? Für den Ford Raptor kein Problem.
Sandiger Untergrund? Für den Ford Raptor kein Problem.
Foto: Ford

Stoßdämpfer als Kronjuwelen

Um den neuen Top-Ranger – er ist 16,8 Zentimeter breiter, 5,2 Zentimeter höher und 4,4 Zentimeter länger als die Standardversion – fit für den harten Einsatz zu machen, vergrößerten die Entwickler die Bodenfreiheit um 30 Prozent auf 28 Zentimeter sowie den Böschungs- und Rampenwinkel um 32 beziehungsweise 24 Grad.

Hochfeste Stähle verstärken das Chassis. Selbiges gilt für den 2,3 Zentimeter dicken Unterbodenschutz, damit der Geländeritt möglichst keine Spuren hinterlässt. Seitliche Trittbretter verhindern zudem, dass Steine hochgeschleudert werden, und verfügen über Abflussrinnen für Wasser und Schlamm. Für die eigens für den Raptor entwickelten 285 Millimeter breiten Reifen mit 838 Millimeter Durchmesser wurden schließlich die Radhäuser kraftvoller ausgestellt.

„Kronjuwelen“ des Ranger Raptor sind dem leitenden Programmingenieur Damien Ross zufolge aber die aus dem Offroad-Sport bekannten Hochleistungs-Stoßdämpfer. Je nach Fahrsituation sorgen sie für höhere Dämpfungskräfte im Gelände oder niedrigere Dämpfungskräfte bei moderateren Bedingungen auf der ganz normalen Straße.


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Unter der Motorhaube des Raptor fällt dagegen der Vierzylinder-Diesel mit 157 kW (213 PS) vergleichsweise klein aus. Mit seinen zwei Litern Hubraum mobilisiert das Biturbo-Aggregat aber ein beeindruckendes Drehmoment von 500 Nm. Im Zusammenspiel mit der neuen Zehn-Gang-Automatik sprintet der zweieinhalb Tonnen schwere Mittelklasse-Pick-up in weniger als elf Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Herausragende Geländetauglichkeit

Eine hohe Endgeschwindigkeit – bei 170 km/h ist Schluss – ist nicht sein Anspruch. Der Raptor versteht sich vielmehr als Sportwagen für die Buckelpiste. Im unwegsamen Gelände fühlt er sich so richtig in seinem Element. Auf staubigen Sandstraßen und in Dünen stellt er sein ganzes Können eindrucksvoll unter Beweis und spielt seine Trümpfe voll aus.

Wenn sich seine grobstolligen Reifen kräftig in den Untergrund beißen, ist immerfort für genügend Vortrieb gesorgt. Mit zunehmender Geschwindigkeit lassen die ruckartigen Bewegungen sogar erstaunlicherweise nach, und der Raptor scheint durch das hügelige Gelände zu gleiten. Dafür sorgen auch die auf die jeweiligen Bodenverhältnisse angepassten sechs Fahrprogramme.

In Anlehnung an das legendäre Rennspektakel in der Wüste Mexikos lässt der Baja-Modus den Ranger Raptor im Sand ackern, dass es eine wahre Freude ist. Unter der einzigen Voraussetzung allerdings, dass der Fahrer beständig genug Gas gibt, damit der Raptor nicht „untergeht“ und stecken bleibt.

Das Interieur ist dem eines Kleinlasters angepasst. Auch ohne übertriebenen Luxus bietet der Raptor ein angenehmes Ambiente sowie viel Platz. Besonders der Seitenhalt der Sitze kann überzeugen.

Das eher dezente Interieur lässt keine Wünsche offen.
Das eher dezente Interieur lässt keine Wünsche offen.
Foto: Ford

Wenn auch in unseren Breitengraden mit ausschließlich gut ausgebauten Straßen ein Auto wie der Ford Ranger Raptor nicht unbedingt die erste Wahl sein muss, so vermag er dennoch die Herzen von Offroad-Liebhabern höher schlagen lassen. Schade nur, dass für ein solch sportliches Arbeitstier ausgewiesene Spielplätze hier zu Lande eher selten sind.



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