Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Spalierobst: Viel Ertrag auf kleiner Fläche
Lifestyle 05.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Spalierobst: Viel Ertrag auf kleiner Fläche

Spalierobst lässt sich in vielen verschiedenen Wuchsformen erziehen.

Spalierobst: Viel Ertrag auf kleiner Fläche

Spalierobst lässt sich in vielen verschiedenen Wuchsformen erziehen.
Foto: dpa
Lifestyle 05.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Spalierobst: Viel Ertrag auf kleiner Fläche

Wer eigenes Obst ernten will, braucht dafür keinen großen Obstgarten. Spalierobst benötigt nur wenig Platz und kann dazu noch sehr dekorativ wirken. Der Herbst ist die ideale Zeit zum Anpflanzen.

(dpa) - Ein Stamm und obenauf eine grüne Wolke aus unzähligen Blättern – unterbrochen von gelben, roten oder auch grünen Punkten: Wer gefragt wird, wie ein Obstbaum aussieht, malt dieses Bild. Doch eine Zuchtform hat inzwischen die Gärten erobert, die gar nicht danach aussieht.

Hier schlängeln sich mit Äpfeln bestückte Ranken an Mauern hoch. Und mit Himbeeren dicht besetzte Sträucher machen dem Efeu bei der Fassadenbegrünung Konkurrenz.

Anfänge in Versailles

Als Vater des Spalierobstes gilt der französische König Ludwig XIV. Oder besser gesagt: sein Gärtner. Ihm kam nämlich die Aufgabe zu, seinen König mit frischem Obst zu versorgen. Das Gelände in Versailles ist jedoch alles andere als optimal für den Obstanbau: viel zu kalt und zu feucht. Der Gärtner des Sonnenkönigs kam daher auf die Idee, Birnen- und Pfirsichbäume waagerecht an den Mauern entlang wachsen zu lassen. Die Wände strahlten Wärme ab und reflektierten Sonnenlicht, so dass die Früchte schneller wachsen und reifen konnten.

Aus der Not erfunden, hat sich Spalierobst heute zur Zierde gemausert. Ob als Fassadengrün an Gebäuden, frei stehend oder als Sichtschutz, ob an Gerüsten aus Draht, Stahl oder Holz – es gibt viele Möglichkeiten, sein Grundstück um einen Naschgarten zu erweitern.

Das Gerüst für Spalierobst muss stabil sein - schließlich muss es einiges an Gewicht tragen können. Ungeschütztes Holz sollte gut abgelagert sein, damit es nicht zu schnell verrottet.
Das Gerüst für Spalierobst muss stabil sein - schließlich muss es einiges an Gewicht tragen können. Ungeschütztes Holz sollte gut abgelagert sein, damit es nicht zu schnell verrottet.
Foto: dpa

„Spaliere sind ideal, um auf kleinstem Raum ein wenig Obst anzupflanzen“, sagt Thea Carlin, Chefgärtnerin an der Königlichen Gartenakademie in Berlin. Sie empfiehlt, beim Kauf auf stabile Konstruktionen zu achten, schließlich soll das Gerüst das Gehölz lange tragen.

Wichtig: Wahl des Standorts

Als klassisches Spalierobst gelten Äpfel und Birnen. Vom geschützten Standort an einer Mauer profitieren zudem Pfirsich- und Aprikosenbäume, deren frühe Blüten oft noch einmal vom Frost überrascht werden. Die Wände strahlen in kalten Nächten Wärme ab, so dass die Blüten nicht erfrieren.

Der Standort spielt bei der Wahl des Spalierobstes eine nicht unwesentliche Rolle: Während sich Pfirsich und Birne über eine sonnige Südlage freuen, ist für Äpfel eine nicht allzu feuchte Westseite empfehlenswert – denn an der Wetterseite bekommen sie leicht Schorf. Um bei den empfindlichen Aprikosen und Pfirsichen Krankheiten vorzubeugen, ist ein Dach ratsam. Auch Äpfel und Birnen sind für einen Regenschutz äußerst dankbar.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Streuobstwiesen: Kulturgut mit Nährwert
Streuobstwiesen haben eine wichtige ökologische Funktion, doch viele von ihnen sind in schlechtem Zustand. Mit der Aktion "Mount vum Bongert" rückt der Natur- und Geopark Mëllerdall dieses kulturelle Erbe ins rechte Licht.
Osten , Bech , Naturpark Mellerdall , Dag vum Bongert , Apfelplückaktion, Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Basenfasten: Mehr Schwung durch Obst und Co.?
Eine Woche lang nur Obst und Gemüse - das ist Basenfasten. Der gewünschte Effekt: Der Körper soll einen Energie-Kick bekommen - und nebenbei können auch ein paar überflüssige Pfunde Körpergewicht purzeln.
Zum�Themendienst-Bericht von Sabine Meuter vom 10. August 2016: Obst und Gem�se so viel man will:�Das ist das Prinzip des Basenfastens.  (Archivbild vom 06.02.2013/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Monique W�stenhagen