Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Sound ohne Strippe
Lifestyle 2 Min. 12.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Funklautsprecher werden immer populärer

Sound ohne Strippe

Wasserfest und mit Akku an Bord: Der kombinierte WLAN-Bluetooth-Lautsprecher ALL05 von Panasonic kostet rund 240 Euro.
Funklautsprecher werden immer populärer

Sound ohne Strippe

Wasserfest und mit Akku an Bord: Der kombinierte WLAN-Bluetooth-Lautsprecher ALL05 von Panasonic kostet rund 240 Euro.
Foto: Panasonic/dpa
Lifestyle 2 Min. 12.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Funklautsprecher werden immer populärer

Sound ohne Strippe

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Ob vom Smartphone oder aus dem Netzwerkspeicher: Musik wird immer öfter drahtlos an Lautsprecher übermittelt. Kein Wunder, dass viele Hersteller auf der Elektronikmesse IFA in Berlin einen Schwerpunkt auf die kabellose Musikwiedergabe legen.

(dpa/tmn) - Mobile Lautsprecher sind gefragt wie nie. Im Jahr 2015 gehörten sie zu den großen Gewinnern der Branche. Drei Millionen portable Boxen gingen dem Branchenverband gfu zufolge in Deutschland über die Ladentische - 50 Prozent mehr als im Jahr 2014. 

Ein Grund ist die zunehmende Beliebtheit des mobilen Musikhörens abseits von Kopfhörern oder scheppernden Smartphones. Während unterwegs meist Bluetooth-Boxen mit Akku zum Einsatz kommen, ist daheim die Domäne der WLAN-Lautsprecher, die inzwischen sogar die klassische Anlage ersetzen können.

„Der größte Vorteil von Bluetooth-Audio ist seine Flexibilität“, sagt Markus Schelhorn vom Fachmagazin „Macwelt“. Die Kopplung der Geräte über den Kurzstreckenfunk ist extrem einfach, meist genügt ein Tastendruck. „Danach stellen sie automatisch eine drahtlose Verbindung her, sobald sie in Funkreichweite kommen“, erklärt der neue Pocket-Guide „Portable Audio“ vom IFA-Veranstalter gfu. „Die maximale Entfernung beträgt je nach Modell etwa 10 bis 30 Meter.

Hochwertige WLAN-Lautsprecher

Selbst kleine Lautsprecher halten mit einer Akkuladung zehn Stunden und länger durch, wobei die Betriebsdauer von der Art der Musik und der Lautstärke abhängt. Größere Boxen liefern den Experten zufolge mehr Bass und damit auch mehr Pegel, müssen aber nicht besser klingen. Praktisch sind Bluetooth-Lautsprecher mit Mikrofon zum Telefonieren. Ein Micro-USB-Anschluss zum Laden ist quasi Standard.

Die Tonqualität einer Bluetooth-Box wird auch von der Übertragung beeinflusst. Die gfu rät Käufern, auf die Unterstützung von Codecs wie aptX zu achten, die die Voraussetzung für qualitativ hochwertigen Klang bilden, insbesondere bei der Wiedergabe hochauflösender Dateien. In der Regel spielen BT-Lautsprecher alleine auf, einige Modelle sind aber so konzipiert, dass sie auch paarweise einen Stereoeffekt ermöglichen. Bislang eignen sich nur wenige Geräte, um synchron in mehreren Räumen gleichzeitig zu musizieren.

Kompakte WLAN-Box mit Fernbedienung: Die Bose Sound Touch 10 (Serie III) kostet rund 200 Euro.
Kompakte WLAN-Box mit Fernbedienung: Die Bose Sound Touch 10 (Serie III) kostet rund 200 Euro.
Foto: Bose/dpa

Wer auf diese sogenannte Multiroom-Beschallung Wert legt, sollte sich WLAN-Lautsprecher näher anschauen. „Die kleinen Kisten geben Musik aus dem Heimnetzwerk und aus dem Internet wieder, ab 100 Euro gibt es passende Modelle“, sagt Christoph de Leuw von der „Computerbild“. „Haben Sie mehrere kabellose Lautsprecher, lassen die sich sogar koppeln - und Sie lauschen in verschiedenen Räumen Ihrer Lieblingsmusik.“ Die Titelauswahl und die Steuerung erfolgen dabei ganz komfortabel per Smartphone-App. Große Modelle können Stereoanlagen mittlerweile qualitativ ersetzen - und alle renommierten Hi-Fi-Hersteller haben sie im Angebot.

Sollen mehrere dieser Lautsprecher kombiniert werden, vertraut man am besten bei allen demselben Hersteller. Sonst sind zur Steuerung unterschiedliche Apps erforderlich, was umständlich ist. Außerdem gelingt dann die synchrone Wiedergabe in mehreren Räumen nicht.  

Robuste Bluetooth-Lautsprecher

Während WLAN-Boxen primär für drinnen konzipiert sind, spielen spezielle BT-Lautsprecher ihre Stärken erst im Freien aus. Sie bestehen aus robustem Material, verschmerzen auch mal einen Sturz auf Asphaltboden oder überstehen sogar ein unfreiwilliges Bad im See oder Schwimmbecken. Preislich starten BT-Lautsprecher bei rund 40 Euro an.

 Der Bluetooth-Lautsprecher Ultimate Ears Roll 2 (rund 100 Euro) lässt sich vielseitig befestigen und ist auch vor Wasser geschützt.
Der Bluetooth-Lautsprecher Ultimate Ears Roll 2 (rund 100 Euro) lässt sich vielseitig befestigen und ist auch vor Wasser geschützt.
Foto: Ultimate Ears/dpa

Klanglich können sich BT-Boxen mit den meisten WLAN-Lautsprechern nicht messen. Zudem gelingt per BT der Musikabruf von einem PC oder einem anderen Speicher im Netzwerk nicht. Für Apple-Fans bietet sich als Alternative noch der Apple-eigene AirPlay-Standard mit der Option an, ebenfalls mehrere Boxen gleichzeitig zu verwenden.

„Allerdings müssen Airplay-Lautsprecher entweder in ein bestehendes lokales Netz integriert oder über ein eigenes WLAN-Netz genutzt werden, das die Lautsprecher teilweise bieten. Dies bedeutet erstmalig mehr Konfigurationsaufwand als das Einrichten eines Bluetooth-Lautsprechers“, sagt Markus Schelhorn von der „Macwelt“.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Eine Musikanlage hat fast jeder daheim. Und oft klingt sie sogar richtig gut. Nur das Streaming beherrschen viele ältere Anlagen nicht. Kommt man um einen Neukauf herum?
ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Julian Hilgers vom 30. April 2019: Es gibt auch Streamingdienste, die sich aufs Streaming hochaufgelöster Audioinhalte spezialisiert haben. Foto: Robert Günther/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Neue Ideen für Haushaltsgeräte
Ist die Zeit der großen Innovationen bei den Hausgeräten vorbei? Immerhin versprechen die ersten bekannten Produktneuheiten der Elektronikmesse IFA keine großen Entwicklungssprünge. Aber für manche Alltagsprobleme gibt es nun Lösungen.
Der integrierte Abzug des Induktionskochfeldes der Serie 8 von Bosch sitzt in der Mitte zwischen den Herdfeldern.
Vernetzt gegen Einbrecher
Fenster-Sensoren, Bewegungsmelder oder Kameras, die allesamt vernetzt sind: Smarthome-Technologie bietet viele Überwachungsmöglichkeiten für Häuser und Wohnungen. Doch kann sie konventionellen Einbruchschutz ersetzen?
Zum Themendienst-Bericht von Tom Nebe vom 21. Juli 2016: Dank Infrarot-LEDs kann diese �berwachungskamera auch im Dunkeln Bilder liefern.
(Archivbild vom 16.02.2016/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) 
Foto: Inga Kjer
Auf die Probe gestellt
Der Bluetooth-Lautsprecher „BeoPlay A1“ von Bang & Olufsen ist äußerst stylisch - aber hält er auch, was er verspricht? Wir haben das kleine Klangwunder für Sie getestet.
Der "Beoplay A1" ist in Silber und Moosgrün erhältlich.
Multiroomsysteme auf der IFA
Eine Anlage und zwei Boxen sind Geschichte. Mit Multiroomsystemen kann Musik drahtlos in der ganzen Wohnung verteilt werden. Auf der IFA zeigen viele Hersteller ihre Visionen der schönen neuen Musikwelt - und die sehen recht unterschiedlich aus.
Philips verbindet seine Izzy-Lautsprecher (im Bild: Izzy Wireless Multiroom Speaker BM5) über ein Izzylink genanntes System.