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So gesund sind Gemüsechips und Energyballs
Lifestyle 2 Min. 20.03.2019

So gesund sind Gemüsechips und Energyballs

Garantiert gesund: Wer Gemüsechips selbst macht, kann sich auch über den Kaloriengehalt sicher sein.

So gesund sind Gemüsechips und Energyballs

Garantiert gesund: Wer Gemüsechips selbst macht, kann sich auch über den Kaloriengehalt sicher sein.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 20.03.2019

So gesund sind Gemüsechips und Energyballs

Angeblich gesunde Snacks und Süßigkeiten gibt es inzwischen reichlich. Experten sehen bei den Riegeln und Bällchen durchaus Vorteile gegenüber klassischen Keksen oder Schokoriegeln. Kalorien haben sie aber auch.

(dpa) - Zuckerfreies Bananenbrot, vegane Süßkartoffelchips oder Energy Balls - also kleine Pralinen aus Trockenfrüchten, Nüssen und Kakao: Solche Snacks gibt es nicht mehr nur auf Foodblogs oder in Trendcafés, sondern oft auch im Supermarkt.

„Die Bezeichnung „gesund“ bezieht sich hier auf die Vollwertigkeit der Inhaltsstoffe“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm. „Meistens ist kein Zucker zugesetzt, stattdessen wird mit Trockenfrüchten oder Honig gesüßt.“


ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Pauline Sickmann vom 9. Januar 2019: Nur Vollkorn ist gesund - aber nicht jedes dunkle Brötchen mit Körnern enthält auch tatsächlich Vollkorn. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
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Honig statt Zucker

Ihr Favorit sind Trockenfrüchte. „Sie enthalten Ballaststoffe, von denen die meisten Menschen zu wenige aufnehmen. Außerdem sind noch viele Mineralstoffe aus der Frucht enthalten - reiner Zucker liefert nichts davon.“

Der Körper wird durch die Nascherei also mit Nährstoffen versorgt. Es sind nicht nur leere Kalorien, wie es oft bei klassischen Süßigkeiten heißt. Was aber nicht bedeutet, dass man die gesünderen Snacks unbegrenzt futtern sollte. „Oft sind Produkte mit Trockenfrüchten und Nüssen sehr kalorienreich“, sagt von Cramm. „Es macht durchaus Sinn, unterwegs Energy Balls oder gesunde Müsliriegel zu essen statt einer Rosinenschnecke vom Bäcker. Aber wer diese Dinge einfach immer zwischendurch nascht, merkt das schnell auf den Hüften.“

Außerdem sollte man auf den Zuckergehalt achten - vor allem bei fertig gekauften Produkten. „Hier lohnt es sich immer, kritisch auf die Nährwertangaben zu achten“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin. „Ich würde einen Zuckergehalt von unter 25 Gramm pro 100 Gramm erwarten.“

Nicht zwingend kalorienarm - aber besser als ein Schokoriegel: Müsliriegel sind ein guter Snack für zwischendurch.
Nicht zwingend kalorienarm - aber besser als ein Schokoriegel: Müsliriegel sind ein guter Snack für zwischendurch.
Foto: dpa

Am besten wäre es aus Sicht der Expertin, Müsliriegel oder andere Snacks gleich selbst herzustellen: „Da weiß man genau, welche Zutaten in welcher Menge enthalten sind.“ Das gilt auch für die angeblich gesünderen Kuchen wie Bananenbrot oder Zucchinibrownies: Auch hier kommt es drauf an, was neben Obst und Gemüse noch darin steckt. Sind es Vollkornmehl und Trockenfrüchte statt Weißmehl und Zucker, kann es sich um gute Alternativen zu klassischem Kuchen handeln - allerdings oft mit dem gleichen Kaloriengehalt.

Knuspriges Scheibchengemüse

Wer es statt süß lieber salzig mag, hat im Supermarkt eine große Auswahl an gesünderen Chips - aus Süßkartoffeln, roter Bete oder Grünkohl. Doch sind diese wirklich besser als klassische Kartoffelchips? „Dabei kommt es immer auf die Zubereitung an“, sagt Gabriele Kaufmann vom Bundeszentrum für Ernährung. „Bei Kartoffelchips sind ja auch nicht die Kartoffeln das Problem: Sie sind so kalorienreich, weil sie frittiert werden.“

Macht man das mit Rote-Bete-Scheiben oder Süßkartoffeln, ist der gesundheitliche Nutzen also eher gering. Einige Hersteller setzen inzwischen auf eine fettreduzierte Zubereitung, hier sollte man sich die Packung genau anschauen.

Auch hier sind je nach Zutat viele Ballaststoffe enthalten, die Darm und Verdauung stärken - und sich so positiv auf die Gesundheit auswirken. Allerdings sollte man dafür ausreichend trinken: „Wenn man plötzlich viele Ballaststoffe aufnimmt und nicht genügend Wasser dazukommt, dann kann es zu Verdauungsbeschwerden kommen“, sagt Kaufmann.

Anita Bechloch, The Glow Code: Skin-Food und Naturkosmetik zum Selbermachen. Gräfe und Unzer Verlag 2017, 144 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3833858536.
Anita Bechloch, The Glow Code: Skin-Food und Naturkosmetik zum Selbermachen. Gräfe und Unzer Verlag 2017, 144 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3833858536.
Foto: dpa

Auch die Haut kann von Snacks mit alternativen Süßungsmitteln profitieren, erklärt Anita Bechloch, Autorin eines Buchs zum Thema. Sie schlägt dafür „Superfood Balls“ vor. Die bestehen hauptsächlich aus Datteln, Walnüssen, Kakaopulver und Nussmus.


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